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Gegensätzliche Tierliebe

Gehen wir für unsere Überlegungen mal von der Kuh aus. Sie mag ja, verglichen, zum Beispiel, mit dem Hund, bestimmte Nachteile haben. Die Kuh passt nicht ins Wohnzimmer, man kann mit ihr nicht spazieren gehen, sie bringt Stöckchen nicht nur nicht zurück, sie nimmt sie gar nicht zur Kenntnis. Sie kommt als Bettschläferin nicht in Betracht und wenn ihr Besitzer sich ihr nähert, führt sie keine Begeisterungstänze auf.
Aber sie gibt sich Mühe, das müsste man der Kuh doch danken, sie strengt sich an. Zum Beispiel schenkt sie uns Milch, immer mehr, turbomäßig, soviel Milch, wie wir gar nicht brauchen können, und steht sich dafür die Beine in den Bauch. Doch wie sehr sie sich auch ausbeuten lässt, um uns zu helfen - wir lassen sie meist einfach stehen, angebunden. Wie eine "blöde Kuh".
Dagegen der Hasso, die Senta, der kleine Heribert, kurz: unsere lieben Hunde. Auch wenn man sie mindestens dreimal pro Tag Gassi führen muss, sie gerne mal durchbrennen oder der Erbtante in den Stöckelschuh beißen, auch wenn sie vielleicht manchmal so rechte Nichtsnutze sind, wir lieben sie auch dafür. Wir erzählen ihnen gerne detailliert vom Leben, obwohl sie genauso wenig verstehen wie die Kuh, der man gerne eher aus dem Leben hinaushilft, wenn die Milchproduktion nachlässt.
Dagegen, einen Hund zu schlachten und zu essen, ist in unseren Breitengraden unvorstellbar. Der Hund gehört zu unseren Heim- und Haustieren, deren Haltung gerade boomt. Hunde gehören mittlerweile zur Familie oder ersetzen sie zum Teil. Der medizinische und therapeutische Komplex entwickelt immer bessere Angebote für die vierbeinige Klientel.
Mit Vernunft kann man unser so unterschiedliches Verhalten Nutz- und Haustieren gegenüber nicht erklären. Obwohl Hunde, wie andere Haustiere auch, selber inzwischen letztlich alle "Nutztiere" sind, auch wenn sie keine Milch geben. Unser Faible für sie spült Geld in die Kassen der Wirtschaft. Das gefällt uns irgendwie, das passt zu uns: diese Ernährungsdebatten, Accessoire-Angebote, der Tourismus mit Haustieren usw.
Dagegen die Milchkuh, die alte Arbeiterin, gehört nicht zum Klüngel von heute. Milchkühe - ein bisschen langweilig vielleicht, die Milch eh zu fett für die Figur. Dass aus Milch Topfen, Käse und mehr entsteht - solche natürlichen Überlegungen sind längst nicht mehr cool. Und so wird die Kuh, anderen Nutztieren vergleichbar, zur Sklavenarbeiterin in einer sonst bürgerlich aufgeklärten Gesellschaft.
In den dunklen Ställen und fensterlosen Hallen der Landwirtschaftsindustrie darben die Sklaven weiter. Gut, dass Hasso davon nichts weiß, sonst würde er vermutlich dem Herrchen einmal kräftig in den Allerwertesten beißen. Auch um ihm ein für alle Mal diesen Blödsinn von einer Klassengesellschaft im Tierreich auszutreiben.

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