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Die berühmteste Kuh der Welt feiert!

Erinnern Sie sich noch an Kuh Yvonne? Am 24. Mai 2011 entkam sie, gemeinsam mit ihrer "Stall-Schwester" Waldtraut, ihrem Besitzer im Landkreis Mühldorf am Inn. Während Waldtraut bereits nach einem Tag in den Stall zurückkehrte, versteckte sich Yvonne im Wald und konnte von niemandem eingefangen werden. Am 47. Tag ihrer Flucht meldete sich ein Jäger bei uns, in dessen Revier sie sich versteckt hielt. Ein wochenlanger Krimi um Yvonne begann...

"Die Kuh, die ein Reh sein will"... feiert ihren 10. Geburtstag

Heute, am 11. Juli 2015, feiert die berühmteste Kuh der Welt ihren 10. Geburtstag. Mittlerweile ist sie, gemeinsam mit ihrer Familie, seit fast 4 Jahren bei uns auf Gut Aiderbichl Deggendorf. Yvonne hat sich gut eingelebt, ist aber nach wie vor sehr temperamentvoll. Wir freuen uns mit ihr, dass wir 2011 ihr Leben retten konnten und Dank ihrer Anwesenheit so viele Menschen - weltweit - auf das Schicksal der Rinder aufmerksam machen konnten.

Hier nochmals die spannende Geschichte von Yvonne

Am 10. Juli 2011, dem 47. Tag ihrer Flucht, kontaktierte uns ein Jäger, in dessen Revier sich Yvonne versteckt hielt. Michael Aufhauser sagte ihm zu, dass Gut Aiderbichl Yvonne aufnehmen würde, wenn sie betäubt und eingefangen werden könnte. Aber leichter gesagt, als getan. Yvonne lernte täglich dazu und nach und nach erwachten bis dahin unterdrückte Urinstinkte in ihr. Tagsüber versteckte sie sich im dichten Wald und nachts machte sie sich auf die Futtersuche. Hin und wieder gelang es, ein Foto von Yvonne zu schießen, aber sie war mittlerweile so scheu, dass sie sich blitzschnell wieder im Wald versteckte.
Nachdem zwei weitere Wochen vergangen waren, in denen Yvonne nicht eingefangen werden konnte, schickten wir Hans Wintersteller und ein eigenes Aiderbichler Team nach Mühldorf, um bei der Suche nach Yvonne zu helfen. Mittlerweile nahm das öffentliche Interese an dieser Geschichte ungeheure Formen an.
Dann überquerte Yvonne ganz knapp vor einem Polizei-Auto eine Straße. Durch diesen Vorfall galt sie als Gefahr für Menschen und die Abschussgenehmigung wurde erteilt. Für uns begann nun ein Wettlauf mit den Jägern. Sofort errichteten wir entlang der Straße einen Zaun. Tierärzte, Betäuber, Spürhunde und ein Suchtrupp kamen zum Einsatz. Im Wald errichteten wir eine Futterstelle, aber diese wurde von Yvonne ignoriert. Auch ihre Stall-Schwester Waldtraut, die wir zur Futterstelle brachten, konnte Yvonne nicht anlocken. Dann beschlossen wir, unseren Ex-Zuchtstier Ernst als Lockvogel an den Waldrand zu stellen - aber vergebens - Yvonne konnte auch damit nicht aus der Reserve gelockt werden.
Hans Wintersteller mit Kuh Waldtraut an der eingerichteten Futterstelle
Auch unser Stier Ernst konnte Yvonne nicht aus ihrem Versteck locken...
Wochen vergingen, in denen Yvonne kein einziges Mal zur Straße zurückkehrte. Die Abschussgenehmigung des Landratsamtes wurde schließlich zurückgezogen und wir beschlossen gemeinsam mit allen Verantwortlichen, etwas Ruhe für Yvonne einkehren zu lassen. Dann, am 1. September 2011, dem 100. Tag ihrer spektakulären Flucht, geschah das Wunder: Ein Bauer meldete sich bei der Bild-Zeitung (die mittlerweile eine Belohnung für das Einfangen von Yvonne ausgesetzt hatte), und so erfuhren wir, dass sich Yvonne zu einer Rinderherde gesellt hatte. Friedlich stand sie zwischen anderen Rindern auf der Weide und graste.
Yvonne am 1. September 2011
Sofort machte sich das Gut Aiderbichl-Team auf den Weg zu der Weide, um gemeinsam mit dem Amtsveterinär anhand der Ohrmarke zu überprüfen, ob es sich wirklich um Yvonne handelte. Tatsächlich - sie war es! Am nächsten Morgen wurde Yvonne betäubt, damit sie verladen und nach Gut Aiderbichl Deggendorf gebracht werden konnte. Dort warteten bereits ihre Söhne Friesi und Orky, sowie ihre Stall-Schwester Waldtraut mit ihrem Kalb Waldi auf sie.
Yvonne und ihre kleine Familie leben seither auf Gut Aiderbichl Deggendorf in einer gemeinsamen Box mit Außenpaddock. Besonders im Frühjahr und im Sommer genießen sie die Ausflüge auf die saftigen Weiden, wo Yvonne immer weider zeigt, wie temperamentvoll sie ist.
Kuh Yvonne auf Gut Aiderbichl Deggendorf

Warum Yvonne so wichtig war und ist:

Mittlerweile stehen mehr als 500 gerettete Rinder unter unserem lebenslangen Schutz. Die wenigsten sind so bekannt wie Yvonne, aber jede einzelne Kuh, jeder Stier und jedes Kalb, das bei uns lebt, war dem Tode geweiht und steht symbolisch für das namenlose Leid der "Nutztiere" weltweit. Dank dem großen Interesse an Kuh Yvonne konnten wir auch über das Leid der Rinder im Allgemeinen berichten. Über die sogenannten Nutztiere, die auf der Sympathieskala der Menschen ganz weit unten stehen. Viele erahnen nicht, welches Leid sie oft erfahren müssen. Denken wir nur an die "Turbo-Kühe" oder die immer noch zulässigen Langstreckentransporte von erst wenige Tage alten Kälbern. Yvonne lebt mit ihrer Familie auf Gut Aiderbichl Deggendorf und kann dort täglich von 9 bis 18 Uhr besucht werden. Aber auch auf unseren besuchbaren Gütern in Henndorf bei Salzburg und Iffeldorf nahe München erwarten Sie viele gerettete Tiere. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
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