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Vergessen & vernachlässigt: Gazelle

Das Percheron-Stutfohlen Gazelle hätte es eigentlich gut antreffen sollen. Sie wurde extra durch einen Händler in Frankreich, dem Hauptzuchtgebiet der Percheron, angekauft und dann an einen Platz in Bayern vermittelt. Doch als die neuen Besitzer nicht zahlten und auch nicht erreichbar waren, machte sich der Händler nun auf den Weg, um Gazelle zurück zu holen. Selbst er war vom Anblick des 11 Monate alten Fohlens geschockt und bat uns um Hilfe...

Das Schicksal eines vernachlässigten Fohlens

Schon oft haben wir über das Leid der Fohlen berichtet. Hunderttausende ereilt jedes Jahr, meist im Herbst, das gleiche Schicksal. Da einfach zu viele Fohlen gezüchtet werden, finden sie keinen Käufer - außer dem Metzger. Dann beginnt der Leidensweg der Fohlen: zusammengepfercht werden sie zu den berüchtigten Akkordschlachthöfen im Süden oder Osten Europas gebracht. Dabei sind sie gerade einmal wenige Monate alt. Ihre verzweifelten Rufe nach ihrer Mutter hört niemand. Verängstigt und verzweifelt treten sie ihre letzte Reise an.
 
Anders sollte es dem Stutfohlen Gazelle ergehen. Sie gehört zur Rasse der Percheron, die nach dem Perche-Gebiet im Nordwesten Frankreichs benannt ist. Bei dieser Pferderasse handelt es sich um Nachfahren der damaligen Ritterpferde. Sie wurden ursprünglich als schwere Arbeitspferde vor dem Pflug, der Kutsche oder für die Waldarbeit gezüchtet. Dcoh das Percheron hebt sich durch seinen edlen Gang, die Wendigkeit und sein Talent zur Dressur (Lektionen der Hohen Schule) von anderen Kaltblütern ab und wird daher auch als "Edelkaltblut" bezeichnet. In Europa kommen sie meist als Schimmel, seltener als Rappen vor.

Percheron-Fohlen Gazelle

Gazelle wurde von einem Händler aus Frankreich importiert. Ein Käufer in Bayern hatte sich an Händler gewandt, denn er wollte ein "Trait Percheron", ein Rapp-Fohlen dieser "Edelkaltblüter", die bis zu 1.000 Kilogramm schwer werden können. Der Händler machte sich auf die Suche und wurde schließlich fündig. Er machte sich auf den Weg nach Frankreich, holte das Fohlen ab und überbrachte es den stolzen Besitzern. Alles schien gut zu sein.
 
Doch die neuen Pferdebesitzer zahlten den vereinbarten Kaufpreis nicht und waren plötzlich für den Händler nicht mehr erreichbar. Wochen vergingen, ehe es dem Händler nun reichte. Er machte sich wieder auf den Weg zu den Käufern, um das Fohlen abzuholen. Doch was er dann sah, schockierte selbst den erfahrenen Pferdehändler. Das Fohlen war abgemagert und stand vernachlässigt da. Nichts war mehr übrig von der Lebensfreude des jungen Fohlens.

Angsterfüllte Augen - was muss Gazelle erlebt haben?

Der Händler verlud das Fohlen und nahm es erst einmal mit zu sich in seinen Händlerstall. Der Verkauf an einen Metzger kam nicht in Frage - dafür war Gazelle deutlich zu abgemagert. Doch was sollte er nun tun? Irgendwie schaffte es Gazelle, das Herz des Händler zu erreichen. Er meldete sich bei Gut Aiderbichl und bat um Hilfe für das vernachlässigte Fohlen.

Gazelle wurde bei ihrer Ankunft neugierig von unseren Ponys begrüßt...
Auch wenn unsere Platzkapazitäten begrenzt sind, so konnten wir in diesem Fall zusagen und Gazelle durfte Aiderbichlerin werden. Als der Händler bei uns auf Gut Aiderbichl Henndorf den Anhänger öffnete, blickte uns ein ängstliches Fohlen entgegen. Es schien fast so, als hätte sie sich selbst aufgegeben. Wir können nur erahnen, was Gazelle durchlebt hat.

Wir werden alles dafür tun, dass Gazelle ein glückliches Leben führen kann...

Alles schien Gazelle Angst zu machen. Selbst die freudige Begrüßung durch unsere Ponys und Esel erschreckte das Fohlen. Ganz behutsam versuchten Pferdewirtin Martina und ihr Team, Gazelle die Angst zu nehmen. Aber eines haben sie ihr versprochen: sie werden alles dafür unternehmen, dass Gazelle ein glückliches Pferdeleben bei uns verbringen kann. Sie wird die beste pflegerische und medizinisch Versorgung bekommen - wie all unsere Aiderbichler Tiere. Ihre physischen und seelischen Wunden werden, davon sind wir überzeugt, nach und nach verblassen, so dass Gazelle ganz einfach Pferd sein kann und ihr Leben genießt.

Gazelle bei ihrer Ankunft auf Gut Aiderbichl Henndorf...

Gazelles Schicksal steht symbolisch für das unzählige Leid der Fohlen. Wir wissen, dass wir leider nicht jedem helfen können. Wir setzen uns nachhaltig für Pferde ein: mit individuellen Rettungen, mit Veröffentlichungen und mit der Anwesenheit geretteter Pferde auf unseren besuchbaren Gütern. Darin sehen wir die Chance, dass sich immer mehr Menschen in das Leid der Tiere hineinversetzen können.
 
Gazelle wird uns mit ihrer Anwesenheit immer daran erinnern, dass man mit der Anschaffung eines Tieres eine große Verantwortung übernimmt - und das auf Lebenszeit. Man trägt Verantwortung für ein Mitgeschöpf - auch in finanzieller Hinsicht. Tiere sind keine Sachen die man "entsorgen" kann - es sind fühlende Lebewesen, die ebenso Angst, Trauer und Schmerz empfinden.
 
Wenn Gazelle sich gut erholt und weiterhin gesund bleibt, stehen ihr nun bei uns noch mehr als 30 glückliche Jahre bevor. 30 Jahre, in denen wir alles dafür tun werden, damit sie glücklich inmitten von Artgenossen leben kann. Daher würden wir uns sehr freuen, wenn sich symbolische Paten melden, die Gazelle auf ihrem neuen Lebensweg begleiten.
 

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