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Unsere Füchsin Stella

Umzug ins große Gehege der erwachsenen Füchse

Vergangenen April wurde Stella als Fuchsbaby in Henndorf aufgenommen und schlich sich mit ihrem anfangs hilfesuchendem, dann entzückendem, fröhlichem Wesen in unser aller Herzen. Bei der Aufnahme war Stella sehr klein, dünn und sie hatte Verletzungen am Körper. Ihre Beine waren nicht gesund, trotzdem wuchs die Füchsin dank der liebevollen Pflege unserer Anna Pieringer zu einer Fuchsschönheit heran.

Stella bei ihrer ersten Erkundung im Gehege der erwachsenen Füchse

In den vergangenen Monaten führte ich Immer wieder kleine Besuchergruppen zu unserem Schützling ins Fuchsgehege. Ich erzählte gerne über das Heranwachsen unserer Stella. Hautnah durfte ich ja ihre Entwicklungsstufen Tag für Tag miterleben. Jede einzelne Veränderung an Stella war hochinteressant und bewies die fantastischen Geheimnisse der Natur. – Stella liebte es in den ersten Wochen, wenn sich die Besucher „klein“ machten und wir sie mit sanfter Stimme herlockten. Sie ließ sich gerne streicheln, ihr Bäuchlein kraulen, liebte es, in einen Korb mit frischem Heu zu hüpfen. Einige Schals und auch Handtaschen machten ihr besonderen Spaß - die Besucherinnen nahmen es gelassen hin.

Stella mit ihrem Baumwollspielknochen

Nun kam also die Zeit, die kleine Prinzessin ins große Gehege zu lassen. Monatelang hat man beobachtet, ob die erwachsenen Füchse Stella akzeptieren werden. Bei den Füchsen gibt es keinen Welpenschutz wie bei Hunden. Anna hatte die Idee, Stella und den anderen Füchsen verschiedenfarbige Baumwollspielknochen zu geben. So konnte man erkennen, ob das Leben der kleinen Füchsin mit den Erwachsenen in deren Fuchsbau harmonisch ablaufen würde. – Und siehe da, jeden Morgen lagen die Baumwollspielknochen der Stella im großen Gehege und die der Erwachsenen in ihrem Welpengehege. – Wie ging das vor sich? Füchse sind nachtaktive Tiere und so spielten sie während der Nacht mit Stella, indem die Baumwollknochen gegenseitig durch den Maschendraht gestopft wurden.

Stella genießt den frischen Schnee

Füchse - wie klug sind sie, welch große Diplomaten im Umgang mit uns Menschen

Erkennen Sie meine Botschaft? Füchse sind ungeschützte Tiere. Der Mensch überfährt sie, lässt sie auf der Straße liegen, wir ziehen ihnen das Fell ab, um den Pelz an unserem Körper zur Schau zu stellen. Füchse wie Stella locken uns zu sich, zeigen uns, ob Streicheln erwünscht ist oder nicht, sie knabbern an unserem Schuh und wollen sagen: „Komm, spiel mit mir!“. Tiere kommunizieren mit uns Menschen, und sie wollen uns im Falle der Füchse vor allem signalisieren: Fell ist was Wunderschönes, aber nur an uns Tieren, auf deren Körper es wächst... – eine kleine Erinnerung die hoffen lässt, dass die Menschen umdenken.

Stella auf Erkundungszug durch das große Gehege

Stella blickt neugierig aus dem Gehege

Sehr vorsichtig verhielt sich Stella, als Anna die Türe des Welpengeheges offenstehen ließ und versuchte, sie mit einem Leckerli herauszulocken. Langsam und sachte – vier Schritte vor und drei zurück: „He, Anna, die Tür ist offen. Die war ja noch nie offen. Ich laufe jetzt da hinaus, ist das in Ordnung? Oder? Ich geh jetzt hinaus“. Schwups, war sie aus dem Welpengehege. Mit ihren sanften, listigen Augen, ihren aufgestellten Ohren und immer mit einem fragenden Blick hin zu Anna, erkundete sie zum ersten Mal das Gehege der „Großen“. Ein schöner, ergreifender Augenblick und wieder einmal der Beweis, welche Geheimnisse die Natur birgt. Wir müssen nur hinschauen und bekommen so viele Antworten.

Wenn ich nun zum Fuchsgehege spazieren werde und leise rufe: „Stella, wo ist meine Prinzessin?“ – wird man in Zukunft wohl suchend schauen müssen, wo sie sich versteckt und leise um die Ecke blinzelt. Füchse hören, sehen und riechen x-fach besser als wir Menschen, also wird sie uns vermutlich ein wenig an der Nase herumführen, bis wir sie finden werden.

Stella erkundet jede noch so kleine Ecke in ihrem neuen Gehege

Aus der kleinen Stella ist nun eine große, stolze Vertreterin der Füchse geworden. Viele Menschen haben Anteil an ihrem Schicksal genommen, viele Menschen haben sich in ihr lustiges und feinfühliges Wesen verliebt.
Ihr kluges Signal an uns Menschen wird niemals aufhören:

 „…nun durften Sie mich als Fuchsbaby kennenlernen, mich streicheln, mich füttern und mein Bäuchlein kraulen. Jetzt bin ich eine Große geworden. Ich wünsche mir weiterhin, dass, wenn sie mich sehen, sie sich keinen Pelz kaufen, auch keine Fake-Pelze. Solange ihr Menschen der Pelzindustrie signalisiert: ich kaufe mir keinen echten Pelz, weil ich nicht möchte, dass die Tiere sterben müssen, aber ich kaufe mir einen „falschen“ Pelz, solange steht das Signal für die Pelzindustrie trotzdem auf „Grün“. Stellt die Ampel auf „Rot“ und denkt dabei stets an die wunderbaren Tiere, die die Natur euch Menschen schenkt. Denkt dabei an mich, und das ein oder andere Erlebnis, das sie vielleicht mit mir hatten. – Und Achtung: halten Sie keinen Finger oder gar die Nase zum Gehegezaun! Ich mag Menschen, aber ich bin ein wildes Tier und möchte ihre Nase oder Finger nicht anknabbern. Danke.“

Stella freut sich auf ihr Erwachsenenleben

Bei einer nächsten Führung erzähle ich gerne über unsere Stella im großen Fuchsgehege. Bis dahin, herzlichst, Gisela

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