A A A
Mein Aiderbichl | login

Passwort vergessen

Passwort vergessen Registrieren / Pate werden Infos zur Patenschaft

Schließen

Hufkrebsbericht Pferd Boris und Flora

Gut Aiderbichl Thanham

Mit der Thematik Huferkrankungen wurden wir durch zwei Pferde, die wir aufgenommen hatten, konfrontiert - Boris ein erst 5-jähriger Kaltblutwallach und Flora die hübsche Haflingerstute.
Boris litt am linken vorderen Huf an Hufkrebs und Flora an allen 4 Hufen an Strahlkrebs.
Mehrere herkömmliche Therapieversuche scheiterten – die Meinungen, wie Hufkrebs zu behandeln sei, gehen relativ weit auseinander und vor allem denken leider sehr viele Pferdebesitzer aufgrund falscher Informationen, die sie erhalten, „das ist ohnehin nicht mehr zu heilen“. Was tun?  Wir haben soviel Informationen und Meinungen wie möglich eingeholt, auch Einiges versucht - ohen Erfolg und haben uns dann dazu entschlossen, eine Behandlungsmethode zu probieren, die sich im Vergleich zu vielen anderen sehr (tier-)schonend und eigentlich relativ plausibel darstellte.
Frau Astrid Arnold -erfahrene Huforthopädin und 2. Vorsitzende der DHG (Deutsche Huforthopädische Gesellschaft e.V.)  ist in der Nähe eines unserer Aiderbichler Standorte für Pferde (Beruhigungs- und Pflegestall Thanham, Bayern) zuhause und hat mit unserer dortigen „Pferdefrau“ Gabi Wirths die Behandlung übernommen.

Die Ergebnisse waren verblüffend: Nach 8-wöchiger Behandlung war bei Flora der Hufkrebs verschwunden und stellt bis heute kein Problem mehr dar. Mit Boris haben wir Anfang November begonnen, den Erfolg kann man sehen:


Für beide Pferde war die Behandlung absolut schmerzfrei, sie haben  toll mitgemacht und sind heute, wie alle anderen, dazu in der Lage, auf jedem Untergrund schmerzfrei zu laufen und ihr Leben zu genießen.
Grundvoraussetzung hierfür war die huforthopädische Bearbeitung (Anfangs wöchentlich, später alle zwei Wochen) und die tägliche Behandlung der Betreuer.

Dabei wurden die Hufe täglich relativ lange mit fließendem Wasser gewaschen, was die Tiere schon wegen des kühlenden Effekts auf den entzündeten Stellen sehr genießen. Das Wasser weicht die von der entzündeten Lederhaut produzierten Nothornanteile auf und spült sie weg.
Anschließend wurden die Huftaschen, Furchen und vor allem die Strahlfurche gründlich mit Rivanollösung gespült.
Nach dieser Behandlung versorgten wir die gespülten Furchen mit einem Breitbandantibiotikum und sie wurden, soweit wie möglich, locker tamponiert.

Wichtig bei dieser Therapie ist vor allem die tägliche Versorgung und die regelmäßige Hufbearbeitung. Für interessierte Pferdehalter stehen wir gerne für ergänzende Auskünfte zur Verfügung.

 

Der Hufschmied

Unter dem lebenslangen Schutz  von Gut Aiderbichl stehen mehr als 800 gerettete Pferde. Zu ihrer optimalen Versorgung gehört auch, dass sie regelmäßig, also etwa alle 6 Wochen, vom Hufschmied behandelt werden. Die Pflege und Gesundheit der Hufe ist enorm wichtig, da sie zu den wichtigsten Körperteilen des Pferdes gehören – auf ihnen lastet das gesamte Gewicht.
Die meisten unserer geretteten Pferde tragen zwar keine Hufeisen, aber zur Arbeit des Hufschmieds gehört mehr: Er ist Spezialist für die Pflege (das Ausschneiden) der Hufe und versorgt verletzte oder kranke Hufe. Bei Stellungsfehlern oder Huferkrankungen, wie der Hufrehe, zum Beispiel, sind etwa spezielle Hufbeschläge nötig, um den Heilungsprozess zu unterstützen.

Wir waren mit der Kamera dabei, als uns der Hufschmied in Henndorf besucht hat:

<< Zurück