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Hinsehen lautet das Zauberwort

 

Es gibt Momente im Leben, die alles verändern. Momente, die unumkehrbar sind und den Weg für etwas Neues ebnen. Solche Momente sind kostbar, auch wenn sie grausam sind. Manchmal müssen sie grausam sein, damit Gutes entstehen kann.
Als Michael Aufhauser 1991 aus dem Bürofenster des Reiseunternehmens, für das er zu dem Zeitpunkt tätig war, sah, war das der eigentliche Beginn von etwas Großem. Er sah, wie an einem Strand der spanischen Costa del Sol Hunde eingefangen wurden. Die Hundefänger gingen mit ihren Schlingen alles andere als vorsichtig mit den Tieren um. Alleine dieses grausame Schauspiel hätte wohl die meisten Menschen dazu gebracht, den Blick abzuwenden. Nicht so den Gründer von Gut Aiderbichl.


Beim bloßen Hinsehen blieb es damals in Spanien nicht. Der große Tierliebhaber wollte wissen, was mit den Hunden passiert und fuhr den Hundefängern hinterher. Das Ziel der Hundefänger war eine Perrera in Málaga und Michael Aufhauser wurde an dem Tag, der sich tief in sein Gedächtnis einbrannte, Zeuge, wie an die 40 Hunde und Katzen in der Perrera getötet wurden. Das Gesehene lag jenseits seiner Vorstellungskraft, doch anstatt in seinem Entsetzen zu verharren, handelte er und kaufte die Tiere, die für den nächsten Tag auf der „Todesliste“ standen, frei. Durch dieses Schlüsselerlebnis wurde Michael Aufhauser vom Tierliebhaber zum Tierschützer, der in den darauffolgenden Jahren an die 3000 spanischen Hunde vor dem sicheren Tod rettete. Die meisten von ihnen waren Galgos.


Dass wir diese Zeilen genau zu dieser Jahreszeit veröffentlichen, ist kein Zufall. Denn im Februar endet in Spanien die Jagdsaison. Vornehmlich in Andalusien werden Meutehunde wie Galgos oder Podencos in den Wintermonaten von den sogenannten Galgueros zur Hasenjagd eingesetzt. Jedes Jahr ist das Ende der Jagdsaison gleichzusetzen mit dem Beginn großen Leids. Hunde, die zu alt oder zu langsam für die von ihnen zu erfüllende Aufgabe sind, werden gnadenlos aussortiert. Genaue Angaben gibt es nicht. Tierschützer beziffern die Zahl der Hunde, die jedes Jahr auf die verschiedensten Art und Weisen „entsorgt“ werden, auf rund 50.000 Tiere. Obwohl immer mehr auf das Leid der spanischen Windhunde aufmerksam gemacht wird, bleibt die Anzahl leider konstant hoch. Wohl, weil jeder Galguero seine Jagdhunde nach wie vor ungehemmt vermehrt. Lediglich die Art der „Entsorgung“ hat
sich zum Teil dahingehend verschoben, dass mehr Hunde in Auffangstationen abgegeben werden und ihnen damit eine zweite Chance eingeräumt wird. Das soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Hunde der Rassen Galgo Español und Podenco Ibicenco auch heute noch in Brunnenschächte, Flüsse oder Felsspalten geworfen, in Hinterhöfen erschlagen oder Tötungsstationen (Perreras) abgegeben oder einfach ausgesetzt werden. Was nach Angaben von Tierschützern weniger geworden ist, ist das Aufhängen der Hunde an Bäumen. Insgesamt werden von den geschätzten 50.000 Hunden vielleicht einige Tausend gerettet. In dem Zusammenhang spricht man im Tierschutz oft von dem berühmten Tropfen auf dem heißen Stein. Ja, die Zahlen mögen frustrieren und erschrecken. Sie dürfen einen jedoch nicht dazu animieren, den Kopf in den Sand zu stecken. Vielmehr sollten sie Ansporn sein, etwas zu tun und mehr Tiere zu retten. Denn ein Tier zu retten mag vielleicht an der augenblicklichen Gesamtsituation nichts ändern, für das gerettete Tier verändert sich jedoch alles. Zu sehen, wie sich ein gerettetes Tier seines neuen Lebens erfreut, wie es Vertrauen fast und seine Persönlichkeit entwickelt ist der Motor, der uns jeden Tag aufs Neue antreibt.

 

Unter dem Schutz von Gut Aiderbichl leben zurzeit rund 550 Hunde. Begleiten Sie die in Not geratenen armen Tiere mit einer symbolischen Patenschaft oder helfen Sie mit einer Spende!

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