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Die Funken aus Nachbars Garten

Wenn in den Gärten und auf den Balkons wieder Rauch aufsteigt und so ein Geruch herüberweht, wie es eben der Fall ist, wenn man Fleisch grillt, dann hat sie begonnen mit der Sommerszeit, die Grillsaison. Dann muss wieder einer der Griller sein, stehenbleiben, auflegen, wenden, verteilen und die Glut beobachten, in die im Fall herkömmlichen Grillens Fleischfett durch den Rost tropft und zischend kleine Feuer entstehen lässt.

Die Grillsaison ist auch die Zeit, in der als Köder für die Supermarktkunden Steaks, Koteletts und Würstchen verramscht werden – Billigfleisch als Schnäppchenware. Das ist eine absurde Situation: Landauf, landab schaut man Kochshows im Fernsehen, kauft man teure Grills und verschenkt Kochbücher in Hochglanzaufmachung. Aber was aufgelegt wird am Grillabend, darf trotzdem gerne Billigfleisch sein.

Die Deutschen lieben immer noch Fleisch. Statistisch isst jeder gut ein Kilo pro Woche. Das meiste ist Schweinernes, hauptsächlich aus konventioneller Tierhaltung. Trotz eines beginnenden gesellschaftlichen Bewusstseinswandels wird weiterhin im großen Stil Massentierhaltung betrieben, mit ökologischen Konsequenzen und sozialen Folgen. Durch das Preisdumping der Massenproduktion mussten bis zu 80 Prozent der kleineren Bauernhöfe die Tierhaltung aufgeben.

Dabei ist diese Massenproduktion höchstens für den Geldbeutel kurzfristig von Vorteil und eine sehr kurzsichtige Angelegenheit, von der die Menschen selber bedroht werden. Eine wichtige Rolle spielt da der massive Einsatz von Antibiotika in den finsteren Zuchthallen der Qualhaltung. In diesen „Ställen“ können sich resistente Bakterien entwickeln, die sich über die Nahrung beim Menschen festsetzen. Überhaupt entwickeln sich Antibiotika-Resistenzen. Kann sein, man zahlt einen hohen Preis für billiges Fleisch, von dem man nicht weiß, wo es herkommt und wie die Tiere behandelt wurden.
Natürlich birgt das Grillen auch selbst Gefahren. Durch falsche und falsch eingesetzte Brandbeschleuniger entstehen immer noch viele Unfälle. Am Ende jeder Veranstaltung sollte das Feuer wirklich gänzlich gelöscht werden und die Nachbarn noch immer guter Laune sein.

Was das Billigfleisch angeht: Das kann man wirklich vergessen. Schließlich kann man wunderbar Gemüse grillen, Paprikaspieße zum Beispiel, Austernpilze, Kartoffeln mit Knoblauch und Olivenöl… Und dazu dann feine Saucen und Dips. In der Regel steht sowieso noch ein Nudelsalat bereit. Wozu also braucht man das viele Fleisch!

Es ist wieder Saison, nicht nur fürs Grillen, auch fürs Baden, für Reisen, für die Landaufenthalte der Städter. Nehmen Sie sich fix auch einen Besuch auf unseren Aiderbichler Gütern vor. Hier erreichen Sie die Funken aus Nachbars Garten nicht. Auf Gut Aiderbichl Henndorf wird von Chefkoch Franz Lassl ohne Rauch und fleischlos gekocht!

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