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Ex-Laboraffen droht Hungertod!

Auf einer Insel im Süden Liberias (Westafrika) leben 66 Schimpansen. Es handelt sich um ehemalige Versuchstiere des New York Blood Centers, die teils mehrere Jahrzehnte im Dienst der Forschung standen. Wie unsere Ex-Labor-Schimpansen in Gänserndorf wurden auch die Schimpansen in Liberia mit Hepatitis infiziert. Im Jahre 2005, nach Einstellung der Versuche, wurden die Schimpansen auf eine unbewohnte Insel gebracht. Nun soll ihre Versorgung eingestellt werden...

Die Ex-Labor-Schimpansen von Monkey Island

Das Schicksal der 66 ehemaligen Versuchs-Schimpansen aus Liberia ähnelt dem der Ex-Labor-Schimpansen, die wir im Jahre 2009 aus der Konkursmasse des ehemaligen Safariparks übernommen haben: Sie standen im Dienst der Forschung und wurden mit Hepatitis infiziert. Aber während unsere Schimpansen im Gut Aiderbichl Affen Refugium seit 2011 über eigene Außengehege verfügen und bestens versorgt werden, steht den 66 Schimpansen auf Monkey Island ein trauriges Schicksal bevor: Sie sollen qualvoll verhungern und verdursten!

Was ist Monkey Island?

Liberia - direkt am Atlantik gelegen - gehört zur tropischen Regenwaldzone. Gleich neben dem Flughafen wurde hier 1974 eine Forschungsstation des New York Blood Center (NYBC) errichtet, in der Schimpansen eingesetzt und bewusst mit Hepatitis und anderen Krankheitserregern infiziert wurden. Dort waren hunderte Schimpansen untergebracht - isoliert in Gitterkäfigen. Die meisten Schimpansen kamen aus Privathaushalten, wo sie als Haustiere gehalten wurden. Wenn die Schimpansen dann größer und unberechenbarer wurden, wurden sie an das Labor abgegeben. Einst geliebte Haustiere wurden so zu isolierten und verzweifelten Versuchstieren.
Verzweiflung: Dieses Foto zeigt unsere Schimpansin Bonnie im Versuchslabor
1989 brach der erste von zwei langen und blutigen Bürgerkriegen in Liberia aus. Die meisten Schimpansen überlebten die Kriegswirren, aber die Versuche gingen weiter. Ende der 90er Jahre wurden die Proteste gegen Tierversuche, insbesondere an Menschenaffen, immer größer. So entschloss sich das NYBC im Jahre 2005 dazu, die Versuche einzustellen. Die etwa 200 Versuchs-Schimpansen wurden auf eine unbewohnte Inselkette vor Liberia übersiedelt. Verbunden mit dem Versprechen des NYBC, sich um die ehemaligen Versuchstiere zu kümmern. So wurden sie bislang von ihren langjährigen Pflegern täglich mit Nahrung und Wasser versorgt, denn die ehemaligen Versuchs-Schimpansen sind das Leben in der freien Natur nicht gewöhnt und somit vom Menschen abhängig. Doch aktuell schockt das New York Blood Center mit der Mitteilung, dass die Versorgung der Schimpansen eingestellt werden soll. Derzeit leben noch 66 ehemalige Versuchs-Schimpansen auf Monkey Island. Deren Versorgung kostet das Unternehmen etwa € 27.000,- monatlich. Noch fahren die ehemaligen Pfleger der Schimpansen mit Booten nach Monkey Island, um sie zu versorgen, doch die Rationen werden immer kleiner und auch das Wasser ist knapp. Den Schimpansen von Monkey Island droht ein qualvoller Hungertod!
Bitte protestieren Sie und unterschreiben Sie unsere Petition! (einfach auf das Bild klicken)
https://www.change.org/p/die-schimpansen-von-monkey-island-m%C3%BCssen-versorgt-werden

Hier geht's zum Bericht der Münchner TZ über Monkey Island:

Haltung von traumatisierten Ex-Labor-Schimpansen im Gut Aiderbichl Affen Refugium

Gut Aiderbichl Affen Refugium Gänserndorf
Schimpansen würden in freier Wildbahn im Familienverbund leben. In der Forschung aber werden sie in engen Gitterkäfigen gehalten - alleine. Dadurch werden sie vom Menschen abhängig, denn sie lernen weder wie man Nahrung sucht, noch wie man in einer Gruppe lebt oder Konflikte untereinander austrägt. Um diese Traumata zu verarbeiten und die Ex-Labor-Schimpansen zu resozialisieren bedarf es viel Geduld und Erfahrung. Selbst bei unseren Ex-Labor-Schimpansen dauert dieser Prozess noch an und sie lernen täglich dazu.
In den Tuff-Steinen suchen die Schimpansen nach versteckten Köstlichkeiten...
Auch die Bälle haben Öffnungen, in den wir Leckerli verstecken können...
In schwierigen Fällen holen wir uns Rat von Experten, wie zum Beispiel dem Schimpansen-Experten Mike Seres.
Gut Aiderbichl hat sich mit dem Affen Refugium Gänserndorf einen Namen in der Haltung traumatisierter Schimpansen gemacht. 2009, als wir die Ex-Labor-Schimpansen aus der Konkursmasse des ehemaligen Safariparks übernommen haben, waren wir uns der großen Verantwortung bewusst. Die Haltung von Schimpansen ist aufwendig, die Sicherheitsvorkehrungen sind hoch, ebenso wie die Kosten. Die artgerechte Haltung unserer 35 Ex-Labor-Schimpansen schlägt jährlich mit etwa 3 Millionen Euro zu Buche! Aber Momente wie dieser belegen, dass es den Aufwand wert ist. Sehen Sie hier nochmals den bewegendsten Moment unserer Ex-Labor-Schimpansen: Ihre ersten Schritte in den neu errichteten Außenanlagen im Gut Aiderbichl Affen Refugium:
Bitte unterstützen Sie das Gut Aiderbichl Affen Refugium mit einer Plus-Patenschaft (ab € 5,- monatlich, zusätzlich zur normalen Patenschaft). Förderer des Affen Refugiums haben außerdem die einmalige Gelegenheit, an unseren Exklusiv-Besuchen in Gänserndorf teilzunehmen und die Schimpansen zu sehen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

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