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Das Hochwasser und die Tiere

 

Jahr für Jahr, erschreckenderweise fast regelmäßig, werden wir seitens der Medien, egal ob TV, Print oder verstärkt den sozialen Medien, mit Schreckensbildern aus Katastrophengebieten konfrontiert. Dürre mit daraus resultierenden Waldbränden, Erdbeben oder Hochwasserkatastrophen haben in den letzten Jahren durch den Klimawandel zugenommen. Das Wetter schlägt Kapriolen, die sich auf Umwelt, Mensch und Tier auswirken.

 

In den letzten Tagen beispielsweise wurde auf allen Kanälen über die teils sintflutartigen Regenfälle in Kärnten, Venetien oder auch Sizilien berichtet. Überall das gleiche Bild: überflutete Straßen und Plätze, wie etwa der Markusplatz in Venedig. Menschen, die von Sicherheitskräften evakuiert werden und ihr Hab und Gut zurücklassen müssen. Häuser, die durch die Wassermassen innerhalb kürzester Zeit einfach zerstört oder gar weggeschwemmt werden.

Viele Menschen haben in dieser Ausnahmesituation Schlimmes durchgemacht. Sie haben Ängste gelitten und manche haben sogar alles verloren: ihre Heimat, ihre Existenz, ihr „altes“ Leben.

 

Natürlich steht der Schutz der Menschen an erster Stelle, und auch hier gilt: der Stärkere hilft dem Schwächeren. So wie in Venedig, wo ältere und gebrechliche Personen von den Rettern durch die Wassermassen in Sicherheit getragen wurden.

 

Zu den Schwächeren zählen aber auch die Tiere - ganz gleich ob Haus-, Nutz- oder Wildtiere. Sie haben keine Möglichkeit, sich selbst zu retten und sind auf unsere Hilfe angewiesen. Die Haustiere bleiben bei Evakuierungen, wo jede Minute im Kampf um Menschenleben zählt, oft eingesperrt in den Häusern und Wohnungen zurück. Die sogenannten Nutztiere verbleiben in ihren Ställen und sterben beim Steigen der Wassermassen einen qualvollen Tod. Wildtiere, die den Fluten instinktiv entkommen können, leiden dennoch oft an den Folgen, wie zum Beispiel ausgelaufenem Öl, das ihr Gefieder verklebt.

 

Ölverschmierte Gänse, kurz bevor Ihr Gefieder gesäubert wurde.

 

Vielleicht erinnern Sie sich noch an das Jahrhunderthochwasser an der Donau im Juni 2013. Hier waren die Tierretter von Gut Aiderbichl tagelang im Einsatz und gewährten vielen Tieren Unterschlupf auf den Hügeln von Gut Aiderbichl Deggendorf. Hier waren sie in Sicherheit vor den Wassermassen und einem ungewissen Schicksal. Viele kehrten danach zurück zu ihren Besitzern, andere blieben für immer bei uns. So wie der Stier Egon.

 

Er stand, gemeinsam mit mehr als 100 weiteren Stieren in einem Maststall – vermeintlich in Sicherheit. Doch dann, am 5. Juni 2013, brachen die Dämme und die Wassermassen fluteten den Stall. Die Bullen waren angekettet, eine Evakuierung der Tiere war unmöglich. Das Wasser stieg im Stall und die Stiere brüllten um ihr Leben. Schließlich wurde seitens der Ämter die Entscheidung getroffen, die Tiere mit einem „Gnadenschuss“ vor dem qualvollen Tod durch Ertrinken zu bewahren. Nur einer konnte wie durch ein Wunder entkommen: Egon. Er schwamm durch die Wassermassen zu einem Schutthügel, der aus den Fluten ragte.

 

Dieter Ehrengruber (3. v.r.) bei der Rettung von Stier Egon

 

Die zahlreichen Bundeswehrsoldaten und Helfer, die unermüdlich im Einsatz waren, fanden Egon, der erschöpft auf wenigen Quadratmetern ausharrte. Doch es galt, erst Menschenleben in Sicherheit zu bringen. Zwei Tage später dann konnten Aiderbichl Geschäftsführer Dieter Ehrengruber und die Aiderbichler Tierretter in Absprache mit dem Veterinäramt zu Egon vordringen und ihn notversorgen.

Dann, als die Pegelstände sanken, konnten wir Egon von seinem Hügel, seinem Zufluchtsort, retten und ihn auf Gut Aiderbichl Deggendorf unterbringen. Hier lebt er noch heute – glücklich und in Sicherheit.

 

Unbeschwert und befreit von Angst. Egon lebt heute glücklich und gesund auf Gut Aiderbichl Deggendorf.

 

Tierschutz geht immer auch mit Menschenschutz einher – der Stärkere hilft dem Schwächeren. Und dafür steht Gut Aiderbichl – die Heimat der geretteten Tiere.

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