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Die Messer der Mäher

 

Jetzt ist es wieder soweit: „Tod in der Wiese“ heißt die Schlagzeile, alle Jahre wieder. Rehe, Hasen, Vögel, die auf dem Boden brühten – alle sind betroffen, wenn die Mähmaschine anrollt. Pro Jahr werden durch ihre scharfen Messer rund 500.000 Wildtiere getötet, schätzt man allein für Deutschland.
Rehe und Feldhasen bringen ihre Jungen in den hoch gewachsenen Wiesen in ein sicheres Versteck, für die natürlichen Feinde kaum zu finden. Nur zum Säugen kommen die Alttiere zurück. Alles dient der höchsten Sicherheit. Nähert sich trotzdem eine Gefahr, reagieren die Tierkinder mit dem sogenannten „Drückinstinkt“, das heißt, sie verharren in ihrem Versteck regungslos am Boden. Das wird ihnen zur tödlichen Falle, wenn die Mähmaschine kommt. Und wenn der Bauer nicht wenigstens einen kleinen Teilbereich bei jeder Mahd ausspart, einen sogenannten Regenerationsstreifen, verschwinden mit den Blüten zum Beispiel auch die Nahrungsressourcen für die Wildbienen.


Die Todesopfer wären zu vermeiden, wenn man nur will. Zum Beispiel können rund um das Mähwerk Blenden als Schutzvorrichtung angebracht werden, die vor den scharfen Klingen am Boden entlang- schleifen. So kann man die Wildtiere aufscheuchen, und sie bekommen die Möglichkeit, rechtzeitig zu fliehen.

Flatternde Bänder, Duftzäune oder akustische Signale, auch Radios, schrecken die Wildtiere auf, die dann für sich und den Nachwuchs ein neues Versteck suchen.
Natürlich gibt es inzwischen auch Drohnen, ausgestattet mit Wärmebildkameras, die die Felder und Wiesen überfliegen und die Tiere ausfindig machen können.

Aber es werden nicht nur große Flächen gemäht, auch aus Nachbars Garten hört man jetzt wieder den Rasenmäher knattern, wenn man nicht schon auf Mähroboter umgestellt hat. Ein Naturgarten ist aus unterschiedlichen Gründen eben nicht jedermanns Sache. Aber eines sollte sichergestellt sein: nämlich, dass man Rasenmäher nicht einsetzt wie einen Rasierapparat. Kaum zeigt sich was, „ratsch!“ und weg ist es. Nur wo es noch blüht und fruchtet, summt und brummt es auch. Sonst bleibt allein der Lärm des Mähers übrig.


Oder Schlimmeres, wie man es aus Stephen Kings berühmter Horrorgeschichte „Der Rasenmähermann“ kennt. Dieser fette Mensch, der gerne nervtötend gutgelaunt auf einem Zahnstocher kaut, macht ernst mit dem Aufräumen im Garten und kriecht dem Rasenmäher hinterher, um das Gemähte sofort aufzufressen und hetzt den Mäher schließlich gegen den Hausbesitzer. „Tod im Garten“ – ein Alptraum.

 

Wir auf Aiderbichl mähen möglichst spät. Dadurch brauchen wir kein zusätzliches Saatgut. Gräser und Kräuter können sich selbst aussäen und auch die Bienen profitieren davon, weil sie länger Nahrung finden. Dazu ist die späte Mahd sehr vorteilhaft für das Pferdeheu. Außerdem sind die Rehkitze und Feldhasenbabys dann schon größer. Aber natürlich gehen wir vor jedem Mähen die Wiese ab, setzen Licht- und Tonsignale ein und haben auch schon Drohnen getestet. So konnten wir sicherstellen, dass noch keinem Tier beim Mähen unserer Flächen etwas zugestoßen ist.
Besuchen Sie uns auf Aiderbichl und überzeugen Sie sich selbst.

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