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Tierische Mütter - Heute: Abschied von unserer Ur-Aiderbichlerin Chatleen

Am 13. Mai dreht sich auf unseren Gütern alles um die Mamas. An diesem Tag sollen die Mütter gefeiert und ihr Einsatz belohnt werden, deshalb haben Sie an diesem Ehrentag auf unseren Gütern freien Eintritt. Gleichermaßen gebührt unseren tierischen Müttern an diesem Tag Dank und Ehre. Daher steht diese Woche ganz im Zeichen unserer starken Frauen unter den Gutsbewohnern, deren Schicksale und Geschichten wir Ihnen hier nochmals vorstellen möchten. Heute müssen wir von einer unserer bekanntesten Mütter Abschied nehmen. Warmblut-Stute Chatleen ist gestern Abend für immer von uns gegangen.

Abschied von einer Ur-Aiderbichlerin: Chatleen ist von uns gegangen

Chatleen (22) war eine „Ur-Aiderbichlerin“ – bereits im Gründungsjahr 2001 zog sie auf dem neu errichteten Gut Aiderbichl in Henndorf ein, wo sie nach vierwöchiger Trennung ihr Fohlen Baricello, das wir vor dem Schlachter retten konnten, wieder traf.

Mit der Geschichte von Baricello und Chatleen ist es uns damals gelungen, einem Millionenpublikum das Schicksal vieler, vieler Millionen Fohlen näher zu bringen. Seine Biographie rührt auch heute noch jeden, und selbst hartgesottene Menschen verstehen anhand seiner Geschichte und seines Schicksals, dass Tiere niemals als Ware oder Sache gesehen werden sollten.

Baricello wollte lieber sterben, als ohne Mutter Chatleen zu leben

Baricello wurde im Alter von 3 Monaten von seiner Mutter Chatleen getrennt. Er befand sich im Verkaufsstall eines Pferdehändlers und sollte wenige Tage später zum Schlachten abgeholt werden. Doch er fiel einer jungen Tierfreundin auf. Sie brachte das völlig verstörte, ängstliche Fohlen nach Gut Aiderbichl. Das enttäuschte Tier wirkte phlegmatisch und zeigte uns, dass es in gewisser Weise mit dem Leben abgeschlossen hatte. Baricello magerte ab, war traurig und depressiv. In seinem kurzen Leben war viel passiert, mit dem er nicht fertig wurde. Insbesondere den Verlust seiner Mutter konnte er nicht verkraften. Viel zu früh war er von ihr getrennt worden.

Sein Zustand verschlimmerte sich zusehends und nach 4 Wochen gab es nur noch eine Möglichkeit, um sein Leben zu retten: Wir mussten herausbekommen, ob seine Mutter überhaupt noch lebte und wir sie kaufen könnten.

Wir fanden Chatleen, die inzwischen ihre Dienste als Kutschpferd verrichtete, und kauften sie. Pferdespezialisten warnten uns: Die Mutter würde ihren Sohn nicht mehr annehmen. Uns war das einen Versuch wert. Als die beiden Pferde sich nach 4-wöchiger Trennung wieder begegneten waren wir skeptisch. Baricello und Chatleen beschnupperten sich zuerst. Um sicher zu gehen, dass es sich um ihr eigenes Kind handelt, berührte die Mutterstute sanft das Fell des Kleinen. Nach einigen Minuten stellte sich Baricello unter den Bauch seiner Mutter und suchte das Euter. Chatleen hatte während der vierwöchigen Trennung ein anderes Fohlen trinken lassen und hatte deshalb noch Muttermilch. In großen Zügen bediente sich Baricello an der Milch. Als seine Mutter sich noch einmal mit ihren Nüstern zu ihm beugte, wollte er fast ausschlagen. Motto: Siehst du nicht? Ich trinke!

Endlich wieder vereint nach 4-wöchiger Trennung

Wir wurden Zeugen von Innigkeit, Glück und einem Happy End. Auch Ur-Aiderbichler Karl Moik war von dieser Geschichte so berührt, dass er kurzerhand entschloss: „Von diesem Schicksal möchte ich meinem Stadlpublikum berichten!“. Kurzerhand lud er damals, im Jahr 2002, Michael Aufhauser in die Sendung ein. Die Geschichte von Baricello und Chatleen erreichte Millionen und in der Folge kamen viele Besucher zu uns nach Gut Aiderbichl. Menschen, die vorher nichts mit Tierschutz zu tun hatten, waren berührt von der Tatsache, dass Tiere viel mehr spüren, als wir erahnen.

Mutter und Kind hatten sich nicht nur erkannt, sondern mit dem Alltag begonnen. Nichts und niemand konnte sie trennen. Auch als sie auf unser Gut Aiderbichl Frankreich übersiedelten, blieben Mutter und Kind zusammen. Bis gestern…

Baricello und Chatleen auf Gut Aiderbichl Frankreich

Schon seit längerer Zeit hatte Chatleen immer wieder Probleme mit den Gelenken – das Laufen und das Aufstehen fielen ihr immer wieder schwer. Sie stand unter regelmäßiger tierärztlicher Kontrolle und bekam Medikamente. Doch in den letzten Tagen bemerkten unsere Tierpfleger, dass sich Chatleens Gesundheitszustand verschlechterte. Die Schmerzmittel zeigten nicht mehr die erhoffte Wirkung, Chatleen konnte kaum mehr laufen und war schwach. Sie zeigte uns, dass sie nicht mehr konnte. Gemeinsam mit den behandelnden Tierärzten mussten wir schließlich den Entschluss fassen, Chatleen friedlich gehen zu lassen. Im Beisein ihrer vertrauten Pfleger schlief sie sanft ein. Auch Baricello war bis zuletzt an ihrer Seite und nahm Abschied von seiner geliebten Mutter.

Wir werden Chatleen niemals vergessen – Baricello wird uns täglich an sie erinnern. An die sanftmütige Warmblut-Stute, durch deren Geschichte so viele Menschen zum Nach- oder gar Umdenken angeregt wurden.

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