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Rinderglück in Bayern
Stier Maxl hat jetzt Kuh Anni

Der von uns gerettete Gemeindestier Maxl lebt seit einigen Wochen glücklich auf Gut Aiderbichl Bayern. Seit letzter Woche nicht mehr alleine!

Erinnern Sie sich an den vermeintlich sexmüden Stier Maxl aus Bayern? Er lebt jetzt auf Gut Aiderbichl in Bayern und soll heute auf die Probe gestellt werden....

Ein Viehhändler hatte mir von Kuh Anni erzählt, ein prachtvolles Exemplar der Altrasse ‚Pinzgauer’. Nachdem sie schon ein Kälbchen geboren hat, nimmt sie nun nicht mehr auf. Ich bat den Viehhändler um Aufschub, was ihre Schlachtung angeht, habe sie also sozusagen reserviert. Heute soll sie zu uns kommen, allerdings nicht nach Österreich, sondern nach Bayern, denn Rinder aus Deutschland dürfen nur unter strengsten Quarantänebedingungen nach Österreich einreisen, und dafür bleibt keine Zeit mehr.

Mit Eunike Simon, Andrea Dürager und dem Filmteam fahren wir zum Hof des Viehhändlers. Nachdem wir uns handelseinig geworden sind, spritzt er Anni mit dem Dampfstrahler ab, was ihr offensichtlich sehr gefällt. Frisch geduscht steigt sie auf den Hänger.
Wir fahren mit Kuh Anni weiter nach Eichberg / Deggendorf. Dort werden wir von Bernd Funda, Erna Dotterweich und unserem Tierpfleger Daniel erwartet. Anni soll zu Maxl ziehen, seine Einsamkeit beenden und seinen Ruf wieder herstellen.

Das Gut in Deggendorf ist in mildes Abendlicht getaucht, die Sonnenstrahlen fallen schräg über die Felder und die Mitarbeiter sind gespannt. Wird unsere ‚Eheanbahnung’ funktionieren?

Bevor Anni ausgeladen wird, nimmt mich Bernd Funda zur Seite. Wir verbringen einige Minuten zusammen und er erinnert an den Gründer des Gutes, Hatto Egerer. „Wenn er das noch erleben dürfte, sein Lebenswerk erfährt jetzt die Erfüllung.“ Für Bernd Funda ist das sehr wichtig. Er hat Hatto Egerer das Versprechen gegeben, sein Lebenswerk fortzusetzen. Dafür mußte er sich viele Ungerechtigkeiten gefallen lassen und viel Mühe investieren. Aber heute ist einer solcher Momente, in dem seine Zähigkeit Früchte trägt. Seine Augen sind feucht und ich weiß, es ist ihm gelungen, Hatto Egerers Ideen weiterleben zu lassen.

Doch der Höhepunkt des Tages hat ja noch gar nicht stattgefunden.

Problemlos steigt Anni aus dem Hänger und wird aufgeregt von Maxl in Augenschein genommen. Die Tierpfleger haben ein Elektroband mitten durch den Auslauf gezogen, damit nichts passiert, aber diese Vorsichtsmaßnahme erweist sich als überflüssig, wir ziehen es weg. Mit beinahe zärtlichen Blicken mustert Maxl seine neue Lebensgefährtin. Anni gibt sich gelassen, scheint aber die unverholene Aufmerksamkeit des Stiers zu genießen, Immer, wenn er in seinen Bemühungen nachläßt, um sie zu werben, wirft sie einen auffordernden Blick über die Schulter, damit Maxl reagiert. Es ist tierische Liebe auf den ersten Blick! Die beiden veranstalten eine abwechslungsreiche Flirtshow und bringen uns immer wieder zum Lachen. Einmal springt Maxl auf Anni und deutet die zukünftige Rollenverteilung an. Von wegen sexmüde! Aber Anni ist reisemüde und überzeugt Maxl davon, sich etwas Ruhe zu gönnen. Nachdem sie ausgiebig getrunken hat, legen sich die beiden in die Hütte, die eigentlich nur für einen gedacht ist und beschließen den Tag wiederkäuend und äußerst zufrieden.







Hier noch einmal die Berichte in der tz über die Rettung von Maxl!



Hier die weiteren Berichte der Münchner tz über Maxl:


Großer Bahnhof von Stier-Maxl als  PDF

   
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