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Eine Affenschande II

Von einer Affenschande haben wir im Statement von letzter Woche berichtet. Da ging es um den Missbrauch von Affen durch die Entertainment-Industrie, in Filmen und in Shows. Und wir dachten zugleich an das Schicksal der Ex-Labor-Schimpansen, die nach den jahrelangen Torturen medizinischer Versuche, die an ihnen durchgeführt wurden, auf Gut Aiderbichl Gänserndorf bei Wien ein Stück vom Leben erleben, soviel wie nur irgendwie möglich ist, nach den Vorschädigungen der Laborzeit und durch die unbedingte Notwendigkeit eines Hochsicherheitsrefugiums.

Eine Woche später ruft es nun schon wieder „Affenschande!“ aus den Medien. Es klingt wie ein Echo von gestern und meint doch einen neuen Skandal. Eine widerliche Entgleisung, bei der man sich abermals fragt, wie Menschen überhaupt auf solche Ideen kommen können. Und zwar Menschen in besten Stellungen und von Ansehen, die gut verdienen und bürgerlich sittlich wie Garanten für Anstand die Stützen der Gesellschaft darstellen sollten.

Und dann gerät man vom Zweifeln ins Verzweifeln, wenn man hört, die Autokonzerne Volkswagen, Daimler und BMW hätten in einem Labor im amerikanischen Albuquerque für eine „Studie“ 10 Javaner- Affen in Glaskäfige stecken lassen, die stundenlang nacheinander Abgase eines Ford-Pic-up (Baujahr 1997) und eines VW-Beetle (Baujahr 2013) einatmen mussten. Zwischendurch wurde Blut abgenommen. Dann wurde ihnen ein Spezial-Endoskop durch Mund oder Nase und weiter in die Bronchien eingeführt. Die Tests sollten beweisen, dass die Abgase des neueren Diesel-Fahrzeugs wesentlich sauberer sind.

Doch genau das kam nicht heraus. Obwohl die Schummel-Software des Beetle-Diesel auf den Rollenstand 40-mal weniger Stickoxid ausstieß als auf der Straße. Aber schlimmer noch: am Ende stellte sich das Gegenteil von dem heraus, das diese sogenannte Studie bezwecken sollte. Als Folge der Abgase des neueren Diesels ergaben sich mehr Entzündungsanzeichen bei den Affen.

Es ist wieder einmal dumm gelaufen in der Autoindustrie, dümmer noch sind die Reaktionen. Letztlich will es wieder mal keiner gewesen sein, und doch muss schließlich einer die Verantwortung übernehmen, so will es das Ritual, zu dem auch gehört, dass man im Verlautbarungston Bedauern ausdrückt. So nach dem Motto: Die Autobauer fänden alle solche Tierversuche abstoßend. Man habe nichts davon gewusst. Es soll das letzte Mal passiert sein.

Es handelt sich hier aber um eine Tierquälerei, ethisch vollkommen verwerflich, einen fast absurden Übergriff. Da werden Autos und deren Verkaufsstrategien über den Wert des Lebens gestellt. Werden Tiere gequält, im Grunde um nichts. Um Diesel!

Diesel oder nicht Diesel? Mit ein bisschen mehr Ehrlichkeit und konservativen Methoden sollte die Frage eigentlich leicht zu klären sein.

Was dieser Skandal aber erschreckend klar zeigt: Der Tierschutz und das ethische Argument überhaupt haben noch einen langen Weg vor sich, bis hin zur Mehrheit der Menschen. Die Arbeit auf Gut Aiderbichl wird immer wichtiger.

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