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Die Not der Tiere im Sturm

 

Es sind die immer gleichen schrecklichen Bilder und Szenen, die uns die Fernsehberichterstattung aus den von Unwetterkatastrophen betroffenen Gebieten zeigen muss. Überflutete Straßen, riesige Wellen, die sich an den Strandbefestigungen explosionsartig brechen, im Geheul der Orkane sich verbiegende Bäume, havarierte Autos und vor allem: Menschen auf der Flucht vor den Schrecken, knietief im Wasser oder in Booten, auf die sie vielleicht gerade noch das Nötigste gepackt haben. Dazu noch Unwetteropfer auf den Dächern ihrer Häuser, in der Hoffnung auf Hilfe aus der Luft, den rettenden Helikopter. Automatisch fallen einem diese Bilder ein, wenn in den Wetterprognosen schwere Unwetter angekündigt werden.


Und was ist mit den Tieren? Wer denkt an sie? Die Haustiere können sich nicht selber retten und auch die sogenannten Nutztiere, vielleicht eingesperrt in Ställe und angebunden, müssen einen grausamen Tod sterben. Wie viele wirklich umkommen, wird man nie erfahren können.


Da kommt es dann zu schwer erträglichen Bildern, beispielsweise von zurückgelassenen, irgendwo angebundenen Hunden, denen das Wasser schon bis zum Hals steht. Aber für diese dokumentierten Fälle gibt es noch Trost, da ist ein Fotograf in der Nähe oder ein Kameramann, der hoffentlich noch helfen kann. Die eigentlichen Tragödien sehen wir nicht.


Als jetzt Hurrikan Harvey Texas heimsuchte, brachte er auch nicht nur Menschen, sondern ebenso die Tiere in Not. Aber da gab es auch viel Zusammenhalt zwischen Mensch und Tier. Man sah die Menschen mit ihren Tieren durch das Hochwasser waten, oder sie saßen mit ihnen im Rettungsboot. Die amerikanische Airline „Southwest“ flog über 60 Tiere aus Houston aus. Tierretter suchten mit Booten nach zurückgelassenen Vierbeinern, die nicht alle prinzipiell Opfer von Kaltschnäuzigkeit sind, manche, die da gerade ihr Heim verlieren, sind vielleicht zu alt oder physisch einfach nicht in der Lage, ihr Tier zu evakuieren. Das ist dann die Stunde der Tierschützer und Tierretter. Mutig und selbstlos kommen sie in der dunklen Not als Freunde.


Auch auf Aiderbichl hat man Erfahrungen mit schwerem Hochwasser. Das war im Jahr 2013 bei der großen Flut von Deggendorf. Unser Gut dort befindet sich in hoher Lage in Eichberg, war selber nicht bedroht. Es war uns aber gelungen, 67 Rinder zu evaluieren, dazu zwei Pferde und viele Bambis. Uns wurde damals klar, dass Massentierhaltung in bedrohten Gebieten unbedingt unterbunden werden müsste. Außerdem braucht man sozusagen wasserdichte Notfallpläne. Dürfen Rinder angebunden bleiben, wenn die Flut kommt? Außerdem müssen die Tiere frühzeitig in Sicherheit gebracht werden, wozu gibt es Warnungen.


Wir Menschen sind für uns selber verantwortlich, die Tiere brauchen unsere Hilfe.

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