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Die Stunde des Schlachters

 Hat sich der Fleisch essende Mensch gerade ein Steak zubereitet und findet er die Fleischqualität sehr gut, dann denkt er vielleicht dankbar an seinen Metzger. Sieht er eine der zahllosen Kochshows im Fernsehen und ist er von dem Braten, der dort angerichtet wird, begeistert, merkt er sich das Rezept und den Koch. An das Tier denkt er nicht.

Er denkt, essend, natürlich auch nicht daran, dass es geschlachtet werden musste. „Das könnte ich nie“, sagt der Fleisch essende Mensch in der Regel, wenn es um das Töten der Tiere geht. Er sieht sich nicht in weißen Gummistiefeln, Metzgerkittel und mit einem Stechmesser in der Hand. Das wäre schon eine unstatthafte und unappetitliche Provokation, spräche man bei Tisch vom Ansetzen des Bolzenschussgeräts. Das Interesse am Fleisch beginnt in der Metzgerei erst vor den Auslagen. Die Zeit davor ist für den Fleisch essenden Menschen, ganz besonders natürlich im Moment des Verzehrs, irgendetwas zwischen Grau- und Tabuzone. Da finden Arbeiten und Geschäfte statt, an denen er sich nicht beteiligt fühlt.

Als jetzt in dem beschaulichen Schweizer 6733 Seelendorf Sissach die Metzgerei Häring ankündigte, öffentlich zwei Schweine auf dem Dorfplatz zu schlachten, gab es viel Aufregung, besonders natürlich von Tierschützern. Frühmorgens, als die Kirchenglocke acht Uhr schlug, ging es dann los, holte man das erste Schwein aus dem Stroh. Da hatte das zahlreiche Publikum dann einerseits ein Tier, dem man, wie jedem anderen, mit Achtung zu begegnen hat, und einen Metzger, der mit einer nachgestellten Hausschlachtung um Achtung für sein Handwerk warb, das er wohl von der Verrohung in der Massenschlachtung absetzen wollte. Jedenfalls ging es ihm nicht um eine Schlachtshow oder um eine öffentliche Hinrichtung zweier Tiere. Obwohl - die Kirchturmuhr hatte noch längst nicht neun geschlagen - beide bereits tot waren. Dass sie angst- und stressfrei sterben konnten, sollte vermutlich in Sissach demonstriert werden.

Aber mit der Realität in unseren Schlachthöfen hat das sowieso wenig zu tun. Die Schlachtzahlen belaufen sich heute auf über 1500 Schweine pro Stunde. Da ist kaum zu vermeiden, dass Tiere wach am Schlachtband landen. Auch bei den Rindern kann der Bolzenschuss in aller Eile danebengehen, aber die Schlachtmaschinerie geht weiter. Das Tier wird als Kreatur in diesen Betrieben nicht mehr wahrgenommen.

Es gibt mittlerweile Schlachtbetriebe in denen die Tiere mit Kohlendioxid betäubt werden. Aber egal ob so oder anders: Vor der Küche kommt das Schlachthaus. Außerdem bleibt auch die Frage nach den Menschen, die dort arbeiten. Welche Auswirkung hat die tägliche Schlachtstraße auf das Leben und die Seelen der dort arbeitenden Menschen? Die Antwort wäre ein paar Langzeitstudien wert.

Gut Aiderbichl will niemanden zu fleischloser Ernährung zwingen. Es geht vielmehr darum, durch Beispiele und Argumente Überzeugungsarbeit zu leisten. Entscheiden muss jeder selbst. Besuchen sie unsere Güter und lernen Sie die Tiere als Freunde schätzen!

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