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Es sind einfach zu viele

Ein Gespräch von Frauchen zu Frauchen auf der Hundewiese: „Ach, der ist ja putzig. Wo kommt der kleine Racker denn her?“, fragt eine Hundebesitzerin die andere. „Aus der Tötung“, lautet die knappe Antwort. Das Mops-Frauchen guckt ein wenig konsterniert. So, als wüsste sie nicht genau, ob sie jetzt demütig das Haupt senken sollte, weil ihr eigener Vierbeiner vom Züchter ist, oder ob sie doch lieber dezent mit den Augen rollten sollte, weil ihr diese „Gutmensch-Mitleids-Nummer“ insgeheim auf die Nerven geht. ?Nach einer mittellangen Kunstpause entscheidet sie sich für die dritte Variante: „Das ist aber schön“, säuselt sie mit einem dezenten Lächeln im Gesicht. „Da haben sie ja ein gutes Werk getan“, schiebt sie hinterher. Und dann kann sie es doch nicht lassen: „Man muss heutzutage ja fast schon ein schlechtes Gewissen haben, wenn man seinen Hund ganz normal beim Züchter kauft.“?
Das muss man natürlich nicht. Das muss man aber auf jeden Fall, wenn der Hund aus dubiosen Quellen stammt. Komischerweise hört man solche Sätze wie diese auf der Hundewiese nie: „Meinen Liebling habe ich an der Autobahnraststätte gekauft, der war echt günstig.“ „Meinen Hund habe ich von einem Welpenhändler in einem schmuddeligen Hinterhof übergeben bekommen.“ Komisch eigentlich, denn irgendwo müssen diese Hunde doch sein? Schließlich boomt das Geschäft mit den Billigwelpen nach wie vor.

 

Doch zurück zu den sogenannten Tötungsstationen. Hier ist es durchaus sinnvoll diese ganze, zweifellos schreckliche Problematik, die hinter dem Satz „Mein Hund ist aus der Tötung“ steht, einmal differenzierter zu betrachten. Sicherlich denken viele bei dem Begriff Tötungsstation zunächst an Länder wie Spanien oder Rumänien. Wahrscheinlich, weil erstens die meisten Auslandshunde, die man bei der Gassirunde oder eben auf der Hundewiese trifft, aus diesen Ländern kommen, und weil zweitens vor allem Rumänien und die Situation der Straßenhunde dort in den Medien und im Internet am meisten präsent sind. Dabei gibt es viele Länder mit sogenannten Tötungen oder Länder, wo vornehmlich Hunde, aber auch Katzen und andere Tiere nach einer gewissen Zeit im Tierheim getötet werden. Dann heißt die Einrichtung zwar offiziell Tierheim, die vierbeigen Insassen haben aber trotzdem keine reelle zweite Chance. Man muss aber auch gar nicht weite Ferne, wie zum Beispiel in die USA blicken. Auch bei unseren Nachbarn wird man „fündig“. So werden in Belgien Hunde und Katzen nicht nur nach einer bestimmten Zeit getötet, überdies sind auch die Bedingungen in den Tierheimen oftmals katastrophal. Und auch in Frankreich werden Vierbeiner bei Nicht-Vermittlung euthanasiert. Während die Tötungsstationen in Spanien „Perreras“ genannt werden, heißen sie in Irland übrigens „Pounds“. Die gibt es dort sowohl für Hunde, als auch für Katzen und Pferde. Richtig gelesen, für Pferde.

In Irland gibt es eben nicht nur zu viele herrenlose oder ungewollte Hunde und Katzen, sondern auch herrenlose Pferde. Die werden einfach mit dem Hänger auf eine abgelegene Wiese gefahren und dort ausgesetzt. Aber das ist wieder ein anderes Thema.?

 

Dagegen existieren in Italien keine Tötungsstationen. In dem beliebten Urlaubsland werden herrenlose Hunde in sogenannte „Canile“ gebracht. Dort werden die Tiere mit möglichst geringem Aufwand möglichst lange am Leben gehalten, weil die Betreiber pro Hund, pro Tag Geld verdienen. Ein Interesse, Hunde zu vermitteln besteht in der Regel nicht. ?Das hört sich alles an, als wäre die Problematik mit den herrenlosen Vierbeinern ein Fass ohne Boden. Das ist es auch. Sicherlich ist es löblich und wichtig, dass Menschen ihre Katzen und Hunde aus Tierheimen adoptieren, egal ob aus dem Ausland oder aus dem Tierheim vor Ort. Aber vor allem der Blick auf die Tötungen zeigt, dass Adoptionen immer nur ein Tropfen auf dem berühmten heißen Stein sein können. Denn warum werden die Tiere dort euthanasiert? Die Antwort lautet, um Platz zu schaffen für neue Tiere. Mit anderen Worten: Um das Problem zu lösen, muss man es an der Wurzel packen. Und die Wurzel ist die Flut an herrenlosen Hunden und Katzen. Natürlich trägt auch der illegale Welpenhandel zu dem Drama bei. Da werden auf der einen Seite massenweise Welpen produziert und auf der anderen Seite massenweise Hunde getötet. Verkehrte Welt.

 

Seit Beginn unseres Streunerprojekts in Rumänien wissen wir nur allzu gut, wie es ist tagtäglich gegen die innere Verzweiflung ob der nicht enden wollenden Flut an Welpen. Eine Kastration kostete uns in Rumänien 45€. Bitte helfen Sie uns mit Ihrer Spende viele Kastrationen zu finanzieren.

 

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