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Gaucho-Tanz von Stier Bandit als Dank!

Seit der Freilassung unserer Schimpansen 2011 in ihre Außengehege haben wir Bilder wie diese nicht mehr gesehen. Der verzweifelte Aiderbichler Christian bat die Internet-Aiderbichler um Hilfe. Er hatte einen jungen Stier in der Anbindehaltung entdeckt, der ihn kläglich ansah und seine Hand leckte. Christian konnte nicht mehr schlafen, und nachdem wir das Schicksal des Stiers Bandit gepostet hatten, meldeten sich Paten. In einem atemberaubenden Video kann jetzt jeder miterleben, wie er in seine Freiheit tanzt...

Hoffnungslosigkeit und Monotonie - und dann der Jubel über die Freiheit

Bandit erreichte die Herzen der Menschen und sie haben ihm geholfen. Allen voran sein Retter Christian. Es war schon dunkel, als er seine Ketten löste. Bandit sprang einfach durch das Gitter, und dann zeigte er allen Menschen, dass Rinder sich mitteilen können. Bishin zu einer Liebkosung am Ende des Videobeitrages. Noch nie hat ein Rind so über seine Art und ihr Leid Auskunft geben können. Dieses Video ist Aiderbichler Geschichte!!!

Manchmal hört man von Rinderhaltern, dass die Anbindehaltung nicht so schlimm sei. Sie würden es nicht anders kennen. Das stimmt nicht.

Erschöpft und glücklich macht Bandit nach seinem Freudentaumel etwas Pause. Er erahnt nicht, was seine Geschichte bewirken wird. Viele Menschen werden nachdenken und sich fragen, ob das Opfer, das den Rindern abverlangt wird, im Verhältnis dazu steht, dass Fleisch so billig sein muss. Dass wir dann auch noch übermütig mehr als 30 Prozent des so erzeugten Fleisches ungegessen wegwerfen. Die Schuld trifft in erster Linie uns, die Konsumenten.

Danke, danke, danke! Insbesondere an alle, die Gut Aiderbichl unterstützen und auch in diesem Fall dem Leid Einhalt geboten haben. Mit diesen Bildern konnten wir belegen, dass sich ihr Einsatz gelohnt hat. Nun darf auch Bandit bis an sein natürliches Lebensende auf Gut Aiderbichl bleiben.
 
Bevor wir uns in den nächsten Tagen anderen Tieren zuwenden, geht es noch einmal um einen Stier. Noch nie zuvor wandern so viele Touristen im Hochbebirge. Da begegnen sie den Almrindern. Manche haben Hunde dabei und es kommt zu schrecklichen Unfällen. Sie sind ungehemmt und haben von den Gesetzen der Natur keine Ahnung. Auch nicht davon, dass Kühe ihre Kälber schützen oder Stiere ihre Herde.

Menzl verabschiedet sich von seiner Leitkuh

Stier Menzl (4) sollte als Bösewicht sterben. Ein Beerensammler war mit einem Eimer über seine Alm gegangen. Menzl aber wird von Kindesbeinen an mit Weizen aus einem Eimer gefüttert. Er näherte sich dem Beerensammler (75) neugierig, und dieser versuchte, ihn zwei Mal zu vertreiben. Beim dritten Versuch krachte es dann und Menzl rempelte den Eindringling aus seiner Sicht. Dieser erlitt Rippenbrüche und Verletzungen am Kiefer. Der sonst als besonders sanftmütig geltende Stier sollte dafür mit seinem Leben bezahlen. 

Mit der Unterstützung des besonders tierlieben Bauern und eines Salzburgers gelang es uns, das Schlimmste abzuwenden. Zum Verladen wurde Menzl sediert und dann auf ein nicht besuchbares Aiderbichl Gut gebracht.

Wir haben im Sinne aller Aiderbichler Menzl geholfen. Auch haben wir versprochen, seine geliebte Leitkuh, nachdem sie ausgedient hat, zu übernehmen. Dürfen wir Sie an dieser Stelle noch einmal bitten, falls nicht schon geschehen, unser Rinder-Projekt mit einer Spende oder einer Patenschaft auch für Menzl zu unterstützen? Nur so können wir uns weiterhin für eine Tierart einsetzen, die auf der Skala der Sympathie des Menschen ganz unten steht. Vielen Dank!

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