Letzte Meldung: Unsere Gans Curry hat es nicht geschafft. Lucy bei der Therapie, Ziegenbaby Xaverl ist geboren, neue Gehversuche von Kantor, Patentreffentermine zu Ostern, die Pferde Desmondo und Rex gerettet! Besuch auf Gut Aiderbichl Kärnten, Gini ist von uns gegangen, Kater Oscar und Katze Mourise, zwei Frettchen und ein Lamm...
30.01.2010
Letzte Meldung:
Unsere Pommersche Gans Curry ist in der Klinik verstorben. Eine Katastrophe für ihren Ganter Pepper.
Noch am Nachmittag habe ich mit dem Chefarzt der Vogelklinik persönlich gesprochen. Er war fest entschlossen, nachdem Curry mit einer Spezialbehandlung wieder zu Kräften gekommen wäre, sie von den Bleikugeln zu befreien. Ein schwerer Eingriff, denn die Kugeln steckten tief und an schwer zu öffnenden Teilen ihres Körpers. Das Problem ist die Narkose, sagte er mir. Die gute Nachricht: Es ginge ihr heute schon viel besser. Doch ihr Mörder sollte letztendlich doch noch siegen.
Wer weiß, wie lange sie die Kugeln ins sich trug. Ich nehme sehr stark an, dass sie sie bereits in sich hatte, als sie abgegeben wurde.
Das schleichende Gift der Bleikugeln hat ihr jetzt ihr Leben genommen.
Wird Ganter jetzt vor Kummer sterben? Liebe Aiderbichler, ich verspreche Ihnen persönlich, dass ich ihn nicht aus den Augen lassen werde. Er wird noch heute Abend in meinem Haus aufgenommen. Vielleicht freundet er sich mit Hansi und Gerhard an. Bei den Enten hat es geklappt. Fünf Erpel leben in Harmonie miteinander, im Garten um unser Büro herum.
Ich selbst sitze heute den ganzen Tag im Büro sitzen und arbeite am Heft. Die Ärztin und Therapeutin, die am Mittwoch bei Kantor war, sah unsere ständig etwas übergewichtige Lucy. Sie hat vor einigen Monaten eine Sehnenoperation gehabt und da wurde auch gleich eine Kniescheibe mit gemacht. Spontan bat die Ärztin das Lucy in ihrer Praxis vorstellig wird. Dieter Ehrengruber und seine Tochter Laura fuhren in meiner Vertretung zum Termin. Sie brachten mir folgende bewegte Bilder mit.
Hier bewegte Bilder von Lucy's erster Therapie:
29.01.2010
Trotz angehender Erkältung fahre ich heute morgen auf das Gut in Henndorf. Ich möchte mich mit einem Aiderbichler, der nur jeweils an einem Tag für ca. zwei Stunden Zeit hat, treffen. Er hat sich für uns etwas ganz besonderes ausgedacht. Für den Tag seines Geburtstages übernimmt er sämtliche Futterkosten. Er kommt von weit her und in Begleitung seiner österreichischen Freunde.
Es ist ohnedies ein Phänomen für mich. Immer wenn ich auf das Gut komme, mobilisieren sich in mir Kräfte, die ich nicht beschreiben kann. Plötzlich fühle ich nichts mehr, von einer beginnenden Krankheit. Im Hof, bevor meine Gäste kommen, begrüße ich einen Aiderbichler, der seit Jahren mit seiner Frau das Gut aufsucht. Sie ist depressiv und fährt extra von München zu uns, um Pferde zu pflegen. Das was ich schreibe ich nicht an den Haaren herbeigezogen. Ihr geht es dann besser und unseren Pferden auch. Das Gut ist ein Kraftplatz, wie in unserer Chronik erklärt.
Meine Gäste sind glücklich. Wie auch nicht. Burli, Sophie und Urs zeigen sich von ihrer besten Seite. Eine Schweinegruppe allerdings nimmt keine Notiz von uns. Sie schlafen durch, in großen Strohbergen.
Wie sind Menschen jemals auf die Idee gekommen, dass Schweine kein Stroh brauchen?
Als vor einigen Monaten die Ziegen einer Tierschützerin in Lebensgefahr gerieten und sie den Stall, in dem sie lebten, räumen musste, nahmen wir alle fünf auf. 4 weibliche Tiere und Bock Simba. Johanna ist vor knapp zwei Tagen Mutter geworden. Das Drama ist, dass Johanna keinen einzigen Tropfen Milch hat. Martina Neureiter hat sich bereit erklärt dem kleinen Xaverl alle drei Stunden die Flasche zu geben. Nachts schläft Xaverl bei ihr – mit dem vollsten Einverständnis von Mutter Johanna. Offensichtlich ein Ausnahmefall.
Hier kurze bewegte Bilder des Tages:
Desmondo hat sich schon etwas eingelebt.
Nach dem ich meine Gäste verabschiedet habe, lasse ich Kantor in den Innenhof von Gut Aiderbichl aus dem Auto. Schon wieder hat er Fortschritte gemacht. Dieses Mal geht er noch etwas länger und gerader als vor einigen Tagen. Ich könnte nicht glücklicher darüber sein.
28.01.2010
Heute haben wir die Termine für Patentreffen zu Ostern festgelegt. Für weit Vorausplandende:
Henndorf bei Salzburg
Sonntag, 21. März 2010 14:00 Uhr
Samstag, 27. März 2010 14:00 Uhr
Freitag, 02. April 2010 13:00 Uhr
Sonntag, 4. April 2010 13:00 Uhr
Samstag, 22. Mai 2010 15:00 Uhr
Eichberg bei Deggendorf
Sonntag, 28. März 2010 15:00 Uhr
Montag, 05. April 2010 13:00 Uhr
Montag, 24. Mai 2010 14:00 Uhr
27.01.2010
Als ich heute morgen, um 6 Uhr, nach unten ins Vorhaus ging, um Kantor einzulanden und mit ihm Salzburg in der Früh zu besichtigen, wusste ich noch nicht, was mich erwarten wird.
Ein Wunder!
Kantor und seine Partnerin Lucky lagen noch ganz verschlafen auf ihrem Unterbett. Ich öffnete die Haustüre, um meinen Jeep vom Schnee zu befreien. Dann traute ich meinen Augen nicht. Kantor ging auf allen vier Füßen zu dem Gebüsch, in dem er jeden Morgen sein kleines Geschäft macht. Auf allen vier Füßen!
Dann legte er sich hin, und ich hob ihn ins Auto. Der Zufall wollte es, dass ich mich mit einer berühmten Therapeutin, in Sachen Kantor, für heute um 9 Uhr verabredet hatte. Mir fiel immer wieder auf, dass er plötzlich dasaß wie früher. Seine Beine untergestellt. Ich hatte vor einigen Wochen, mit der Professorin die ihn untersucht hatte, gesprochen, ihr erzählt, dass ich bei Kantor beobachtet habe, dass er wieder Leben in seinen Hinterbeinen zeigt. Da erzählte sie mir, dass in ganz wenigen Fällen folgendes passiert: Im hinteren Teil seines Körpers, aber das sei ganz selten, können sich die Nerven dahingehend wieder entwickeln, dass sie unabhängig vom Hirn Bewegungsbefehle ausstrahlen.
Niemand kann sich vorstellen, wie glücklich ich bin, für meinen und unseren Kantor.
Kantor genoss meine und die Euphorie der Mitarbeiter sowie vonDieter Ehrengruber,der mit seiner Tochter vorbei kam. Er quietschte vergnügt auf seinem Plastikkrokodil herum. Fremden gegenüber ist er misstrauisch und als die Therapeutin kam, verflog für kurze Zeit seine gute Laune. Ich hatte ihn ihr gut beschrieben, und so, wie sie sich ihm näherte, akzeptierte er sie in Kürze.
Wir öffneten die Tür zur Treppe und legten auf die fünfte Stufe ein Leckerli.Vorsichtig ging er die Treppe hinauf.Auch den Rückwärtsgang hat er sich überlegt und rutschte die Stufen mit seinem Hinterteil nach unten. Und weil es so schön war und eine gute Übung für ihn ist, machten wir das gleiche noch drei Mal.
Diese Geschichte ist in vielerlei Hinsicht wunderbar. Kantor war nach gründlicher Untersuchung aufgegeben, im August 2009. All denjenigen, die ungeduldig sind, wenn sie auf die Heilung einer Krankheit warten, soll Kantor Kraft spenden. Ich bin mir jetzt sicher, dass er auf dem besten Weg ist.
Ich danke allen Aiderbichlern für ihre Anteilnahme, insbesondere der Aiderbichlerin, die uns von dem Wundermittel, das es nur in der Schweiz gibt, geschrieben hat.
Schon wieder ist uns eine zugelaufene Katze abgegeben worden.
Mourise wurde von einer Salzburger Familie abgemagert und schwach aufgefunden. Jetzt, nachdem sie sich erholt hat, kann sie dort nicht bleiben. Sie verträgt sich nicht mit der Katze der Familie. Wir suchen dringend Paten!
26.01.2010
Obwohl es mir selbst nicht ganz gut geht, schloss ich mich einer Fahrt vonDieter Ehrengruber, Hans Wintersteller und Raimund Wachtler nach Kärnten an. Die Pfleger dort baten um unser Erscheinen, denn es geht jetzt schon darum, dass neugebaute Stallgebäude einzurichten. Auf dem Weg erreichten mich viele lästige Anrufe, Grund genug eine etwas schlechte Laune zu entwickeln. Und doch - der Tag sollte einer der schönsten in meinem Leben werden.
Auf dem Aiderbichl Köglerhof angekommen, kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Was sich hier alles getan hat. Hut ab vor Allen, insbesondere Markus Leitner,Dieter Ehrengruberund der Baufirma.
Automatische Türen für die Auslässe Ein heller Innenraum, heizbar für Kaninchen...
Außer der Inneneinrichtung und dem Verputz, der erst dann aufgetragen werden kann, wenn es wärmer ist...
Wer mich kennt, weiß allerdings, dass die Krönung des Tages nur glückliche Tiere sein können. Und davon gibt es auf dem Köglerhof jede Menge. Ein glückseliger „Schlafmütze“, von dem man niemals glauben könnte, dass er zwölf Jahre in einem Versuchslabor zugebracht hat. Seine Freundin Fanny wirkt so, als wäre sie die Hofbäuerin vom Köglerhof und nicht eine verstrahlte Ex-Laborhündin, die neun Jahre lang in Käfigen und Zwingern lebte. Von Frosch, Merlin und Clown ganz zu schweigen. Hirsch Batzi schritt mit seiner Hiltraut im 4 ha großen Gehege an mir vorbei und sah nach, wie weit die Schreiner mit seiner Residenz sind. Und die drei zahmen Rehe genossen gerade eine Jause als ich kam…
Lina bei der Kaffeepause mit dabei... ohne Scheu kommen unsere Rehe dazu..
Fanny (l.) und ihr Schlafmütze (r.)
Vor einigen Tagen rief mich die Pflegerin Nicki in Tränen an. Das kleine Rehpinscher-Weibchen Gini (17 Jahre alt), das erst vor einigen Monaten zu uns kam, will Abschied nehmen. Wir warteten und hofften, dann riefen wir den Tierarzt an, dass er noch einmal vorbeikommen möge. Er half ihr, auf den Weg in eine andere Welt. Wäre sie nicht zu uns gekommen, wäre sie dort, wo wir sie holten, gestorben. Ein Zuhause, das ich Ihnen nicht beschreiben möchte. Sie starb friedlich in einem warmen Körbchen, liebevoll und zärtlich begleitet von Nicki.
Hundegräber sind wegen des Grundwassers verboten. Wir ließen die kleine Gini einäschern. Dennoch bat mich Nicki ob sie ihr eine Gedenkstätte machen könnte. Natürlich, wer seine Tiere so sehr liebt wie Nicki, braucht auch Hilfe, wenn es darum geht, das Warum zu verstehen. Warum nicht länger bei uns? Warum war ihr Leben erst zum Schluss glücklich verlaufen? Vielleicht hat Nicki sich beim Errichten der kleinen Gedenkstätte einfach beschäftigen müssen.
Im Himmel geht es weiter, liebe Gini.
Der Tod gehört zum Leben, wir wissen es Alle. Und dennoch fragen wir nach dem Warum, wenn ein geliebtes Geschöpf von uns geht.
24.01.2010
Vor kurzem bekam ich einen Anruf von einem Aiderbichler, der Tierarzt ist. Er suchte nach einer schnellen Lösung für das 8 Jahre alte Sportpferd Desmondo. Nach einem Fesselträgerschaden wurde er operiert, das Griffelbein entfernt – sein Todesurteil? Desmondo darf weiterleben und darf zu uns kommen, beschloss ich in der Eile. Aus seinem Vorleben hat er Nichts mitbekommen, außer einem Halfter und einer Decke. Jetzt, wo ich darüber nachdenke, fallen mir die Kosten seiner Haltung ein. Ich weiß, dass mich viele Aiderbichler dennoch verstehen und nicht anders gehandelt hätten. Wir werden es schon schaffen.
Aufstieg und Fall eines Herzens auf vier Beinen - Jetzt kann es nur noch ganz nach Oben gehen für Desmondo
Den ganzen Sonntag über, arbeiten wir im Büro, an einer fantastischen Schimpansenausstellung, die an Ostern eröffnet werden soll und am neuen Heft.
Auch heute wurde wieder eine Katze abgegeben, ebenfalls ein scheues, kleines Lämmchen, sowie zwei Frettchen, deren bisheriges Zimmer in ein Kinderzimmer umfunktioniert werden musste.
Die Überbringerin erzählte, sie habe Oscar im Wald, nahe einer Schachtel gefunden.
23.01.2010
Vor einigen Wochen rief mich eine verzweifelte Pferdefreundin an. Sie erzählte mir, sie habe ein Beistellpferd gehabt, das sie vor dem Metzger gerettet habe. Dann, bedingt durch ihre private Lage, habe sie für dieses Pferd namens Rex in einer Annonce einen neuen Beistellplatz gesucht. Es meldete sich ein „Pferdefreund“ und sie übergab das Pferd für einen Euro an ihn. Rex sei zu diesem Zeitpunkt nicht mehr reitbar gewesen, und sie habe einen Übergabevertrag gemacht, in dem festgehalten wurde, dass Rex nicht verkauft wird und wenn, sie sich eine Vorkaufsoption ausbedinge.
Zu ihrem Entsetzen, erzählt sie mir, entdeckte sie jetzt Rex im Verkaufsstall eines Pferdehändlers, und sie bat mich ihr zu helfen.
Ich rief den Händler an und wies ihn auf die Option des Verkaufsvertrages hin. Er erklärte mir, dass der Zwischenbesitzer, bevor er ihm Rex gab, an die ehemalige Besitzerin herangetreten wäre, sie aber die Option nicht beanspruchen wollte.
Die Geschichte wurde noch komplizierter. Ich mache sie kurz, weil Sie, liebe Freunde von Gut Aiderbichl, eh schon wissen, wie sie ausgegangen ist. Rex lebt jetzt für immer auf Gut Aiderbichl. Er ist heute in Deggendorf angekommen.
Nach stundenlanger Fahrt ist Rex in Deggendorf angekommen.
20.01.2010
Herbert Mackner hatte mich schon vor einiger Zeit informiert, dass die Pommersche Gans Curry, die auf Gut Aiderbichl Deggendorf mitihrem Partner Pepper lebt, krank ist. Die Vogelklinik stellte fest, dass in ihrem Körper zwei Kugeln stecken. Seither ist sie unter Beobachtung. Jetzt geht es ihr wieder nicht gut und die Klinik schlägt eine Operation vor. Ich bin hin und her gerissen. Verstirbt sie bei der Narkose, wird auch ihr Partner sterben wollen. Ein so inniges Gänsepaar haben wir bisher noch nie erlebt. Vielleicht weiß Jemand Rat? Bitte, schreiben Sie mir.
Curry in großer Not
Wenn das Tierleid unnötigerweise von einem Menschen erzeugt wurde, dann gibt es den gewissen Punkt, an dem ich fast verzweifle. Welcher Trottel hat auf diese Gans geschossen und obendrein nicht getroffen. Ihm oder ihr geht es jetzt wahrscheinlich gut. Er oder sie hat ein bisschen „lieber Gott“ spielen wollen und hat halt mal auf eine Gans gezielt. Schießübungen auf ein lebendes Tier. Auch Zielen will geübt sein, wird er sich dieser Mensch sagen. Ich bin so traurig und wütend. Gänse sind sensible Tiere und verfügen über unglaubliche Fähigkeiten, die wir bisher noch nicht alle erforschen konnten. Ihre Liebe und Anhänglichkeit ist legendär. Einmal mehr, verstehe ich die Welt nicht mehr.
Ein neues Pferd ist heute zu uns gekommen. Eine Pferderetterin half Marenzi in größter Not. Allerdings behalten konnte sie ihn nicht. Sie ist befreundet mit einer Tierschützerin, die ihr ganzes Leben der Vermittlung von Hunden widmet. Bis hin zur Selbstaufgabe. Sie bat, mich zu helfen, und ich stimmte der Aufnahme von Marenzi zu.
Marenzi darf nun für immer bei uns bleiben
16.01.2010
Ein zwölfjähriges Mädchen machte Urlaub auf dem Bauernhof. In diesem Alter stellen Kinder unendlich viele Fragen. Nicht immer sind die Antworten befriedigend. Und schon gar nicht für ein sensibles Mädchen wie Noa.
Warum werden die Kälber in einem Iglu gehalten und was wird mit ihnen geschehen? Als sie erfährt, dass es sich um „Mastkälber“ handelt, die demnächst geschlachtet werden sollen, überlegt sie was tun kann. Eines der Kälber berührt sie ganz besonders, sie spürt, dass das kleine Stierkalb sich nach Schutz und Mutterliebe sehnt.
So, in seiner Iglu-Einzelbox, lernten sich Noa und Balu kennen
Im zwei Stundentakt ruft sie in unserer Verwaltung an. Einmal erreicht sie auch mich persönlich, und ich schlage ihr vor, sich zuerst mit ihren Eltern zu besprechen. Kurz darauf erhalte ich ein dringendes Schreiben der Mutter. Sie bestätigt, dass sie das Kälbchen Balu kaufen würde, und ob das kleine Stierkalb bei uns Aufnahme fände.
Täglich leiden unendlich viele Kälber und am Ende ihres kurzen Lebens, werden sie geschlachtet. Wir können nur in einigen wenigen Fällen symbolisch helfen.
Ich finde nichts Inszeniertes an dieser Geschichte. Sie stimmt und deshalb wollen wir helfen. Uns gefällt die Einstellung der Eltern Vielleicht wird aus Noa einmal eine Tierretterin. Sie wird sich dieses Ereignisses erinnern und begleitet sein von dem Wissen, dass sie und ihre Eltern mit ihrer Enstellung zu den Tieren nicht alleine sind.
Heute ist Balu feierlich auf Gut Aiderbichl in Deggendorf eingezogen. Noa und ihre Eltern kamen aus Mainz, um mit dabei zu sein. Noa ist glücklich und dennoch wissen wir, dass sie am liebsten alle Kälber zu uns gebracht hätte.
Man spürt es: Ein Mädchen und ein kleiner Stier, die sich verstehen und noch eine Zukunft
vor sich haben. Ich danke allen Aiderbichlern, dass es solche Momente gibt.
Der kleine Stier ist nicht der einige Neuankömmling, wir erwarten zwei 20-jährige Pferde auf Gut Aiderbichl in Henndorf. Es ist ein märchenhafter, sonniger Tag.
Navigator war als Springpferd in einer Reitschule in der Nähe von Wien, als ihn dort vor 10 Jahren sein jetziger Besitzer herauskaufte. Er kam in die Jahre und seit letztem Herbst konnte man ihn nicht mehr reiten. Sein Besitzer ist Taxifahrer und arbeitet die ganze Nacht über. Wenn ich an die 5 Tage-Woche eine Nacht dranhänge, dachte er sich, dann kann ich Navigator das Gnadenbrot für den Rest seines Lebens geben. Doch immer weniger Menschen rufen ein Taxi in der Nacht. Wir leben in Zeiten einer Wirtschaftskrise. Außerdem wird es seinen Besitzer alter- und gesundheitsbedingt zuviel.
Alles ist so neu für Navigator, alte Bäume soll man nicht verpflanzen. Auf Gut Aiderbichl allerdings wird sich der 20 jährige Veteran schnell einleben. Dafür sorgen schon die anderen geretteten Pferde.
Auch Antonius, der früher ein Dressurpferd war, hätte seinen Platz verloren. Er wäre zum Schlachter gekommen. Seine Besitzerin, die ihn aus Baden Württemberg zu uns bringt, weint und kann sich schwer trennen. Sie bietet uns an, dass sie gerne, wann immer möglich, kommen würde um uns bei der Arbeit mit den Pferden zu helfen.
Antonius strahlt viel Liebe aus. Er hat einen Lebensanbend in Würde verdient.
15.01.2010
Vorgestern wurde der grausame Tierversuch mit Schweinen in Tirol veröffentlicht. 29 Schweine werden (laut Pressemitteilung) betäubt, lebendig in künstlich erzeugten Lawinen begraben und nach Eintritt ihres qualvollen Todes, zur Obduktion wieder ausgegraben. Festgestellt werden soll, welche Auswirkungen ein Lawinenunfall haben kann. Dieser Tierversuch soll vom österreichischen Wissenschaftsministerium genehmigt worden sein. Die Versuche sollen sich über 14 Tage lang dauern und haben bereits begonnen. Große Tierschutzvereine bieten Kampagnen an. Auf der Internetseite von VIER PFOTEN zum Beispiel.
Aber das sind nicht die einzigen schlechten Nachrichten des Tages. Die Tübinger Universität bekennt sich zu Primaten-Experimenten in der Gehirnforschung, steht in einem Artikel im Schwäbischen-Tagblatts. Ein Aiderbichler meldet sich aus Erlangen und berichtet mir, von den Tierversuchen dort. Ein Trost, in der Schweiz hat das höchste Schweizer Gericht, in seinem Beschluss vom 19. Oktober 2009, in letzter Instanz bestätigt, dass Tierversuchen an Rhesusaffen für die Hirnforschung keine Genehmigungen erteilt wird.
Ich denke darüber nach wie Gut Aiderbichl sich effektiv in diesen und ähnlichen Fällen einbringen kann. Auf unseren Gütern und neuerdings auch in Gänserndorf leben sehr viele Ex-Versuchstiere unter unserem Schutz. Kühe, Beagle, Lamas, Ziegen, Kaninchen, Schafe, 40 Ex-Labor-Schimpansen und 4 Tieraffen.
Im Kampagnen-Tierschutz sind wir weniger erfahren, als andere Organisationen. Auch hier gilt, es wie in der Haltung von vielen geretteten Tieren auf unseren 18 Gnadenhöfen, um eine nachhaltige Vorgehensweise. Jeden Schritt, jedes Wort, gilt es zu bedenken. Rechtliche Folgen müssen bedacht werden, uvm.
An den Deutschen Tierschutzbund und die VIER PFOTEN habe ich mich schon oft mit Erfolg gewandt, besonders wenn es um Kampagnen ging.
Inzwischen wurde der grausame Tierversuch mit lebenden Schweinen in Tirol abgebrochen. Wahrscheinlich aus Angst vor Imageschaden und Folgen für den so wichtigen Tourismus. Einigen Schweinen hilft das nicht mehr. Wir haben sofort eine Mail an die Universität Innsbruck geschrieben, dass wir die überlebenden Schweine übernehmen oder kaufen würden.
Viele Menschen durchleben die Hölle in Zeiten einer Krise, die in der Hauptsache gute Fachleute und Berater zu verantworten haben. Daran hätten diejenigen denken müssen die diesen Horrorversuch beantragt und genehmigt haben. Unter Ausschluss einer Öffentlichkeit, die dafür gerade stehen muss und obendrein unfreiwillig dafür bezahlt. Selbst wenn es keinen anderen Weg gäbe, Lawinenopfern zu helfen, wäre es in diesem schwerwiegenden Fall notwendig gewesen, die Öffentlichkeit zu informieren und genügend Zeit einzuräumen um deren Reaktion abzuwarten. Besonders in Österreich, hat im Umgang mit Tieren ein Umdenken stattgefunden. Die Menschen denken nicht mehr, wie vor 20 Jahren.
Die althergebrachten Argumente, Tierversuche, Massentierhaltung und Tiertransporte betreffend, haben ihre Wirkung verloren.
Heute morgen habe ich eine dreistündige Führung auf Gut Aiderbichl selbst gemacht. Für 38 Besucher, die mit dem Tierschutz an sich, als Gruppe, nicht direkt zu tun haben. Wir besuchten unseren „Schweinepalast“, und ich erzählte ihnen von dem Schweineversuch in Tirol, von den angezüchteten Rippen und den qualvollen Haltungsweisen für Schweine in der Massentierhaltung. Auch konnte ich ihnen zeigen, dass unser Schweinehaus nicht riecht. Weil wir es sauber halten, reichlich Stroh einstreuen und weil Schweine sehr reinlich sind. Man konnte den Besuchern ansehen, dass sie tief bewegt waren und für unsere Vorgehensweise, dass wir über 100 geretteten Schweinen das Gnadenbrot geben, großes Verständnis hatten. Ich halte es für besonders Wichtig, dass wir auf diese Art und Weise, den Menschen Schweine vorstellen dürfen, die sonst kaum noch eine gelegenheit hätten, ausgewachsene Schweine kennenzulernen.
Dann habe ich ihnen von dem Schiff erzählt, das nach fast dreiwöchiger Reise von Uruguay nach Syrien mit 18.000 Rindern und 10.000 Schafen an Bord, am 18. Dezember, unterging.
Ich hatte den Eindruck, dass sie davon nicht gehört hatten. Aufklärung ist ein erster wichtiger Schritt, …
14.01.2010
Unser Aiderbichler Rinderretter, Christian Kögl, hat mir seinen Bericht über die Rettung von zwei Rindern geschickt.
Die Vorgeschichte zeigt, wie wichtig es ist, dass es eine Institution wie Gut Aiderbichl gibt an die man sich wenden kann. Nicht immer können wir helfen. Aber im folgendem Fall machten wir es möglich.
Ein tierlieber Bauer hatte sich im bayrischen Schongau dazu entschlossen , seinen letzten Kühen das Gnadenbrot zu geben. Seine Lebensumstände erlaubten ihm diese Entscheidung. Was nicht bedeuten soll, dass er für seine Geste keine Opfer bringen musste.
Nach drei Jahren verstarb eine der Kühe und dann, im Sommer 2009, die 20 jährige Mutterkuh von Heidi, um die es jetzt ging. Sie blieb als einzige übrig, was vorerst kein Problem war. Ihre Weide befand sich in unmittelbarer Nähe einer anderen Weide mit Rindern. Sie hatte täglichen Blickkontakt zu Artgenossen. Für den Winter hatte sich der Bauer folgendes ausgedacht. Er lieh sich von seinem besten Freund ein junges weibliches Rind aus, damit Heidi nicht alleine sein musste.
Bei der Adventfeier des Sonnenhofes in Rottenbuch lernte der Bauer Christian Kögl kennen und fragte an, ob Heidi nach Aiderbichl kommen dürfte.
Alma (l.) und Heidi (r.) haben noch keine Patenschaft
Nachdem ich zugestimmt hatte, machte sich einige Wochen später Christian Kögl auf den Weg. Erst nach seiner Ankunft in Schongau bei dem Bauern, wurde ihm klar, dass dort zwei Rinder stehen. Die aneinander gewöhnt waren und die jetzt getrennt werden sollten. Alma, so heißt die Freundin von Heidi, sollte nach der Abholung von Heidi zurückgegeben werden. Ihre Zukunft war sehr ungewiss. Als sie vor einiger Zeit künstlich besamt wurde, hatte sie nicht aufgenommen.
Als hätten Heidi und Alma es geahnt, mit wem sie es zu tun haben. Sie zeigten Christian Kögl, wie zärtlich sie miteinander umgehen und als er Heidi wegführen wollte, bekamen die Beiden eine regelrechte Panikattacke. Christian rief mich an, und das Ende der Geschichte können Sie sich gut vorstellen. Heidi und Alma leben jetzt glücklich auf dem Gut Aiderbichl Moosfeldhof in Mainburg.
13.01.2010
Ich habe in Wien übernachtet und machte mich von dort auf den Weg in das nahe gelegene Gänserndorf zu unserem neuen Gut Aiderbichl Affen Refugium. Der ORF hatte eine Reportage angekündigt, und es ging darum, dass ich im Rahmen der Sendung spreche.
Ich verbrachte viele Stunden in Gänserndorf. Die Leiterin des Refugiums, Renate und ihre Kollegin Annemarie, die beide seit 18 Jahren an der Seite der Schimpansen sind und die anderen Pflegerinnen, sind jetzt ganz offiziell Aiderbichlerinnen geworden.
Die sanftmütige Xsara
Ich besuchte zuerst die Schimpansen, die ich schon kenne. Dann starrte mich, durch das Panzerglas die Schimpansin Xsara an. Ich setzte mich so zu ihr, dass ich ihr in die Augen sehen konnte. Nach einigen Minuten begann sie, durch die Panzerglasscheibe zu kommunizieren. Ich zeigte ihr mein Handy, meine Brille und sie berührte mit dem Finger die Scheibe und blickte durch die Brillengläser. Sie gab mir zu verstehen, dass ich doch ums Eck gehen soll, wo uns nur ein Gitter trennen würde. Da rief mich das Kamerateam zu sich. Gleich nach den Aufnahmen ging ich zum Gitter. Xsara wartete und unserer Rendezvous fand eine Fortsetzung. Die anderen Affen in der Gruppe nahmen unsere Innigkeit gelassen hin. Bis auf eine, die sich interessiert hinter Xsara auf einem Baumstamm platzierte. Helene, die Sie aus dem Weihnachtszuspieler kennen. Dort hat sie sich wie ein Mensch auf einen abgeschnittenen Baumstamm gestellt.
Sie führte etwas in Schilde, was ich bald herausfinden sollte. Mit Hochgenuss schoss sie mit einem Strahl Wasser mitten in mein Gesicht. Egal, das Interview hatte ich ja schon vorher gegeben.
Die einfallsreiche Helene
Bei all den schrecklichen Dingen, die mir zu dem Thema der Versuchstiere und Schimpansen einfallen, freue ich mich über die listige Helene und die sanfte Xsara, die hoffentlich das nächste Mal weitere Überraschung für mich bereit halten. Auf jeden Fall winkte mir Helene zum Abschied mit einem kleinen Bambusstock. Sie haben in ihrer Situation wieder gelernt, Reaktionen und Witz zu entwickeln. Dafür danke ich den Pflegerinnen.
10.01.2010
So, fixiert mit einer kurzen Kette, fanden die Tierretter das arme Tier
Der gleiche Hund nachdem er von Tierfreunden auf Palma gerettet und aufgenommen wurde.
Heute hat dieser arme Hund einen neuen Namen. Er heißt Fridolin und lebt in einem wunderschönen Haushalt in der nähe von Düsseldorf.Man kann es nur schätzen aber Fridolin, glaubt der Tierazt, ist ca. 3 Jahre alt.
Vor mir liegt eines der schlimmsten Tierqualfotos, die ich je gesehen habe. Im ersten Moment denkt man, es ist das Schnitzwerk eines Wurzelschnitzers aus Oberammergau. Beim näheren Hinsehen entdeckt man ein Hundeschnäutzchen und Augen. Und dann bricht für jeden, der nur einen Funken Sensibilität hat, eine Welt zusammen. Wie ist es möglich, dass Menschen einem Tier das antun können. Der Hund kommt aus Spanien und die Überbringerin des Bildes hat mich gestern beim Patentreffen in Henndorf aufgesucht. Gott sei Dank hat sie auch ein Foto mitgebracht, das zeigt was aus diesem armen Hund, nach seiner Rettung, wurde. Er lebt jetzt übrigens bei einer Familie in der nähe von Düsseldorf, die ihn lieb hat. Die Tierretter auf der Kanaren-Insel Palma kämpfen mit 80 geretteten Hunden ums Überleben.
Sie brauchen dringend 5.000 Euro um ihre Rettungsstation einzäunen zu können. Vielleicht möchte einer von Ihnen, liebe Freunde von Gut Aiderbichl, mithelfen und für diese bewundernswerten Menschen spenden.
Deutsche Apotheker- und Ärztebank
Kontonummer: 0007791569
Bankleitzahl: 30060601
Stichwort: La Esperanza
09.01.2010
Herbert Mackner meldet sich aus Deggendorf bei mir. Vor ihm steht eine Dame mit dem Irish-Setter-Rüden Sam. Er ist 5 Jahre alt und die Dame kann und will ihn nicht mehr behalten. Nun sind wir kein Hundeheim und auf Abgaben von Hunden nicht eingerichtet. Herbert gesteht mir am Abend, dass er Sam vorerst, in seinem Büro untergebracht hat. Ich kann Herbert von ganzem Herzen verstehen und hätte nicht anders gehandelt. Vom Sonnenhof erfahre ich, dass Hundevermittlungen momentan nur in einigen Fällen möglich waren. Im Dezember ganz schlecht. Anfang Januar etwas besser. Ich hoffe, dass es einen Setter-Freund gibt, der das Bild von Sam sieht. Vielleicht hat er eine Chance auf einen guten Platz. Wenn nicht, dann behalten wir ihn halt und es meldet sich vielleicht ein Pate mit großem Herzen.
06.01.2010
heute am Drei Königstag war unser letztes Patentreffen der Weihnachtszeit auf Gut Aiderbichl in Deggendorf .
Auch Christian Kögl, unser Rinderretter, kam zu diesem Treffen. Plötzlich verschwand er und kam nach einigen Stunden zu mir ins dortige Büro. Er strahlte. Das kleine Kälbchen Lukas darf jetzt wieder bei seiner Mutter leben und saugen. Was war geschehen? Freni, die Mutterkuh, wurde mit Antibiotikum behandelt und die Behandlung zeigte Wirkung. Die Schmerzen verschwanden und der Tierarzt gab Christian die Erlaubnis, es noch einmal zu versuchen.
05.01.2010
Ex Laborhündin Daisy und ihre beste Freundin Kiara, die jetzt in meinem Privathaus Einzug gehalten haben, beginnen sich zu entspannen.
Kiara (l.) und die todkranke Daisy (r.) leben jetzt ganz nah bei mir
Ich frage mich selbst, wie ich damit leben soll, das Daisy Metastasen in der Lunge hat. Unsere Münchner Tierärztin wollte sie heute nachkontrollieren. Fritz Schaarschmidt ist heute zwar in der Münchner Klinik,um zwei Hündchen, Puppi und Gini, abzuholen, es leuchtet mir aber nicht ein, weshalb Daisy zu einer Untersuchung soll. Ihr Todesurteil steht fest, und ich bespreche mit der Tierärztin, dass wir den Termin stornieren können. Sie stimmt mir zu.
Ich schreibe eine Kolumne zum Thema des verstoßenen Elefantenbabys im Münchner Zoo Hellabrunn. Wenn Muttertiere ihre Kinder verstoßen, wie im Falle der kleinen Jamuna-Toni, dann ist der Grund meistens, dass die Mutter unerträgliche Schmerzen am Euter hat oder die Muttertiere unerfahren sind. Das Interesse an der Geschichte des Elefantenbabys ist ähnlichen Ursprungs wie Knuts und Flockes Schicksal.
Dabei denke ich an die Bilder, die mir eine Freundin neulich zeigte, als sie aus Kenia zurückkam. Ein Dutzend Elefantenbabys in einer Waisenstation.
Menschen machten diese Elefantenbabys zu Waisen
Ihre Herde wurde im Zuge einer Elfenbeinjagd grausam getötet. Die Station kämpft ums Überleben und ist so gut wie unbekannt. Da fehlt halt die Sensation, habe ich in meiner Kolumne geschrieben. Das Umkippen unseres Bildes von der Mutter und das schreckliche Wort vom Verstoßenwerden. Die Babys in Kenia sind Opfer unserer Gier. Aber damit haben wir offenbar zu leben gelernt.
Ich war gerade noch einmal bei Daisy und Kiara. Daisy ist neulich von Kantor gebissen und verletzt worden, weil sie ihm einen herumliegenden Knochen streitig machte. Sie wird nicht mehr lange genug leben, um zu verstehen, was alle anderen Hunde in meinem Haus wissen: Dass man einem alten Rüden nachsichtig Alles lassen muss. Die beiden Hündinnen waren mehr als 9 Jahre im Versuchslabor. Ihr soziales Verhalten ist nur sehr reduziert ausgeprägt. Das Schönste , was sie kennen, ist gefüttert zu werden. Sie sind hastig und schnell wenn sie fressen, einfach unerfahren mit Anderen. Deshalb wohnen sie jetzt in einem anderen Stockwerk, in meinem Schlafzimmer. Dort hat Kantor früher auch gewohnt, aber wegen der Lähmung seiner Hinterbeine ist er mit seiner Freundin, die Hündin Lucky, ins Erdgeschoss übersiedelt. Das hat auch seine Vorteile für ihn. Er darf beim Frühstücken im Stüberl mit dabei sein, und hat als Hund mit dickem Fell jederzeit die Möglichkeit, sich auf einen kühlen Steinboden zu legen. Außerdem nimmt er, trotz seiner Einschränkung, am alltäglichen Leben rege teil.
Daisy (im Körbchen l.) hat keine Erfahrung wie sie mit einem alten, dominanten Rüden umgehen muss...
Gestern Abend habe ich ihn zum Abendessen mitgenommen. Er wartet dann natürlich im Auto. Zur Belohnung bekommt er dann etwas vom Restaurant mitgebracht. All das liebt er und man merkt, wie er sein Leben genießt.
04.01.2010
Der heutige Tag stand ganz der Leiterin des neuen Aiderbichl Affen Refugiums zur Verfügung. Wir besprachen Dienstverträge, und es war beeindruckend was es dabei alles zu bedenken gibt. Zum Ende unseres mehrstündigen Gespräches haben wir uns über die Außengehege, die schon im Frühjahr eröffnet werden sollen, unterhalten.
Renate Foidl (l.) und Michael Aufhauser (r.) im Affen Refugium in Gänserndorf
Herbert Mackner, der derzeit Gut Aiderbichl in Deggendorf betreut, steht vor einem großen Problem. Mutterkuh Freni lässt ihren kleinen Sohn Lukas nicht trinken. Wir haben alles versucht, auch die Ruhigstellung der Kuh. Es war vergeblich. Wir haben beschlossen Lukas von jetzt an mit der Falsche zu ernähren. Der Tierarzt erklärte uns, dass Freni eine schmerzhafte Euterentzündung hat.
Freni und Lukas, am Geburtstag Lukas geht es gut mit der Flasche
Sophie, eine weitere Kuh hat ebenfalls ein Kalb bekommen.Die kleine LeniLou.
Sophie und LeniLou, bei ihnen passt alles... sogar schon ein kurzer Ausflug im Schnee!
Beide Muttertiere sind schon so lange bei uns, dass eine Deckung vor ihrer Rettung nicht in Betracht kommen kann. Also fand ein offenes Gespräch zwischenGabi Wirths(war im letzten Jahr für Deggendorf zuständig) und mir statt. Sie gestand mir, dass einer unserer Jungbullen offensichtlich zu spät kastriert wurde. Weiteren Nachwuchs sollten wir allerdings nicht erwarten. Ihr Wort in Gottes Ohr!
Und schon wieder trifft ein gerettetes Pferd auf Gut Aiderbichl in Henndorf ein. Es handelt sich um eine extrem arme Stute. Ihre Besitzer ließen sie leiden und im Stich. Eine außergewöhnliche Allianz meldete sich beiDieter Ehrengruber. Eine Tierschützerin und ein Viehhändler. Ihnen tat diese Stute derart leid, dass sie gemeinsam um die Aufnahme von Roxette baten. Direkt zu uns konnten wir sie nicht bringen. Ein langer Klinikaufenthalt war notwendig. Jetzt ist sie hier und Alles ist gut.
Stute Roxette war Wochenlang in der Pferdeklinik und wurde dort gesund gepflegt
03.01.2010
NeueBilder aus Korfu und eine berührende Mail der dankbaren Judy Quinn. Sie könnte nicht glücklicher über das Stallzelt sein, das wir ihr nach Griechenland geschickt haben.
Die Eselfamilie von Judy Quinn lebt jetzt trocken und vor Wind und Wetter geschützt, dank unserer Paten
01.01.2010
Für eine Kalbin, aus der Nähe von Nürnberg, soll der Neujahrstag der schönste in ihrem Leben sein. Christian Kögl holt sie aus ihrem Stall mit Spaltenboden. Sie leidet an Atemnot und versuchte ständig, ans Fenster zu kommen, berichtete eine Tierschützerin, die uns auf das Schicksal der Kalbin Empress aufmerksam machte. Ich male mir aus, was sie mitgemacht haben muss. Bei Pferden stellt sich schnell heraus, ob ein Tier allergisch auf Heustaub reagiert. Den Tierärzten begegnet diese Krankheit sehr oft. Auf Gut Aiderbichl in Henndorf haben wir für heustauballergische Pferde eigens Stallungen gebaut. Ich nehme an, dass es sich bei der Kalbin ebenfalls um eine Allergie handelt und glaube nicht ganz, dass es eine verschleppte Lungenentzündung ist. Empress hat jetzt reichlich frische Luft, und es geht ihr bereits sichtbar besser.
Christian Kögl bringt Empress auf Gut Aiderbichl in Deggendorf
Silvester 2009
Schon seit Tagen leiden unsere Hunde. Ihr Hörvermögen ist 15x stärker als das unsrige. Leider veranstalten die Menschen ins unserer Nachbarschaft eine Art Probeschießen mit ihren Feuerwerkskörpern.
Ab 17 Uhr wird es ernst. Lucy, Paco und viele andere Hunde weigern sich, nach draußen zu gehen. In ihrer Vorgeschichte müssen Gewehrschüsse eine dramatische Rolle gespielt haben. Ich ziehe mich mit den ängstlichen Hunden in mein Schlafzimmer zurück. Später kommen die anderen dazu, und wir verbringen die Zeit bis 2 Uhr früh, gemeinsam mit den zwei ehrenamtlichen Hundepflegern Luise und Lothar, bei geschlossenen Jalousien und laut eingestelltem Fernsehprogramm. Paco und Lucy liegen zitternd auf meiner Brust. Viel Geld wird heute Nacht sinnlos in die Luft geschossen. Vielen Menschen scheint es egal zu sein. Das Leid der Tiere sowieso.
30.12.2009
Tierpflegerin Niki aus Kärnten meldet sich bei mir und bittet, zwei kleine Hündinnen, die sie erst kürzlich aus völlig verwahrloster Haltung auf Gut Aiderbichl Kärnten aufgenommen hat, zu einer gründlichen Untersuchung nach München bringen zu dürfen. Puppi ist eine Dackelhündin, ca. 13 bis 14 Jahre, und das Rehpinscherweibchen Gini ist bereits 17 Jahre alt. Sie fressen wenig und schlafen viel. Es gibt kaum Hoffnung, dass jemand die beiden hochbetagten Hündinnen bei sich Zuhause aufnehmen würde. Also werden sie den Rest ihres Lebens mit uns verbringen. Vielleicht haben sie Glück und ein tierliebender Mensch übernimmt für sie eine Patenschaft.
Nicht selten trifft das Schicksal ältere Hunde mit voller Härte
Wir müssen sicherstellen, dass die beiden Tiere nicht an versteckten Problemen oder Krankheiten leiden und beschließen, sie zur genauen Klärung ihres Gesundheitszustandes, zunächst in die Uniklinik nach München zu bringen.
Aber auch auf Gut Aiderbichl Frankreich haben wieder Tiere ein neues Zuhause gefunden. Max, Chinook und Aladin sind in Henndorf zu engen Freunden geworden. Weil sie am liebsten über die Weiden galoppieren und das in Henndorf momentan nicht immer möglich ist, durften sie nach Frankreich übersiedeln.
Aladin (l.), Max (m.) und Chinook (r.)
Der brave Wallach Mr. Smith, aus der Schweiz, ist mittlerweile in Frankreich eingetroffen und hat hier sicherlich, im Kreise unserer Pferdeherde eine glückliche Zukunft vor sich. Sein Besitzer hat es sich nicht nehmen lassen, eine Vollpatenschaft für ihn abzuschließen.
Mr. Smith aus der Schweiz
Kätzchen Grisette wurde von einem Nachbarn mit einem schwerverletzten Hinterbein gefunden. Das Beinchen musste ihr abgenommen werden. Auf Gut Aiderbichl Frankreich beginnt jetzt ihr neues Leben. Vielleicht findet sie trotzdem in unseren Breitengraden einen Paten.
Grisette ist auch auf drei Beinchen glücklich
Unsere Weiden in Frankreich werden derzeit drainagiert. Ein großer Aufwand. Im Frühjahr, sobald das Barometer dauerhafte 10° erreicht hat, säen wir ein, und im Sommer wird man von den Drainagearbeiten nichts mehr sehen.
So sieht eine Weide nach der Drainagierung aus
Die Witterung erlaubt es uns, die Boxen so zu gestalten, wie die Aiderbichler Pferde es gwohnt sind. Mit gegenseitiger Kontaktmöglichkeit.
29.12.2009
Im Verbund der Aiderbichler Gnadenhöfe ist der Sonnenhof im bayerischen Rottenbuch etwas ganz Besonderes. Die beiden Gründerinnen, Renate Thyssen-Henne und ihre Tochter Dr. Gabriele Begum Inaara Aga Khan, haben dort ein Projekt ins Leben gerufen, mit dem kranken und traumatisierten Kindern mit geretteten Hunden zu neuem Lebensglück verholfen wird.
Die folgende Geschichte ist an Tragik nicht zu überbieten und wurde dennoch zur schönsten Weihnachtsgeschichte.
Am 29. Oktober 2009 machte sich Tierpflegerin Katja auf den Weg in die Kinderrehabilitationsklinik in Gaißach bei Bad Tölz. Die 10-jährige Smilla ist chronisch krank und muss deshalb oft Wochen, in Begleitung ihrer Mutter in der Klinik verbringen. Sie hat sich sehnlichst den Besuch eines Hundes vom Sonnenhof gewünscht. Prof. Dr. med. Bauer berichtet:
Kinder teilen oft den Hunden vom Sonnenhof mehr mit, als uns. Ihre Ängste verflüchten sich, wenn sie Zeit mit den Therapeuten auf vier Pfoten verbringen dürfen.
Tierpflegerin Katja hat den Podenco-Schnauzer-Mix „Golfo“ mitgebracht. Er wurde aus einer Tötungsstation in Madrid vor 5 Monaten gerettet. Die letzten Monate hätten für ihn nicht schöner sein können. Der Sonnenhof verfügt über viel Platz und außergewöhnlich schöne Hundezimmer, in eigens dafür errichteten Holzhäusern. 10 Pfleger kümmern sich täglich um die 50 armen Hunde dort. Heute sollte Golfo das erste Mal zum Einsatz in einer Kinderklinik kommen.
Smilla und Golfo
Smilla und Golfo verbrachten über eine Stunde zusammen im Garten der Klinik. Golfo liebkoste die kleine Patientin und zauberte ein Lächeln in das Gesicht des Mädchens, das nicht schöner und positiver hätte sein können. Dann, kurz vor der Verabschiedung, ertönte das 12 Uhr-Läuten der nahe gelegenen Pfarrkirche. Dann geschah etwas mit Golfo, was wir alle nur erahnen können: Dieses Läuten erinnerte ihn an das unermessliche Leid, das den cirka 5-jährigen Hund traumatisch geprägt haben muss. Wie umgewandelt befreite er sich und lief kopflos und in Panik aus dem Ort. Gefolgt von mehreren Autos und Menschen, die ihn einfangen wollten. Golfos Panik wurde immer schlimmer. Nach Einbruch der Dunkelheit mussten die Verfolger erkennen, dass sie keine Chance haben. Der ängstliche Hund hat jegliches Vertrauen in den Menschen verloren. Alle hofften auf den nächsten Tag. Daraus wurden Wochen. Eine freiwillige Hundestaffel, Mitarbeiter des Sonnenhofes, Tierfreunde und Aiderbichl Mitarbeiter, das Radio, die Förster und Jäger und die Lokalpresse – hatten kein Glück.
Mal wurde er gesehen und schon war er wieder weg. Auch für dieses Wochenende, acht Wochen nach seiner Flucht, waren wieder Suchaktionen geplant.
Dann, am 23. Dezember um 20 Uhr erreichte uns ein Anruf, den wir zuerst nicht fassen konnten. Golfo ist gefunden worden. 250 Kilometer von dem Ort entfernt, an dem er entlaufen war. In Mayrhofen im Zillertal. Ein dort lebender Belgier hatte den entkräfteten Hund gefunden und gleich zum Tierarzt gebracht.
Golfo und sein Retter
Mit Hilfe einer Chipnummer und dem Suchsystem Tasso konnte er identifiziert werden. Tierpfleger Steve Rosiska vom Sonnenhof sprang sofort ins Auto und machte sich auf den Weg. Glücklich schloss er Golfo wenige Stunden später in seine Arme. Golfo wurden sofort in die Universitätsklinik nach München gebracht. Es geht ihm, den Umständen entsprechend, gut. Er muss aber noch einige Tage aufgepäppelt werden.
Frau Dr. Med. Katharina Flatz bei der Erstuntersuchung von Golfo
Für Smilla und für uns alle war Golfos Heimkehr das schönste Weihnachtsgeschenk. Wir danken allen, die geholfen haben.
19.12.2009
Es ist wieder wie früher, ich sitze um fünf Uhr morgens beim Schreiben. Heute Nacht habe ich beängstigende Träume gehabt.
Ich denke,dass die Nachrichten vom Untergang des Frachtschiffes „Jenny FII“ damit zu tun haben. Die Meldung kam zwar schon vorgestern Abend das erste Mal, aber die jetzt bekanntgewordenen Detailsrufen viele Bilder in mir wach.
Zwei deutsche Schiffe,die zufällig in der Nähe des Unfallortes, 20 Kilometer vor der libanesischen Hafenstadt Tripolis,unterwegs waren,retten Besatzungsmitglieder aus der kalten See.
Viele Menschen werden vermisst,und sechs Personen konnten nur noch tot geborgen werden.
Ich kenne die Größe dieser Ozeanriesen und war selbst oft auf Schiffen unterwegs. Ich kann mir die drei Meter hohen Wellen vorstellen und die stürmische See. Ich denke an die Menschen, andie Arbeiter auf dem Schiff, die meist aus Ländern der dritten Welt kommen. Sie durften nicht lange darüber,nachdenken von wem und für welchen Zweck sie angeheuert wurden. Ihnen muss alles recht sein. Es gehtum das Überleben ihrer Familien,die sichin aller ärmlichsten Verhältnissen befinden.Ich stelle mir vor,wie sie jetzt verzweifelt um ihr Leben kämpfen.Meine Ergriffenheit lähmt mich.
Stoisch schalte ich mit der Fernbedienung mein TV-Gerät ein. Da läuft gerade eine Wiederholung der Krimiserie „Siska“. Eine Münchner Villenvorstadt - Szene im Hauseeines Millionärs. Genug,ich schalte wieder aus und denke dennoch darüber nach. Ist es dieWelt der Villen, von der wir träumen? Ölgemälde, ein Flügel, Golfrasen und Pool? Lebt der Reeder des Schiffes,das gerade gesunken ist, in so einer Villa? Oder der internationale Viehhändler? Sehen sich diese Menschen in ihrer Welt um und denken, es habe sich gelohnt?
Können diese Menschen verdrängen, dass ihre in eiskaltem Meer treibenden Arbeiter wahrscheinlich Väter von Kindern sind und nunvielleichtqualvoll sterben müssen?
Mir ist in der Berichterstattung über die Schiffskatastrophe aufgefallen, dass in Nebensätzen erwähnt wurde,es handele sich um eine Ladung lebender Tiere. Mal waren es 10.000 Rinder und Schweine, dann wieder 28.000 Schafe und Rinder. Man glaubt zuerst,man habe sich verhört. Aber wir wissen, dass über 40.000 Schafe auf so einem Schiff Platz haben. Erst vor nicht langer Zeit sind 26.000 bei einer ähnlichen Schiffspassage bei lebendigem Leib verbrannt. Man möchte das beinahe verdrängen, jedenfallshoffen, dass so etwas nie wieder passiert.
Wären die Tiere Öl gewesen, dann wüssten wir jetzt bereits die genaue Tonnenzahl und die Größe des Ölteppichs,der sich auf die Küste zu bewegt. Umweltschutzhat einen hohen Stellenwert bei den Menschen bekommen, nicht zuletzt weil in ihm zu erkennen ist, dass wir selbst betroffen sind.
Noch etwas war den Nachrichten zu entnehmen: Das Frachtschiff verließ am 29. November den Hafen in Uruguay. Zu dem Unglück kam es am 12. Dezember. Der Transport dauerte also bereits zwei Wochen. Und wieder holen mich Bilder ein, die ich in meinem Leben schon einmal gesehen habe. Wie Rinder und Schafe tagelang zur Ablegestelle transportiert werden, wie sie brutal und rücksichtslos in den Rumpf des Transportschiffes getrieben werden.
Gut Aiderbichl betreut über 1.500 Tiere, davon 400 Pferde, 300 Rinder und 250 Schafe und Ziegen. Dafür beschäftigen wir 150 Mitarbeiter. Wenn auf dem Schiff an die 30.000 Tiere, also 20 Mal soviel wie auf unseren Gütern, regelrecht zusammengepfercht waren, wird mir übel bei dem Gedanken, dass die gesamte Besatzung aus weniger als 100 Menschen bestand. Die Zustände an Bord dieser Schiffe muss unglaublich grausam sein.
Ich denke auch darüber nach, dass das Unglück und das qualvolle Ertrinken aller Tierekein schlimmerer Tod gewesen sein kann als jener, den sich die Menschen für sie ausgedacht hatten.Auch die
kranken Tiere, wären nach Ankunft gröber entladen worden als irgendwelche Paletten. Dann auf primitivste Transporter verbracht, auf weite Wege verfrachtet, um letztendlicheinige Tage später bei vollem Bewusstsein geschächtet zu werden. Verstümmelungen werden dabei herzlos in Kauf genommen.
Zum Schluss denke ich noch einmal an die Seeleute in Not. An die Kinder, die an Weihnachten umsonst auf ihren Papa warten. Dass
wir alle einem System angehören, das Macht und Profit für einen kulturfähigen Aspekt unseres Lebens hält. Dass wir den Wunsch haben, so zu leben wie jene, die vermeintlich alles haben. Und dass
wir uns angewöhnt haben, nicht mehr viel zu hinterfragen. Die Medien haben darüber berichtet, dass die Besatzung des Schiffes
„Jenny FII“ vor dem Untergang den Film „Titanic“ angesehen hat,
aber nicht darüber, dass zig Tausende Tiere qualvoll umgekommen sind.In dieser Art der Berichterstattung verbirgt sich eine traurige Einschätzung der Menschheit.
17.12.2009
Es ist noch so viel, was ich zu berichten hätte. Mir fehlt leider die Zeit. Etwas möchte ich noch erwähnen. Markus Leitner hat mirsoebenBilder der Baustelle auf dem Aiderbichler Köglerhof in Kärnten zugesandt. Das Wetter war auf unserer Seite und deshalb glaube ich daran, dass die neu errichteten Anlagen noch in diesem Jahr in Betrieb genommen werden können.
Die beiden Wildunterstände in unserem vier Hektar großen Wildgehege stehen kurz vor ihrer Fertigstellung. Hirsche und Rehe brauchen, wenn sie in einem Gehege leben, einen trockenen Fütterungs- und Ruheplatz. Der Untergrund muss ordentlich unterkoffert sein. An alle Details ist zu denken, auch an winterfeste Tränken und Anfahrtswege mit Geräten.
Die neu errichtete Stallhalle ist doppelstöckig. Sie beherbergt geräumige Boxen, einen Heizraum, eine Garage und im Obergeschoss eine Winter - und Sommeranlage für Kleintiere. Hasen und Geflügelanlagen die so konstruiert sind, dass kein Marder oder Iltis einbrechen kann und das die Tiere auch vor Raubvögeln geschützt ein Leben im Freien haben.
Diese Bilder entstanden am 17.12.2009. Die Fertigstellung ist wetterabhängig und sollte in zwei Monaten endgültig abgeschlossen sein.
16.12.2009
Heute habe ich mit der behandelnden Ärztin der Ex-Laborhündin Daisy gesprochen. Sie erinnern sich?Daisy verbrachte 9 Jahre in einem Versuchslabor.Dank unserer Kontakte zu Menschen dort, die sich große Sorgen um die Tiere gemacht haben, durfte sie mit vielen anderen zu uns kommen. Bei ihr und bei der Hündin Kiara wurde Krebs festgestellt. Nach der ersten Operation hatten wir Hoffnung, dass der Krebs noch nicht gestreut hat. Auch nach der zweiten Untersuchung. Jetzt steht leider fest,Daisy hat kein Glück gehabthat – ihre Lunge und andere Orange sind von Metastasen befallen. Weil die beiden Hündinnen Krebs haben, behielten wir sie und richteten ihnen ein schönes Zimmer auf Gut Aiderbichl in Bayern ein.
Ich habe nach dem Bericht von Daisy, sofort darum gebeten,dass die Beiden jetzt bei mir zuhause Einzug halten. Gemeinsam mit meiner Hausangestellten und den Pflegern,werden wir es schaffen,dass Daisy die nächsten Wochen und Monaten glücklich sein wird. Wir werden ihr jeden Wunsch von den Augen ablesen. Ich habe mich zu ihr auf den Boden gesetzt,und wir haben lange miteinander geschmust. Auch Kantor und die anderen Hunde finden Daisy und Kiara einfach wunderbar.
Daisy u. Kiara sind seit zwölf Stunden in meinem Haus in Salzburg und fühlen sich offensichtlich schon sehr wohl.
Immer wieder denke ich daran, wie tapfer sie sind, nach Allem was sie erlebt haben. Danke Ihnen / Euch liebe Aiderbichler, dass es möglich ist, Mitgeschöpfen wie diesen Beiden, wenigstens ein bisschen helfen zu können.
Viele Aiderbichler erkundigen sich nach Kantor. Er kommt mit seiner Behinderungder Hinterbeine gut zurecht. Mittlerweile haben wir eine Routine entwickelt.Ganz früh morgens binden wir ihm die Gliedmaßen der Hinterbeine ein,die er nachzieht und am Abend befreien wir ihn wieder von den Verbänden. Ich habe das Vorhaus und den Wirtschaftsraum sowie den Vorhof mit Schaumstoffteppichen auslegen lassen. Sie können sich nicht vorstellen wie glücklich dieser Hund ist. Am liebsten nimmt er Quietschbälle und Gummifiguren und beisst auf ihnen herum damit sie quietschen. Jetzt kommt das Beste, dabei tut er so etwas wie „mitsingen“. Ein klarer Ausdruck seines Wohlgefühls. Das, was er am meisten liebt, ist wenn wir beide spazieren fahren. Dann bellt er Radfahrer und fremde Hunde aus dem Auto an. Wir halten dabei häufig an, damit er die Gerüche aufnehmen kann und Ausschau nach denen hält, vor denen er mich beschützen möchte. Der Höhepunkt seines Lebens besteht darin, Gut Aiderbichl zu besuchen,am Abend oder ganz in der Früh wenn keiner dort ist. Mein Auto lässt sich absenken und zur Abfederung lege ich ein Kindertrampolin vor dem Ausgang des Autos. Mit einem Satz springt Kantor heraus und dann markiert er – etwas umständlich aber mit inständigster Hingabe. Kantor ist einfach ein Profi in allen Sachen. Geduldig erlaubt er mir dann, ihn wieder ins Auto zu heben.
Seine Besserung verdankt Kantor hauptsächlich einem Medikament aus der Schweiz
Ich kann den vielen Aiderbichlern nicht genügend danken,für die Ratschläge,die sie mir zu Kantors Erkrankung gegeben haben. Seine hintere Partie war völlig regungslos.Dann schrieb mir eine Aiderbichlerin von einem Mittel, das es in der Schweiz gibtund das ihrem Hund, mit ähnlicher Krankheitsgeschichte,zu einem sehr lebenswerten Leben verholfen hat. Das verabreichen wir ihm täglich. Zuerst begann er ein Beinchen wieder einzusetzen. Er schiebt damit an. Zu Tränen gerührt stand ich neulich auf der Treppe. Kantor freute sich auf mein Kommen und auf einmal bemerkte ich, dass er wieder mit dem Schwanz wedeln kann.Ich werde die Hoffnung nie aufgeben, nicht für Daisy und auch nicht für Kantor.
Klicken Sie auf den Bildschirm und sehen Sie einige Glückssekunden von Kantor!
12.12.2009
Es gibt einen neuen, erhabenen Moment auf Gut Aiderbichl. Wenn Paul Kaiser sein Signal gibt, dass seine Tierpräsentationen beginnen. Menschen, gemeint sind unsere Pfleger, die seit 7 Uhr morgens oder schon früher ihren Dienst tun, werfen noch schnell einen Blick in den Spiegel, fahren sich über das Haar und tauschen ihre schmutzigen Stalljacken gegen saubere aus. Immerhin nehmen sie an einem ganz wichtigen Geschehen auf dem Gut teil: Die Präsentation von Paul Kaiser, die er zwei bis dreimal am Tag macht. In einem großen Zelt wurde, eigens dafür, ein gesichertes Quadrat eingerichtet, und damit die Beleuchtung auch festlich ist zur Weihnachtszeit, hängen zwei große Lüster vom Zeltdach. Paul Kaiser betritt seine „Bühne“. Wer jetzt glaubt, dass dressierte Tiere,mit einem Buschen auf ihrem Kopf, vorgeführt werden, täuscht sich gewaltig. Die Ärmsten der Armen dürfen kommen und sich vorstellen. Begleitet von ihren Pflegern. Es ist als wollten sie sagen: „Seht mich an, ich danke Euch und habe Euch verziehen.“ Was Tiere von uns – und bezeichnenderweise auch vonMenschenaffen -unterscheidet, ist dass sie einem Plan der Schöpfung folgen, der Vergessen und Verzeihen immer beinhaltet. Hier können wir viel von ihnen lernen. Sie alle haben viel mitgemacht. Paul Kaiser erzählt, dass es ihnen jetzt gut geht, sie glücklich sind und nach vorne sehn. Kinder kommen aus dem Staunen nicht heraus,als der 300 kg schwere Eber „Rudi“ den Raum betritt. Noch nie, haben sie einem Schwein der „Nutztierrasse“ Pietrain, so nahe kommen können.Paul Kaiser erzählt dass man dieser Rasse extra Rippen angezüchtet hat,und ein kleines Mädchen schaut zu seinem Vater hinauf und fragt warum? Paul Kaiser erklärt,dass es sich rentiert,für die „Fleischindustrie“, denn wenn der Betrieb 30 000 Schweine hält, ergeben die zusätzlich angezüchteten Rippen 60 000 extra Koteletts. Der Vater des Kindes ist Aiderbichler und verspricht einen Besuch bei Basti und Reni, unseren Wildschweinen. Dort kann er zeigen, wie die Natur einen Schweinerücken vorgesehen hat.
Wenn Eber "Rudi" Pause hat, springt "Gusti" bei den Präsentationen ein
11.12.2009
Vor einigen Monaten erhielt ich eine Mail aus Griechenland, die mich mindestens eine schlaflose Nacht kostete. Die Eselretterin Judy Quinn beschrieb mir ihre Gefühle. Bei dem letzten Transport von geretteten Eseln aus Griechenland kamen zwar alle Esel bei uns in Henndorf an, aber schon kurze Zeit darauf starb der Erste. Als dann auch noch ein Zweiter und ein Dritter verstarb,wurde unsere Verzweiflung immer größer. Kurz darauf erfuhren wir, dass einige der Tiere Streptokokken im Blut hatten.Eine Krankheit, die wie eine Grippe einem gesunden Tier nichts ausmacht und vorübergeht. Befällt sie jedoch schwache und alte Tiere, kann sie zum Tod führen. Judy schrieb mir in völliger Verzweiflung: „Wir haben sie doch mit dem besten Transporter geschickt, sie vor ihrer Abreise genaustes untersuchen lassen. Wir haben das Okay bekommen, sie auf die Reise zu schicken. Es ist nicht unser erster Transfer zu Euch gewesen. Und noch nie ist etwas Ähnliches passiert. Lieber Michael was sollen wir denn tun? Ich hänge an jedem einzelnen Tier,und ich weiß, dass Ihr die besten Ärzte habt.“
Für diejenigen, die die Geschichte unserer griechischen Eseln nicht kennen, sei erzählt: diese Esel wurden von ihren Besitzern in den meisten Fällen verstoßen. Zu alt und zu nichts mehr brauchbar. Früher mag das für die Esel eine Art Geschenk gewesen sein. Heute, wo jeder das Seine einzäunt,verhungern und verdursten sie meistens. Judy Quinn sammelt sie auf und versorgt sie.
Sie hat in Griechenland ein neues Grundstück gekauft. Jetzt fehlt ihr das Geld für Stallbauten. Was sie jedoch machen möchte, ist- wenn immer möglich -die aufgenommenen Tiere bei sich behalten. Die Winter in Griechenland sind nicht zu unterschätzen. Stürme, eiskalte Winde und kalten Regen gibt es in jedem Winter.
Apostolis M. ist Grieche und Aiderbichler Pate. Er machte sich von München aus mit einem großen LKW auf den Weg nach Korfu. Dieses Bild entstand auf einer Fähre. Die Esel warten auf ein Stallzelt, das er bringt.
Und weil Judy ein so unglaublich wertvoller Mensch ist, den wir Aiderbichler in unser Herz geschlossen haben, habe ich sie und ihre geretteten Esel mit einem von uns gesponserten Zelt zu Weihnachten überrascht. Das istnicht einfach nur ein Zelt, es ist ein Stallzelt, wie wir sie auch auf manchen Höfen einsetzen. Der Grieche Apostolis, ein langjähriger Aiderbichler, machte sich, mit einem Lastzug undeinem Ingenieur,auf den weiten Weg nach Griechenland. Heute ist er zurück gekommen und zeigt mir die ersten Bilder.
Apostolis und der Ingenieur wurden von treuen Mithelfern von Judy Quinn empfangen. Der Aufbau des Stallzeltes dauerte zwei Tage. Nur kurz darauf kam ein Unwetter - das hatte die Esel nicht mehr zu interessieren.
11.12.2009
Eine Tierärztin meldet sich bei mir. Drei Burenziegen, die der Klinik in der sie beschäftigt ist, als Blutspenderinnen dienten, sind zu alt geworden. Ich stimmte ihrer Aufnahme sofort zu. Die Tatsache, dass sich immer mehr Ärzte in diesen und ähnlichen Situationen an uns wenden ist ein deutliches Signal, dass ein Umdenken begonnen hat.Es wäre ein leichtes für die Ärzte die Tiere einzuschläfern.Ein Handgriff, so zu sagen. Dass sich dennoch immer mehr Ärzte die Mühe machenund nach einem Gnadenhofplatz für diese Tiere suchen ist großartig. Aber auch, dass durch die vielen Aiderbichler und ihrem Engagement 18 Gnadenhöfe entstanden sind, die in diesen Fällen eine Alternative zur Einschläferungen bieten können.
Für die drei Ziegen gibt es noch keinen Namen, nur Plastikohrmarken. Vielleicht findet sich ein Pate.
Eine der Ziegen hat einen Tumor, den wir beobachten müssen, die andere etwas an den Klauen und die dritte eine Phobie, die ihr nicht ungelegen kommt.
Sie kann nämlich nicht weggesperrt werden, sonst bekommt sie einen Ausschlag. Am Tag nach ihrer Ankunft schritt sie das weitläufige Gut in Henndorf ab.Dann machte sie sich gleich an das „Trimmen“ der im Hof aufgestellten Weihnachtsbäume (natürlich ungespritzt).Wir sind machtlos, und sie sieht uns an als wollte sie sagen: „Ihr dürft mich ja nicht einsperren“. Und noch etwas hat sie klargestellt, wenn sie nicht in Begleitung ihrer beiden Freundinnen in Freiheit über das Gut wandeln darf, könnte es ebenfalls zu einem Ausschlag kommen.
Die Zeiten, in denen Menschen mit der Lupe zu uns gekommen sind, sind Schnee von gestern. Die Besucher von heute freuen sich über abgenagte Christbäume genau so und lachen.
09.12.2009
Aiderbichler Pferdewirtin Martina entstammt einer Bauernfamilie. Ihre Familie geht sehr sorgsam mit den Rindern um. Heute nimmt sie mich zur Seite und fragt mich unsicher, ob sie um einen persönlichen Gefallen bitten dürfe. Ihre Kuh Gänseblümchen, bei deren Geburt sie selbst mithalf, muss vom Hof. Sie vermutet, wie so viele Bauern, dass die zur Pflicht gewordeneImpfung gegen Blauzungenkrankheitnicht unschuldig ist daran, dass das letzte Kalb von Gänseblümchen tot zur Welt kam, und sie nicht neu aufnehmen kann. Gänseblümchen durfte sofort kommen.
Matina Neureiter und ihre Kuh Gänseblümchen - sie darf bei uns weiterleben
06.12.2009
Ich bin mit dem Schneiden, Texten undAussuchen der Musiktitel sehr beschäftigt. Es geht um die Zuspieler für die Weihnachtssendung.
Viele tausend Menschen kommen jede Woche auf das Gut. Weil sie meine Bücher und den Kalender 2010 für sich oder als Geschenk von mir gewidmet haben möchten, bin ich ohnedies schon völlig ausgelastet.
Frau Dr. Spielvogel ruft mich zu Hahn Abel, der zur Rasse der modernen Masthühner gehört. Es geht ihm schlecht und er kann sich nicht mehr aufstellen. Abel lebt seit einigen Tagen auf trockenen Tüchern in seinem Gehege damit er sich nicht wund liegt. Ich hatte die Hoffnung nicht aufgegeben, dass er sich erholen wird. Ich setze mich besorgt zu ihm.Er zeigt, dass er gehen möchte.Ganz friedlich schläfert ihn Frau Dr. Spielvogel ein. Er ist nicht einmal zwei Jahre alt geworden.Ein Hahn einer alten Rasse kann 15 Jahre alt werden.Allerdings hat er viermal so lange gelebt, wie seine Artgenossen der Mastzucht. Er gehörte, traurigerweise, zur Hybridenzucht, die Masthühner in 29 Tagen zur Schlachtreife wachsen lässt. Aus meiner Sicht ein offensichtlicher, großer Sündenfall der Menschen. Sein Bruder Kain lebt noch. Der Einzige von vielen, die wir aufgenommen hatten. Er lebt, weil wir ihm Antibiotikum unter das Futter mischen. Sonst wäre er nicht lebensfähig, erklärte mir eine Tierärztin. Bei diesen Hühnern kann man nicht von einer Rasse sprechen. Sie sind durch ihr großes, unnatürliches Gewicht und die nicht entsprechenden Organe von Anfang an nur begrenzt lebensfähig. Ein Mahnmal, wozu wir Menschen im Stande sind. Ihr Preis ab Hof beträgt 37 Cent. Das sagt viel aus, über unsere Wertschätzung dieser Tiere.
Abel (l.) und Kain (r.) gehören zur Rasse der modernen Masthühner
30.11.2009
Eintierlieber Tierarztagiert vor Ort. Der Besitzer zweier Kutschpferde stand vor einem Problem. Der Wallach ist lungenkrankund soll geschlachtet werden. Die dazugehörige Stute, mit ähnlicher Fellfarbe, was soll er damit anfangen? Da erzählte der Tierarzt von Gut Aiderbichl als Lösung für Beide. Sie riefen bei mir an und nachdem ich,seit nunmehr über 10 Jahre, Pferden aus ähnlichen Situationen übernehme,brauche ich keine weiteren Erklärungen. Max und Bobby Mc Gee dürfen kommen.
Max (l.) und Bobby Mc Gee (r.) können wegen der Kälte noch nicht gewaschen werden.
25.11.2009
Mistral kommt auf Gut Aiderbichl in Henndorf an. Er wird vom Pferdearzt empfangen und sein Krankenbericht an die Pferdewirtinnen weitergegeben. Er darf vorerst nicht über die Weiden und Koppeln jagen…
Mistral bleibt wegen seiner Sehnenerkrankung auf Gut Aiderbichl Henndorf
Hans Wintersteller wurde in der Schweiz von der Polizei aufgehalten. Alle Tiertransporte an diesem Tag wurden kontrolliert. Die Polizisten bemerkten, dass dieses Erlebnis, einen Aiderbichler Transport aufzuhalten, der schönste Aspekt des Tages war. Die Einstreu und die Art und Weise gefiel ihnen. Vor allem aber, dass Mistral in ein neues, glückliches Leben fährt.
24.11.2009
Letzte Woche sprach ich mit Beatrice Bürchler-Keller. Sie wusste von einem Pferd, das jetzt 20 Jahre alt ist und ein Sehnenproblem hat. Sein Besitzer wolle sich von ihm trennen. Hans Wintersteller fährt von Frankreich aus in die Schweiz um Mistral zu uns zu holen. Er übernachtet dort.
23.11.2009
Nico, Nanda, Novak und Naron kamen im letzten Jahr aus der Schweiz auf Gut Aiderbichl in Deggendorf. Gerade für sie halte ich jetzt eine Übersiedlung nach Gut Aiderbichl Frankreich für sinnvoll. Sie sind voll Energie, vertrauen dem Menschen und sie sind kerngesund. Die großen Flächen in Frankreich und das milde Klima wird ihnen gefallen. Heute macht sich Hans Wintersteller auf den Weg,um die vier nach Frankreich zu bringen.
Unsere Vier aus Deggendorf sind auf Gut Aiderbichl Frankreich übersiedelt
04.11.2009
Hans Wintersteller holt heute in der Schweiz 3 Freiberger Fohlen ab. Sie haben keinen privaten Käufer gefunden. Das bedeutet, dass sie als Fohlen geschlachtet worden wären. Hans fährt über 800 Kilometer und bringt sie in ihre neue Heimat Gut Aiderbichl Frankreich, wo Beatrice Bürchler-Keller und ich auf sie warten.Wir machen Aufnahmen, die zu Weihnachten ausgestrahlt werden.Viele Gedanken gehen durch meinen Kopf. Warum züchten wir, wenn wir zum Schluss die Fohlen doch nicht wollen. Sie stehen an der Schwelle ihres Lebens und sind wie Kinder.Als sie den Stall betreten, sind wir ergriffen.
Michael Aufhauser (l.), daneben Gabi Wirths, in der Mitte Bernard, daneben Hans Wintersteller und Beatrice Bürchler-Keller
Von den drei halbjährigen Fohlen, hat noch keines eine Patenschaft!