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Gefährlicher Alm-Ausflug

Gerade jetzt zur Ferienzeit wandern viele Touristen in den Almregionen. Dort weiden alljährlich hunderttausende Rinder. Aber erst seit einigen Jahren häufen sich die Meldungen von Angriffen der Almrinder auf Menschen. So auch im letzten Jahr, als ein Beerenpflücker von Stier Menzl umgerempelt wurde. Dafür sollte der Pinzgauer Stier mit dem Leben bezahlen. Doch es kam anders und nun gab es für Menzl eine besondere Überraschung. VIDEO Jährlich werden allein in Deutschland mehr als 180.000 trächtige Rinder geschlachtet. Dies bedeutet einen qualvollen Tod für die ungeboreren Kälber. Bitte unterschreiben Sie unsere Petition!

Wem gehören die Almen?

Jedes Jahr im Sommer lesen wir fast täglich in den Zeitungen die gleiche Schlagzeile: "Wanderer von Rindern verletzt". Kaum ein Tag vergeht ohne einen tragischen Unfall. Obwohl seit ewigen Zeiten traditionell hunderttausende Almrinder in den Gebirgsregionen weiden, häufen sich diese Meldungen erst seit einigen Jahren. Warum? Haben die Rinder weniger Bindung zu ihren Bauern? Liegt es am Wetter oder an Umwelteinflüssen? Wohl kaum. Eher liegt es daran, dass sich viele Ausflügler nicht mehr die Mühe machen, sich ordentlich vorzubereiten und zu informieren. Aber wer sich der unbekannten Naturwelt nähern will, muss ihre Regeln kennen und beachten. Das schließt auch das Verhalten der Almtiere ein. Wer also, vielleicht noch in Begleitung eines Hundes, auf eine Rinderherde zugeht, bringt sich selbst in große Gefahr. Denn: Kühe beschützen ihre Kälber und Stiere ihre Herde.
So lebte auch Stier Menzl (5) bis zum Sommer 2014 gemeinsam mit seiner Herde auf einer alm. Er gehört zu seltenen Rasse der Pinzgauer Rinder und galt als sanftmütig und friedlich. Doch dann kam es zu einem Zwischenfall, der sein Todesurteil werden sollte. Ein Beerensammler mit einem Eimer in der Hand ging über die Alm, auf der Menzl und seine Herde grasten. Menzl wurde schon von klein auf mit Weizen aus eben so einem Eimer gefüttert. Er dachte, in dem Eimer sei eine willkommene Leckerei und näherte sich dem Beerensammler voller Neugierde. Doch dieser versuchte, ihn zu vertreiben. Beim dritten Versuch schließlich wehrte sich Menzl und stieß den älteren Mann um. Er erlitt Prellungen und einen Kieferbruch. Dafür sollte Menzl mit seinem Leben bezahlen. Doch dank der Unterstützung eines tierlieben Bauern konnten wir das Schlimmste abwenden und Menzl durfte auf einem unserer nicht besuchbaren Güter einziehen.
Vor dem Verladen wurde Menzl mit einem Narkosegewehr leicht betäubt...
Ein Bild blieb uns bei seiner Abholung besonders in Erinnerung: Als Menzl bereits vom Betäubungspfeil getroffen war, ging er zu seiner Herde und verabschiedete sich lautstark - insbesondere von der Leitkuh, seiner Nuss.
Sommer 2014: Menzl verabschiedet sich von Leitkuh Nuss
Wir gaben damals das Versprechen, dass Nuss, wenn sie einmal ausgedient hat, ebenfalls zu uns kommen darf. Als sie nun in diesem Jahr nicht trächtig wurde, meldete sich der Bauer bei uns und bat darum, unser Versprechen einzulösen. Während wir uns auf den Weg machten ließ uns eine Frage nicht mehr los: Würde Menzl seine Nuss nach fast einem Jahr Trennung wiedererkennen? Als Nuss auf unserem Außenhof ankam, stieg sie neugierig aus dem Hänger und sah sich erst einmal um. Da gab es plötzlich noch viele andere Stiere! Elegant trabte sie über die Weide und begrüßte die anderen Rinder. Doch dann hob Menzl den Kopf und glaubte, seinen Augen nicht zu trauen... Erleben Sie in unserem Video die Zusammenführung von Menzl und Nuss!
Rinder stehen auf der Sympathieskala der Menschen ganz weit unten. Fälschlicherweise wird ihnen nachgesagt, dass sie emotionslos sind. Aber dieses Schicksal sollte uns vom Gegenteil überzeugen. Auf Gut Aiderbichl leben mehr als 500 gerettete Rinder. Bitte unterstützen sie unsere Arbeit und werden Sie Pate von Menzl und Nuss (ab € 10,- monatlich).
Menzl (r.) im Glück - liebevoll schleckt er seiner Nuss (l.) den Rücken
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