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„Kalimera“

Was wurde aus Saki dem griechischen Esel?

Viele Menschen haben mich wohl durchschaut und erkannt, dass die Esel zu meinen großen Lieblingen in der Tierwelt gehören. Vielleicht hängt das auch mit den verzweifelten Rufen meiner Mutter zusammen, als ich noch ein Kind war: „Dieses Kind ist stur wie ein Esel, sie treibt mich in den Wahnsinn“. Tja, lustig, dass wir Menschen den anderen sehr gerne mit Tieren vergleichen – leider meistens, wenn es um Negatives geht.

In unserem Eselhaus in Henndorf wohnen 34 Esel, einige Ponys, Zebulinchen, unser Zwergzebu und Maggy, eine Ziege, die es vorzieht, lieber im Eselhaus als im Ziegenstall zu Hause zu sein.

Heute soll es in meiner Geschichte speziell um Saki gehen, dem Sir unter den griechischen Eseln in Henndorf.

Unser Esel Saki - der Sir unter den griechischen Eseln

Saki kam am ersten Weihnachtsfeiertag 2013 gemeinsam mit Wanja, einer bildhübschen Eselin, aus Griechenland aufs Gut nach Henndorf. Er war damals um die 30 Jahre alt und hatte viele Jahre im Tabakanbau gearbeitet. Mit ihm kam der Onkel Wanja, eine Schönheit von einem Esel, an. Eine ganze Esel-Delegation empfing die beiden auf Gut Aiderbichl Henndorf.

Saki, der Adonis, der Schöne und was man ihm zutraute

An Michael Aufhauser trat vor einigen Jahren eine Nonne heran. Sie berichtete von ihrem 18 Jahre langen Aufenthalt als Kindergärtnerin im Ausland. Sie wurde nun zurück in ihr Mutterhaus gerufen. Es gab nur ein Problem: einen Esel namens Wanja. Die Einheimischen hatten ihr aus Dank für ihre aufopfernden Dienste eines Tages ein Eselbaby geschenkt. Sie hatte sich so an Wanja gewöhnt, dass sie sich nicht vorstellen konnte, ihn zurückzulassen. Der Aufnahme wurde zugesagt, und als einer unserer Tierrettungstransporte aus dem Süden zurückkam, brachten die Tierretter Onkel Wanja und Saki mit.

Tja, das Leben geht oft seltsame Wege. Wanja war eine Eselstute und gebar vor fünf Jahren Marie, eine bildhübsche Eselin. An einem Oktobertag während einer Führung vor dem Stall, der zu Weihnachten immer die lebende Tierkrippe ist, sah ich plötzlich, dass bei Wanja an einer gewissen Stelle eine Riesenblase herausschaute. Dünne lange Beinchen – ein Eselfohlen kündigte sich an. Ich wurde nervös, rief die Tierpfleger an und ca. 15 Minuten später hatte Wanja Marie geboren. Wanja war so stolz und von der ersten Sekunde an eine phantastische Mutter. – Die Geschichte über unser flottes Mariechen erzähle ich ein andermal weiter.

Eines noch: es wurde vermutet, dass, obwohl Saki schon älter war, der Papa von Marie sein sollte. Doch Saki war kastriert und es muss wohl ein anderer hübscher Esel Maries Papa sein.

Saki der Womanizer, der Charmeur 

Wenn ich ihn rufe „Saki, geht’s Dir gut?“ bleibt er stehen. Er denkt sich wahrscheinlich „Ah, die Gisela. Mach ich mal Stopp und schnuppere, ob sie ein Leckerli für mich hat, hm, …. wusst ich‘s doch.“. Ich gebe ihm sehr kleine Stückchen, weil er keine guten Zähne mehr hat, nicht gut beißen kann und womöglich könnte das Gutgemeinte im Schlund stecken bleiben und dann wird’s gefährlich. Manchmal trägt er einen Maulkorb. Das ist ein Schutz für ihn, wenn er in den Außenanlagen herumspaziert: Er soll nichts fressen, was er nicht schlucken kann. Er trägt diesen Maulkorb mit Fassung, denke ich.

Saki stuppst mich und meint „Na komm, ein kleines winziges Guti noch.“ – wer kann ihm widerstehen? Ich selten bis gar nicht. Saki hat wunderschöne Augen, stellt die Ohren hoch, wenn man mit ihm spricht, lässt sich gerne am Hals kraulen und genießt. Wenn er sehr gut aufgelegt ist, bekommt man auch ein weiches Esellippenküsschen. Wenn die Sonne scheint, legt er den Kopf irgendwo auf und träumt vor sich hin.

Einige Jahre war Saki ein Einzelgänger, doch nun hat er sich sehr gut eingelebt und er schleicht sich gerne an manche Eseldamen an und bezirzt sie. Zupft an ihrem Fell, reibt seinen Kopf am Rücken einer hübschen Eselin, knabbert an seiner Auserwählten herum und ist glücklich.

Wenn sonntags Friederike und Sepp bei den Eseln sind, gibt es immer ein Freudiges „Kalimera“-Eselrufen und er freut sich mit den anderen Eselchen und alle stimmen für die beiden Menschen, die die Esel über alles lieben, ein schönes Esel-Iah-Lied an. Das sollten Sie einmal mitbekommen!

Friederike und ihr Saki – eine große Liebe

Wenn ich in der Früh ins Eselhaus gehe, bekomme ich auch ein Ständchen – nicht nur, weil sie wissen, dass jeder ein kleines Stückchen Banane bekommt. Alle 34 Esel schmatzen die Banane und wollen mich mit bettelnden Augen und aufgestellten Ohren überreden, noch ein Stückchen locker zu machen. Wenn ich zu Saki schaue, hebt er den Hals und den Kopf in die Höhe und stimmt für mich ein zartes „Iah“ an. Ich fühle mich stets sehr geschmeichelt ob so viel griechischer Göttlichkeit.

Sika, sein bester Freund, und seit der nicht mehr ist

Eine sehr enge Freundschaft verband Saki mit Sika, der leider gegangen ist. Sika war ein eher schüchterner Esel. Er hatte ein sehr schönes dunkles Fell und verträumte schwarzbraune Eselsaugen. Er und sein Freund Saki marschierten den ganzen lieben Tag lang am Gut herum, flirteten mit den Eseldamen und spielten manchmal so verrückt miteinander, dass es nur mehr staubte und es eine helle Freude war, ihnen zuzusehen. Zwei Freunde fürs Leben. Nach Sikas Einschlafen war Saki sehr traurig und hat sich wieder zurückgezogen.

„Erinnern ist leicht für den, der ein Gedächtnis hat,
Vergessen ist schwer für den, der ein Herz hat“. (Gabriel Garcia Marquez)

Ich traue dieses Gefühl den Tieren, in diesem Fall Saki, zu. Saki steht sehr oft an den Stellen, wo er gemeinsam mit seinem Freund Sika die Sonne genossen hat. Was mag er sich wohl denken?

Maggy und Saki

Unser Esel Saki und die Ziege Maggy bei ihrem gemeinsamen Hofspaziergang

Es kam eine Ziege nach Henndorf, Maggy. Sie hat jahrelang mit Pferden und Eseln gelebt und kam weg, als die zweite Ziege gestorben war und die anderen Tiere sie mobbten. Jeden Morgen war sie aus dem Ziegenstall ausgebrochen und stand beim Eselhaus. Was war da los? Ah, man konnte bald beobachten, dass Maggy sich in unseren Adonis verliebt hatte, und ihn regelrecht verfolgte. Saki schien manchmal zu denken „Ich bin doch ein Esel, Maggy, such dir einen bei den Ziegen.“. Doch Maggy blieb hartnäckig und Saki nahm sie sanft und lieb mit in seinen Stall.

Es gibt noch viele Geschichten aus dem Eselhaus, ich freue mich, wenn ich Sie bei einer Führung zu einem „Gespräch“ mit unseren Eseln einladen darf, herzlichst, Gisela

Nur dank Ihrer Unterstützung, liebe Aiderbichler, können wir helfen und den in Not geratenen Tieren ein sicheres und liebevolles Zuhause bis an ihr natürliches Lebensende geben. Mittlerweile leben 6.000 gerettete Tiere unter dem Schutz von Gut Aiderbichl. Darunter auch viele Esel, die aus den unterschiedlichsten Lagen gerettet werden konnten. Bitte unterstützen Sie uns weiterhin mit einer symbolischen Patenschaft oder einer Spende. Vielen herzlichen Dank!

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