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Zacki und Debi

Zwei Ziegen-Ladys am Hof

Fünf Tage die Woche: durch die kleine Tür neben der Pforte führt mich die Allee zum Innenhof. Unterwegs merke ich, wie meine Gesichtsmuskeln sich lockern, ich lächelnd links und rechts schaue. Die Tiere spüren mich und so begrüßt mich gleich einmal Moritz, der Esel, die Lamas sind manchmal auch schon unterwegs, rechts die Pferde und dann kommt Bandit und seine Ochsengruppe. Bandit, der Stier (heute Ochse) aus der Anbindehaltung. Er ist ein Riese geworden. Langsam, hocherhobenen Hauptes trabt er zum Zaun, wenn ich rufe „Guten Morgen, mein Kleiner. Alles gut?“

Vor dem großen neuen Holztor zur Pferdestallgasse, erwartet mich, wenn das Wetter nicht zu gruselig ist, jeden Morgen die Zacki, eine schöne graubraune Ziege mit besonders schönen Hörnern.

Zacki und Debi, Patrick, die „Springziege“ und Doolittle, der Weise

Als ob sie am Tor steht und auf mich wartet. Die alte Ziegenlady ist eine Schmuserin und liebt es, wenn man ihren Hals und Rücken massiert. Am besten mit den Fingern der zweiten Hand zwischen den Hörnern kraulen, dann fängt Zacki an zu lächeln.
Zacki war vor Jahren ein Weihnachtsgeschenk. Sie lebte zusammen mit ihrer besten Freundin bei dem Bauern, wo auch unser schottisches Hochlandrind herkommt, unser Sammy. Dann starb die Freundin und man suchte ein schönes neues Zuhause mit vielen Ziegen für Zacki.
Meine Großmutter hat auch Ziegen gehabt, als Kind habe ich mich immer vor ihren Hörnern gefürchtet. Meine Großmutter sagte „Ja schau halt hin, die Rosi sagt dir eh, was sie will!“. Da sind wir wieder beim Thema. Die Tiere sind unsere Lehrer und zeigen uns, ob wir hin- oder weggehen sollen und ob sie gestreichelt werden wollen oder nicht. Bei den Ziegen ist es so, dass sie uns sehr gut beobachten können, weil sie rechteckig horizontale Pupillen haben. Schaut mal hin.
Also nähern wir uns Zacki ruhig, von vorne oder besser seitlich und kraulen sie gleich zwischen den Hörnern. Wenn sie den Kopf neigt und zappelig wird, ist es am besten, man lässt sie. Ein wenig Geduld, und schon hat man einen Freund mehr.
Zacki hat Arthrose in ihren Beinchen. Wenn das Wetter feuchtkalt ist, mag sie es gar nicht so gerne. Trotzdem spaziert sie hoch aus dem Ziegenstall zur Pferdestallgasse. Wenn ich Zeit habe, massiere ich ihre Beinchen. Sie dankt es mir mit einem leisen „Meck, meck“.
Die Begrüßung der Gäste beginnt immer vor der Stallgasse. Sehr oft höre ich links von mir ein leises Meckern – Zacki. Sie hat sich leise angeschlichen, meine Zacki.

Zacki wartet auf ihre Streicheleinheiten

Die Kuh des Kleinen Mannes – die Ziege gilt als intelligent. Sie ist angeblich den Schafen weit überlegen und es wird der Ziege nachgesagt, dass für sie kein Zaun zu hoch, keine Zaunlücke zu klein und kein Ast unerreichbar ist. Das ist ja nun wirklich eine Tatsache! Beobachten Sie die Ziegen auf unserem Hof: manche haben dicke Bäuchlein, weil sie einfach fressen dürfen und keinem Weight-Watchers Programm unterliegen.
Patrick nenne ich unseren sportlichen „Springer“, denn trotz seines Bäuchleins springt er auf die Boxentür von Felix dem Pferd oder zum Mund und dessen Freundin Lola, der kleinen wilden Tante (Pony). Also hinein in die Box, um sich ein paar Leckerlis zu holen und hoppsala, wieder hinaus über die Tür.
Seine Mama, Tati, ist vielleicht die Klügste aller Ziegen. Sie hat einen absolut einzigartigen Charakter. Tati bringt Maria Kaindl, die Verwalterin, jedes Jahr wieder zur Verzweiflung. Die neuen Geranien sind gesetzt, so schnell kann man nicht schauen, wie Tati und ihre Gang die Pflänzchen verschlingen und Maria Kaindl neue setzt. Natürlich wird schon ein wenig geschimpft, aber Tati ist mittlerweile „schimpfresistent“ und Maria Kaindl fährt verstohlen lächelnd und mit schüttelndem Kopf zum Gärtner.

Eine weitere „schimpfresistente“ Ziege ist Debi. Sie ist eine kluge, fast ein wenig hinterlistige wunderschöne Ziege.

Debi ist eine selbstbewusste Ziege und wickelt alle um den Finger

Schaut sie nicht frech? Das ist Debi, ca 17 Jahre alt, sie kam aus Wien nach Henndorf. Debi ist besonders schlau, finde ich. Und: sie kennt keine Grenzen. „Eine Tür? Mir egal, die stoß ich auf… So, da bin ich. Schaut mal her, ich bin eine tolle Verkäuferin, hallo…“.

Debi übt sich als Verkäuferin

So ist Debi. Sie schwindelt sich überall hinein, wo es nur geht. Manchmal spaziert sie auch in die Große Halle – dorthin, wo das Salatbuffet aufgebaut ist. In der Halle entsteht dann ein Gemisch aus Gelächter und Gekreische, ganz verschieden. Debi stört das gar nicht. Selbstbewusst geht sie zum Salatbuffet und sucht sich die gesunden grünen Blätter. Bevor die ersten Nervenzusammenbrüche kommen, lege ich meine Jacke um ihren Hals und führe sie bei der Türe hinaus – hm, damit sie bei der nächsten wieder hereinkommt. Tja, klug und listig. Und: die neue elektrische Glastüre ist ihr übrigens ziemlich egal, sie stellt sich hin, wartet bis sie sich öffnet und spaziert hinein. Sie geht übrigens so leise, dass man sie nicht hört. Nur das Gelächter verrät den Kollegen, dass womöglich ein Tier durch die Große Halle spaziert. Soviel zu: „Du dumme Ziege!“.

Eine ruhige Ziege ist unser Doolittle. Er wurde vor Jahren aus schlechter Haltung beschlagnahmt und lebte mit elf weiteren Ziegen zur Überbrückung in einem bayerischen Tierheim. Die Ziegen wurden von Aiderbichl übernommen, nachdem das Tierheim keine Dauerlösung sein konnte.

Doolittle genießt die Ruhe auf Gut Aiderbichl Henndorf

Doolittle ist immer umgeben von Ziegendamen. Er lässt sich nicht aus der Ruhe bringen und schreitet ruhig und gelassen über den Hof und hält dort seine Audienzen mit den Ziegen. Sehr weise, sehr ruhig, viel erlebt, viel ertragen – wir werden es wohl nie erfahren. Er trägt keine Hörner und Sie erkennen ihn an seinem sanften Lächeln.

… und Benjamin, der leider vor ein paar Monaten gegangen ist

Man soll immer im Frieden und mit einem Lächeln auseinandergehen. Ich mache das mit Mensch und Tier. Benjamin hatte ein schneeweißes Fell, hatte schön geschwungene Hörner und ich erkannte ihn daran, dass dem linken Horn seitlich ein Eckchen fehlte. Seine helle Nase hatte vorne links ein dunkles Fleckchen. Das war Benjamin.
Wir hatten eine ganz besondere Beziehung zueinander. Wann und wo immer er mich nur hörte, war er schon da, hielt das Köpfchen schief, lächelte und meinte „Hallo, ich bin‘s.“ Ich kniete mich vor ihn hin und zeigte den Gästen, was Liebe eines Tieres auch bedeuten kann. Er schnupperte mich rundherum ab, kitzelte mich am Hals und legte seinen Kopf auf meine Schultern und rieb seinen Kopf an meinem. So erzählte ich dann den Gästen weiter über unsere Tiere. Benjamin gefiel das und die Menschen wurden immer ruhiger.

Wenn ich abends nach Hause gehe, spaziere ich durch die Stallungen und verabschiede mich von den Tieren. So auch eines Abends bei Benjamin. Am nächsten Tag als ich ihn rief, kam er leider nicht. Er war in der Nacht eingeschlafen. Zacki lief an diesem Tag immer einige Meter mit mir.

So gibt es stets viel zu erzählen vom Hof in Henndorf – Lehrreiches, Lustiges und Trauriges – alles gehört zum Leben. Ich freue mich auf eine nächste Führung mit Ihnen über den Hof auf Gut Aiderbichl Henndorf, herzlichst, Gisela

Nur dank Ihrer Unterstützung, liebe Aiderbichler, können wir helfen und den in Not geratenen Tieren ein sicheres und liebevolles Zuhause bis an ihr natürliches Lebensende geben. Mittlerweile leben 6.000 gerettete Tiere unter dem Schutz von Gut Aiderbichl. Darunter auch viele Ziegen, wie Zacki, Debi und Doolittle, die aus den unterschiedlichsten Lagen gerettet werden konnten. Bitte unterstützen Sie uns weiterhin mit einer symbolischen Patenschaft oder einer Spende. Vielen herzlichen Dank!

Werden Sie symbolisch Pate von Zacki und damit ein echter Aiderbichler!

Ja, ich möchte jetzt Pate werden! Unsere Tiere brauchen Ihre finanzielle Unterstützung, damit Sie ein unbeschwertes Tierleben haben können.
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