Unsere Herde von Lamas wird immer größer. Sie sind zu uns gekommen, weil sich ihre Besitzer von ihnen abgewandt haben, weil ihre Zeit im Tierversuch abgelaufen war oder weil sie im Zirkus überflüssig wurden. Lesen sie auch über Katzen in Not, Esel als Gastgeber ....
Lamas eilt nicht immer ein guter Ruf voraus. Sie würden mit den Vorderfüßen nach Menschen schlagen und spucken. Können wir so nicht bestätigen. Manche von ihnen kommen wirklich ängstlich und scheu zu uns. Mit großem Respektabstand säuberten Anfangs die Pfleger ihre Gehege. Nicht dass etwas passiert, dachten sie. Dabei war das völlig überflüssig. Wie alle Tiere spüren sie schon nach kurzer Zeit, dass ihnen auf Gut Aiderbichl niemand ein Leid antun möchte. Als auf Gut Aiderbichl in Henndorf die beiden unkastrierten Stiere, die Zweisamkeit offensichtlich etwas monoton fanden, gesellten wir Bulli und Guno, Sulaika und Tamka zu ihnen. Daraus wurde eine richtige Tierfamilie.
Tamka, Guno, Bulli und Sulaika genießen Ihr Leben in vollen Zügen auf Gut Aiderbichl in Henndorf.
Als wir neulich viele Tiere von einem Zirkus übernahmen war auch die Lamastute Schneeflocke mit ihrem Kind Leo und die trächtige Lamastute Selma darunter. Sie leben gemeinsam mit der Aiderbichler Kameldame Franziska auf dem leider noch nicht besuchbaren Gut Aiderbichl Iffeldorf.Auch hier schwärmt Gutsverwalter Johann Süss nur in den höchsten Tönen von ihnen. Könnte es sein das Lamas nur dann aggressiv sind wenn sie Angst haben und von Menschen traktiert werden.
Auch Schneeflocke, auf Gut Aiderbichl Iffeldorf, braucht sich keine Sorgen mehr zu machen.
Sie können mit einer symbolischen Patenschaft von einem Lama dazu beitragen, dass wir immer wieder Lamas in Not helfen können.
Ein trauriges Katzenjahr
In unserem letzten Gut Aiderbichl Magazin haben wir darüber berichtet, dass uns immer mehr Katzenschicksale erreichen. Wir helfen wo immer wir können. Aber man darf natürlich nicht vergessen, dass wir kein Tierheim sind und Katzen, wenn überhaupt nur in den seltensten Fällen vermitteln. Auch sie dürfen bei uns bleiben, bis an ihr natürliches Lebensende. Deshalb müssen wir ihnen auch ein Leben bei uns bieten, das sich jederzeit mit einem guten Privatplatz messen kann.
Aiderbichlerin Beatrice Bürchler-Keller hat unsere verzweifelte Lage erkannt und uns große Räume in Frankreich zur Verfügung gestellt. Schon in dieser Woche werden dort 17 Katzen (Freiläufer) einziehen. In Begleitung ihres persönlichen Pflegers. Auf dem 60 ha großen, von einer hohen Mauer umgebenen Anlage, auf Gut Aiderbichl Frankreich, können wir sie dann, nach ihrer Eingewöhnungszeit freilassen.
Unser neu entstehendes Katzenparadies in Frankreich
Unsere glücklichen Katzen auf Gut Aiderbichl Frankreich
In der Schweiz, haben wir bei St. Gallen ein Katzenhaus übernommen. Und in Kilb soll ein großes Katzenhaus mit einem hohen Zaun entstehen. Hier fehlt uns noch das notwendige Geld. Bei der letzten Patenreise haben wir spontan über 5000 € für das Katzenhaus von den Aiderbichler Paten gespendet bekommen. Zu unserer großen Überraschung hat sich Aiderbichler Gerd Viehbig bereit erklärt, zu verdoppeln.
Eine Würzburger Familie hat uns ein riesiges Haus mit Patios und einem großen Garten angeboten. Auch hier könnten über 100 Katzen in Sicherheit ein traumhaftes Leben führen. Ohne Käfige mit ihren persönlichen Pflegern. So glücklich, wie die Katzen in unserem Aiderbichler Katzenhaus in Fridolfing und in der Katzenvilla in Deggendorf.
Nur in dieser Woche kamen weitere zehn Katzen zu uns. Viele kleine Kätzchen, zum Sterben ausgesetzt. Verklebte Augen…. Wir haben sie aufgenommen. Weil wir daran glauben, dass die Gut Aiderbichl Katzengemeinde uns helfen wird, dem namenlosen Leid dieser Ärmsten der Armen entgegen zu treten. Bitte helfen sie mit.
Esel als Gastgeber
Zunächst die gute Nachricht vorweg. Gut Aiderbichl baut in kürze eine neue geräumige Eselhalle. Beheizt. Zwei Aiderbichler Paten übernehmen zur Gänze die Kosten.
Unsere große Eselherde erhält beinahe jeden Monat Zuwachs. Erst kürzlich ist Ludwig aus dem Zirkus auf Gut Aiderbichl in Deggendorf eingezogen. Zur großen Freude von Esel Pinochio und Rudi. Gemeinsam mit Maria und Tabea eifern sie den Eseln aus Henndorf nach. Sie kommunizieren mit den Gästen. Wenn diese über ihr Schicksal erfahren, zum Beispiel dass Maria jahrelang an einem Wasserrad in Ost-Europa angebunden war, verstehen sie spätestens dann, dass der Mensch genau so schlecht mit ihnen umgeht, wie mit anderen Tieren.
Esel Ludwig gewöhnt sich langsam an ein Leben in Freiheit und mit viel Zuwendung.
Maria und Tabea genießen ihr Leben in vollen Zügen.
In Henndorf ist die Palette der Schicksale noch größer. Esel von Pferdemärkten, die wegen ihres Fleisches (Original Salami) angeboten werden und solche, die in Griechenland zum Verhungern ausgesetzt wurden. Letztere nach einem arbeitsreichen Leben auf steilen Olivenhängen.
Aber auch in unseren Breitengraden wird diesen wunderbaren, intelligenten Tieren viel Unrecht angetan. Zunächst will man sie haben und dann wieder nicht. Dann stehen sie, in Reih und Glied, in den großen Hallen der Pferdemärkte und rufen um Hilfe. Gut Aiderbichl verfügt über eine große Anzahl geretteter Esel, die nicht vermittelt werden und bis an ihr natürliches Lebensende unter unserem Schutz ein gutes, abwechslungsreiches Leben führen dürfen. Und weil das Leid immer weiter geht, bitten wir Sie, darüber nachzudenken ob sie nicht eine Patenschaft für die Esel machen möchten.
Mia liebt Streicheleinheiten, besonders von Kindern.
Esel Moritz heißt seine Gäste, auf seine Art, auf Gut Aiderbichl in Henndorf Wilkommen.
Für unsere Esel in Henndorf und Deggendorf ist das bereits ab € 10 monatlich möglich. Für die Esel, die auf Gut Aiderbichl Kärnten leben, bietet sich die Aiderbichler Plus Karte an, ab € 15 monatlich.
Spannendes Wiedersehen mit Betzi im Dirndltal
Vor drei Jahren haben wir in der Nähe von Kilb in Niederösterreich, eine große Rinderherde übernommen. Damals sollte ein Bauer wegen der chaotischen Verhältnisse auf seinem Hof entmündigt werden. Seine Rinder aufgrund gravierender Mängel bei der Haltung und fehlender Registrierung sollten getötet und ihr Fleisch entsorgt werden. Diese Herde in Kilb haben wir am vergangenen Wochenende gemeinsam mit Paten besucht. Friedlich grasten unsere 96 Rinder auf herrlichen Weiden. Dieter Ehrengruber, der Geschäftsführer von Gut Aiderbichl, wollte von dieser Idylle ein Foto machen und stellte sein Stativ vor der Herde auf, ausgerechnet vor den Leitstier Betzi. Als wir ihn damals fanden, stand er in einem verfallenen Stall – angebunden. Und das schon seit vielen Monaten. Ab und zu bekam er Besuch von Kühen, die Mitleid mit ihm hatten. Wir befreiten ihn von seinen Ketten. Seinen guten Zustand wollte Dieter Ehrengruber dokumentieren. Betzi sah ihn an und hatte inzwischen natürlich völlig vergessen, dass einer seiner Retter vor ihm steht. Plötzlich wurde der Aiderbichler Gutsverwalter Ronald kreidebleich. Betzi hatte den Kopf gesenkt, scharrte mit dem vorderen rechten Bein und schnaubte. „Jetzt wird’s eng“, sagte Ronald. Ein weiterer Mitarbeiter von Gut Aiderbichl, der den Vorfall beobachtete, lief in die Koppel und rief: „Seh, seh, seh“. Betzi unterbrach seine Vorbereitungen zur Attacke. Alle Rinder erhoben den Kopf, drehten sich wie ein Mann um und gingen als Formation in die andere Richtung. Betzi vorneweg. Damit das gewünschte Bild dennoch zustande kam, rief dann Ronald drei Mal „seh“, und da wiederholte sich das Schauspiel. Die Rinder drehten um und gingen auf Dieter Ehrengruber zu. Das hielt er mit dem Videomodul seiner Kamera fest. Für mich ist es ein Zeichen, dass uns Tiere zum Dialog aufrufen und uns zeigen wollen, dass in ihnen mehr steckt als das, was wir sonst so an ihnen schätzen.
Die 96 Rinder von Gut Aiderbichl Kilb, die 60 Rinder auf dem Gut Aiderbichl Moosfeldhof, die weiteren über 100 Rinder auf Gut Aiderbichl Iffeldorf, sowie die Rindergruppe beim Vierlinger Bauer, auf Gut Aiderbichl Kärnten und auf unseren großen Gütern in Henndorf und Deggendorf, sind mittlerweile zu einer großen Familie angewachsen, die weit mehr als 400 Mitglieder zählt. Damit wir ihnen bis an ihr natürliches Lebensende Schutz und die besten Haltung angedeihen lassen können, brauchen wir auch für Rinder dringend Paten. Ab €10 monatlich als reguläre Patenkarte und als € 15 monatlich als Gut Aiderbichl Plus – Karten. Bitte rufen Sie uns an unter 00 43 (0) 662 / 62 53 95 oder schreiben Sie uns unter info@gut-aiderbichl.com.
Das Geheimnis von Franziska dem Kamel
Die Worte des Zirkusdirektors gingen Michael Aufhauser und Dieter Ehrengruber einfach nicht mehr aus dem Kopf. Franziska ein Kamel aus der "Orientalischen" Nummer ist trächtig. In der Manege kann sie vorerst nicht mehr auftreten. Deshalb sucht der Zirkus jetzt einen Käufer für die Kamelstute. Wir erinnern uns an ein Kamel, das wir völlig verwahrlost vor ca. 2 Jahren von einem Viehhändler kauften. Es verstarb einige Monate nach seinem Freikauf. Es hat die Vernachlässigungen in seiner Haltung einfach nicht verkraftet. Ganz anders bei Franziska. Sie ist gesund und hat nur einen Makel - sie ist trächtig und kann nicht mehr auftreten. Bevor sie an einen Händler geht, dachten Michael Aufhauser und Dieter Ehrengruber ist es besser, wir nehmen sie. Wir ersparen ihr dann den Handel und vieles mehr. Kamele sind ausgesprochen sensibel.
Weil Gut Aiderbichl Iffeldorf (Gertraud Gruber Osterseehof) noch nicht besuchbar ist und Franziska dort in Ruhe ihr Baby bekommen kann, ist sie eingezogen und für immer sesshaft geworden. Die Gutsverwalter Martina und Hansi Süss schwärmen: "Franziska ist eine richtige Dame, sie ist lieb und versteht sich blendend mit den 100 Rindern auf dem Hof."
Bitte werden sie Pate von Franziska, das geht ganz einfach. Inhaber der Gut Aiderbichl Karte erhöhen um 5 € oder 10 € monatlich auf eine Gut Aiderbichl Plus Karte: Plus Gut Aiderbichl Iffeldorf / Franziska. Oder wer noch kein Mitglied kann ab € 15 Plus Pate werden und Franziska unterstützen.
Für unsere Paten haben wir uns etwas ganz besonderes Ausgedacht. Im Zuge unserer Patenreise am 12.09 zu Gut Aiderbichl Iffeldorf lernen sie nicht nur das neue Anwesen und die vielen Tiere kennen sondern auch Franziska. Bitte Buchen per Telefon unter +43/662/625395 begin_of_the_skype_highlighting +43/662/625395end_of_the_skype_highlighting begin_of_the_skype_highlighting +43/662/625395end_of_the_skype_highlighting begin_of_the_skype_highlighting +43/662/625395end_of_the_skype_highlighting begin_of_the_skype_highlighting +43/662/625395end_of_the_skype_highlighting begin_of_the_skype_highlighting +43/662/625395end_of_the_skype_highlighting oder per Mail unter info@gut-aiderbichl.com . Ab München € 20 pro Person. Paten könnten auch mit dem PKW an diesem Ausflug kostenlos teilnehmen. Jedoch bitten wir dringend um Anmeldung.
Sarah (seit 2007) und der kleine Amun (seit 2008) sind gerettete Aiderbichler Kamele in Tunesien. (l.) Hossein konnten wir zwar freikaufen aber das der Mensch ihm Angetan hatte war nicht wieder gut zu machen. Er starb ein halbes Jahr nach seiner Rettung. (r.)
Die letzte Chance des kleinen „Honigbärchens“
Die Polizisten am Münchner Flughafen staunten kürzlich nicht schlecht, als sie am Straßenrand eine vermeintlich erschöpfte Katze entdeckten. Als sie näher kamen, schauten sie in die großen, ängstlichen Augen eines Wickelbärchens. Der Kleine war verletzt, und so brachten sie ihn in die Münchner Tierklinik. Eines seiner Beinchen musste abgenommen werden. Wie der kleine Exot aus Südamerika nach Bayern kam, lässt sich nur so erklären: Wildtiere, die importiert werden, erhalten eine Sedierung und nicht selten eine Art Fußfessel. Letztere versuchte er vermutlich zu entfernen, und dabei wird es zu der schweren Verletzung gekommen sein.
Seine Abholer erkannten die „Wertlosigkeit“ des Bärchens und setzten es einfach in der Nähe des Flughafens aus. Vergeblich suchte die Klinik nach einem Platz für den kleinen „Juppi“. Sein „Unterhaltungswert“ für Menschen hält sich in Grenzen, nicht nur weil er jetzt nur noch drei Beinchen hat. Er erwacht in der Dämmerung und ist die ganze Nacht über aktiv. Braucht im Winter 20°, Bäume zum Klettern, Höhlen und all das, was er in seiner Heimat hatte, bevor ihn verantwortungslose Menschen einfingen.
Sein Schicksal ging mir nicht aus dem Kopf. Da fiel mir unser Gut Aiderbichl Affen Refugium in Gänserndorf ein. Dort wird er noch in dieser Woche Einzug halten. Ganz zur Freude unserer Schimpansen-Pflegerinnen. Sie dürfen nämlich ihre Schimpansen niemals berühren. Viel zu gefährlich. Dass Juppi menschliche Nähe sucht und gerne gestreichelt wird, haben wir von der Klinik zwischenzeitlich erfahren.
Juppi auf Zwischenstation bevor seine Reise endgültig in das Gut Aiderbichl Affen Refugium weiter geht.
Umzug ins Chalet
Das Team eines Versuchslabors hatte sich mit der Bitte an uns gewandt, 5 Versuchsschweine aufzunehmen. Jetzt haben sie € 6.000 als Mitgift überwiesen. Und wir haben gebaut.
Es gibt den berühmten Standardsatz, "Schweine sind intelligent". Wer nichts mit Schweinen zu tun hat, tut sich schwer, das nachzuvollziehen. In der Regel sind sie ein Leben lang eingepfercht und ihr Dasein könnte monotoner nicht sein. Ihre Äuglein sind klein und oft durch Schlappohren (je nach Zucht) verdeckt. Der Ruf, der ihnen vorauseilt, dass sie intelligent seien, entspricht dennoch der Wahrheit. Mastschweine leben in der Regel nicht länger als sechs Monate. Da sind sie noch Kinder, wenn sie getötet werden. In Versuchslaboren sind Schweine begehrt. Viele Organe sind mit denen des Menschen vergleichbar. Das große Opfer, das Versuchsschweine dem Menschen bringen, wird ihnen fast immer mit dem Tod gedankt.
Die Natur hat sich für Tierkinder etwas ganz besonderes ausgedacht, sie mit viel Energie, Neugierde und Lebenslust ausgestattet. Sogenannten "Nutztieren" wird meist abgesprochen, dass sie ein Recht auf Kindheit und Jugend haben.
Nicht so bei Anica, Ginny, Lena, Hermine und Emely. Das Team eines Versuchslabors bemühte sich erfolgreich um einen Platz auf Gut Aiderbichl in Henndorf. Doch das Engagement dieser Menschen ging sogar noch weiter. Sie haben uns € 6.000 als Mitgift überwiesen. Die kommen den fünf neuen Aiderbichlern jetzt direkt zugute. Wir haben eine Hütte mit angrenzender Weide und einer Suhle für sie gebaut.
Auf den verschiedenen Aiderbichler Höfen leben über 150 Schweine. Bitte werden Sie Pate, damit wir auch weiterhin diesen außergewöhnlichen Tieren, wenn sie in Not geraten, helfen können.
Maxi und Mini
Ob es eine wirkliche finanzielle Notlage gibt, die den Zirkus veranlasst hat, uns Maxi, einen 21-jährigen schwarzen Friesenhengst und seinen Kompagnon Mini (geschätzte 16 Jahre) anzubieten, ist eigentlich egal. Die beiden Pferde standen zum Verkauf. Nicht als Schlachtpferde, sondern als „funktionierende“ Nummer. Der Zirkus, in dem sie bisher aufgetreten sind, ist uns bekannt. Wohin sie verkauft worden wären, wussten wir nicht, aber es lässt sich erahnen. Sicherlich nicht an einen Betrieb, der besser ist, als der aus dem sie kommen. Wir dachten an ihr Alter und an die Veränderungen, die ihnen bevor gestanden hätten. Auch daran, dass wir, wenn uns ein Schicksal so nahe gebracht wird, es wie eine Art Fügung zu sein scheint.
Als wir sie abholten, zeigte uns die Zirkusfamilie noch einmal, wie gut Maxi und Mini ihre Nummer beherrschen. Zwei Hengste. Der eine groß und elegant und der andere klein und eher witzig aussehend. Gehorsam taten sie all das, was sie im Zirkus gelernt hatten. Unterstützt von der Musik, die sie kennen. Sie wurden dabei auch nicht unter offensichtlichen Druck gesetzt. Allein, dass es sich bei dieser Darbietung um zwei Hengste handelt, ist schon erstaunlich.
Maxi und Mini bei der letzten Vorführung ihres Lebens. Sie haben das Zirkuszelt gegen das Himmelszelt getauscht.
Wer sich mit Hengsten auskennt oder sie hält, weiß, dass sie sehr von ihren Hormonen gesteuert werden. Deshalb muss man mit Stuten im Stall aufpassen und in der Regel müssen Weiden sehr gut gesichert sein. Hengste sind kräftig und können ausbrechen, Rangkämpfe können tragisch enden. Ihre Haltung ist fast immer ein Problem. Und so ist es anzunehmen, dass auch Mini und Maxi sicherlich nicht oft die Gelegenheit gehabt haben, 500 Meter geradeaus zu laufen.
Vor dem Zelt – kurz vor der Abreise – wollte uns der Zirkusdirektor vorführen, dass die beiden ihre Nummer auch auf einer grünen Wiese ohne jegliches Hilfsmittel machen würden. Das ging schief. Wahrscheinlich haben die beiden schon geahnt, dass sie jetzt Aiderbichler sind.
Mini trabt in die Freiheit
Maxi kommt aus dem Staunen nicht heraus
Nach ihrer Ankunft in Henndorf bei Salzburg ließen wir sie auf einer großen Weide frei laufen. Sie trabten aufgeregt, Traben ist die Gangart ihrer Nummer gewesen. Als der Wind drehte und unsere Stuten auf anderen Weiden hell wieherten, war es aus mit der Dressur. Maxi durchschritt einen elektrisch gesicherten Zaun und Klein-Mini wieherte aufgeregt. In diesem Moment vergaßen sie alles, auch ihre Kameradschaft. Unter unseren vielen hundert Pferden lebt Mimi, eine alte Freundin von Mini, die wir Jahre zuvor vom gleichen Zirkus übernommen haben. Das erste Wiedersehen der beiden fand am vergangenen Sonntag zum Patentreffen statt. Alles ist neu und aufregend für Maxi und Mini. Am meisten genießen sie, dass sie soviel Freiheit haben. Bitte werden Sie Pate für die beiden Pferde.
Wiedersehen nach 4 Jahren Mini (l.) und Mimi (r.)
Das Geheimnis im hohen Gras
von Markus Leitner (Verwalter Gut Aiderbichl Kärnten)
Als ich gestern mit Kraftfutter das große Wildgehege (5 ha) auf Gut Aiderbichl in Kärnten aufsuchte, erwartete mich unsere Hirschkuh Hiltraut. Sie hat jegliche Scheu vor mir abgelegt, aber dieses Mal kam sie ganz nahe zu mir. Der Eimer mit Futter, den ich in der Hand hielt, interessierte sie nicht. Sie leckte mir den Rücken meiner Hand mit ihrer sanften, warmen Zunge. Ich streichelte sie, und dachte darüber nach, ob sie irgendetwas hat, vielleicht krank ist. Dann entfernte sie sich von mir, ca. 10 Meter. Sie drehte sich um und gab einen Laut von sich, der sich so ähnlich anhörte, wie ein Hirsch, der röhrt, nur leiser und dumpfer.
Ich folgte ihr und als ich näher kam, ging sie wieder einige Schritte nach vorne. Und wieder drehte sie sich um und wieder gab sie diesen merkwürdigen Laut von sich. Ich übertreibe nicht, das Ganze wiederholte sich so oft, dass ich nach ca. 200 Metern daran dachte, zurück zu gehen und meine Arbeit zu verrichten. Doch plötzlich blieb Hiltraut wie angewurzelt stehen und drehte sich nicht mehr um. Sie machte einen langen Hals ins hohe Gras und dann schaute sie zu mir auf. Ihr Blick war anders geworden, strahlend und eine Mischung aus Stolz und Glück. Da dämmerte es mir und ich ging zu dem Platz an dem sie stand. Im hohen Gras lag ein entzückendes Bambi, ihr Baby.
Als Bauerssohn habe ich schon öfters Geburten von Kühen auf der Weide erlebt. Auch das ist ein ganz erhabener Moment. Das, was ich heute erlebt habe, war mystisch und ich werde es mein ganzes Leben lang nicht vergessen. Kannte ich doch, bevor ich Mitarbeiter von Gut Aiderbichl wurde, Hirsche und ihre Kühe meist aus Erzählungen von Jägern am Stammtisch im Wirtshaus. Sie beschrieben dann das prächtige Aussehen von diesen Tieren, die die größten in unseren Wäldern sind, zwar aus nächster Nähe, aber gewissermaßen als Nachruf.
Ich habe Michael Aufhauser angerufen und ihm das gesagt, was ich schon seit langer Zeit empfinde. Ich bin dankbar für die wunderbaren Momente, die ich auf Gut Aiderbichl erleben darf.
Ob es sich um einen Hirsch oder ein Hirschkuhkälbchen handelt, konnte ich bisher noch nicht feststellen. Ich müsste das kleine Schwänzchen hochheben, um mich zu überzeugen. Und ob Hiltraut das verstehen, oder ob sie es als eine Art Vertrauensbruch interpretieren würde, wollte ich nicht ausprobieren. Außerdem ist es doch egal. Auf jeden Fall hat sich Hiltraut, nachdem sie mir ihr Kleines vorgestellt hat, entspannt über das Kraftfutter hergemacht.
Hiltraut ist glücklich und stolz.
Wir suchen Paten für das kleine Bambi. Batzi, der König von Gut Aiderhbichl
Und Paten des Bambis haben eine Sonder- Kärnten und der Vater.
erlaubnis und dürfen zu Besuch kommen.
Patenschaften für den oder die Kleine gibt es
als PLUS-Karte schon ab € 15 monatlich.
Bitte unterstützen Sie uns mit einer Spende oder mit einer Patenschaft. Gut Aiderbichl möchte auch weiterhin Wildtieren helfen, die von Menschenhand großgezogen wurden (Ex-Findlinge, Gehegetiere, Waisen). Um sie bestens zu Halten, benötigen wir weitere Wildgehege, insbesondere für unsere Füchse.