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Das große Leid der Streuner

Die derzeit größte Herausforderung für Gut Aiderbichl ist die allen zu Herzen gehende Streunertragödie in Rumänien, wo in der Ortschaft Glina nahe Bukarest in wackeligen Holzbaracken und klapprigen Wellblechverschlägen hinter rostigen Drahtzäunen gut 300 traurige Straßenhunde auf Rettung warten. In diesem Shelter sind die Hunde durch den selbstlosen Einsatz der Tierschützerin Ioana und ihrer Helfer vor dem Verhungern, dem Verdursten und den Hundefängern vorerst geschützt. Aber dieser Erfolg ist nur ein Provisorium.

Außerdem tauchen vor dem Zaun draußen schon die nächsten Verstoßenen auf, verstecken sich dann wieder verängstigt und wissen nicht, wohin in ihrem Elend. Wir sind auf Aiderbichl schon länger mit der Rettung von Streunern befasst, aber einer Tragödie dieser Dimension sind wir noch nicht begegnet. Da man sie uns bekannt gemacht hat, müssen wir nun selbstverständlich reagieren und das fast Unmögliche möglich machen.

In Glina hat nach einem heißen Sommer, in dem die Hunde auf dem baumlosen Gelände des Shelter-Areals oft schutzlos der sengenden Sonne ausgeliefert waren, in diesen Wochen der Winter Einzug gehalten. Im Sommer haben wir zunächst für fließendes Wasser gesorgt, die Tiere medizinisch betreut, Futter geliefert und den Sonnenschutz verbessert. Danach wurde es zu einem Wettlauf mit der Zeit, der Kälte zuvor zu kommen, damit nicht wieder Streuner erfrieren müssen.

Zurzeit sind unsere Mitarbeiter vor Ort, um die Wege im Shelter mit Bauschutt zu befestigen und auf Europaletten Hundehütten aufzustellen, die gegen Kälte und den Winterwind isoliert sind und den frierenden Vierbeinern Schutz bieten. Der Winter fängt ja gerade erst an.

Ein Kollege hat vor Ort weitere Streuner in schlechtem Zustand aufgefunden. Teils verletzt, teils krank, sind sie ausgestoßen und allein. Einem muss ein Auge entfernt werden.

Von den Streunern sind bereits sieben auf Gut Aiderbichl Henndorf und Gut Aiderbichl Maria Schmolln. 30 weitere Hunde kommen noch in dieser Woche bei uns an und werden hoffentlich bald auf ausgesuchten Sonderpflegeplätzen ein Zuhause finden.

Ein besonders schlimmes Hundeschicksal aus Glina ist bereits besonders bekannt geworden. Dem Streuner Mister Grey wurde von einem offenbar besonders bösartigen Menschen die Kehle aufgeschnitten. Er ist drei Jahre alt und wurde von Ioana in eine Tierklinik gebracht. Er konnte durch seine Verletzung nicht im Shelter leben und kam zunächst vor Ort in einer Pflegestelle unter. Seit Ende Oktober lebt er nun auf Gut Aiderbichl Maria Schmolln. Dort hat er sich rasch zurechtgefunden und ist schon jetzt ein perfekter Familienhund geworden. Diese Straßenhunde haben sich nicht etwa in bösartige Beißer verwandelt. Ganz im Gegenteil: Sie sind für Hilfe dankbar und binnen kurzer Zeit Freunde und Gefährten wie unsere Hunde zuhause auch.

 

Wir müssen es auch darum schaffen, dass diese Tragödie keine Tragödie bleibt, sondern das Happy End eine Option. Wir haben zwar noch kein neues Gelände gefunden, auf dem den Streunern eine bleibende Rettungsstation gebaut werden kann, wenn demnächst der Pachtvertrag für das derzeitige Grundstück ausläuft. Aber es gibt auch da Grund zur Hoffnung, und wir sind mit großem Tempo einer baldigen Lösung hinterher.

Wenn Sie sich in diesen Tagen auf Weihnachten vorbereiten, vergessen Sie bitte unsere vierbeinigen Freunde in Glina nicht, die Ärmsten der Armen. Helfen Sie den notleidenden Streunern mit einer Spende, einer symbolischen Patenschaft, oder einem lebenslangen Sonderpflegeplatz. Die Hunde sind auf Ihre Hilfe dringend angewiesen.

 

Das nächste Mittwochsstatement erscheint nach den Feiertagen am Mittwoch, dem 10. Januar 2018.

Werden Sie symbolisch Pate von Mister Grey Gina/RO und damit ein echter Aiderbichler!

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