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Ein ungewöhnliches Paar

Zebulinchen und Tobi am Gnadenhof in Henndorf

 
Ich erzähle den Gästen von den vielen Tierfreundschaften auf unseren Gnadenhöfen. Nachdem ich hier ja tagtäglich meine Runden mit den Gästen ziehe, kann ich auch viel beobachten, was einem im schnellen Vorbeigehen vielleicht nicht auffallen würde. So ergeben sich manchmal sehr lustige Anbandelungen unter den Tieren: Saki, der griechische Esel und Maggie, die Ziege aus dem Salzburger Land oder eben ein Minizebu und ein Esel. Von dieser besonderen Verbindung möchte ich Ihnen heute erzählen. Vielleicht bringe ich Sie mit meiner heutigen Geschichte zum Schmunzeln?  

Unser Zebulinchen, wie wir sie liebevoll nennen, und Tobi, der Esel, sind ein Herz und eine Seele. Nach dem Frühstück, das sie im Eselstall gemeinsam mit Happy einnehmen, geht es los. Hinaus in den Freilauf und mal schaun, was so los ist am Gut. Happy ist ein kleiner Casanova und schließt sich meistens den weiblichen Eselchen an. Er verbringt demnach den Tag sehr gerne mit Marie, Ronja und Ellie.

Ich nenne das Zebu und den Esel deshalb ein ungewöhnliches Pärchen, weil es einfach so ist. Nicht nur, dass Zebulinchen ein Rind ist und Tobi ein Esel, nein. Es ist so, dass Zebulinchen die Hosen anhat, d.h., sie läuft immer voraus und Tobi folgt ihr mit hoch erhobenem Haupt und aufgestellten Ohren, und zwar den ganzen lieben Tag lang. Ich denke gerade an einen meiner Lieblingsfilme. Zebulinchen und Tobi sind für mich wie Kevin Costner und Whitney Houston: Tobi ist der Bodyguard und unsterblich in Zebulinchen verliebt. Und so wie Kevin Costner im Film, zeigt Tobi seine Liebe nicht. Verliebte Blicke gibt es nur, wenn Tobi denkt, dass er unbeobachtet ist. Ein Bodyguard muss ja vor allem stark sein, zu viel Gefühlsduselei passt da nicht. – Und wissen Sie, Zebulinchen kann auch singen – nicht mit der herrlichen Stimme von Whitney – aber dennoch.

Vergangenen Juni dacht ich mir eines Tages in der Früh: „Nanu, Batzi (unser Rothirsch) kann doch noch nicht in der Brunftzeit sein? Wer röhrt denn da? Woher kommt das denn?“. – Batzi und Hermes waren ganz ruhig in ihrem Hirschgehege und genossen die Sonne. Tja, wieder was dazu gelernt. Das Röhren kam voller Innbrunst aus dem Eselstall und es war unser Zebulinchen! Sie hatte den Kopf gehoben und röhrte mit voller Stimme vor sich hin, was heißen sollte: „Heh Leute, Zeit, dass die Stalltür aufgeht!“.

Die Beiden schlendern also in der Früh zum Tierbuffet. Dort wartet Heu und Stroh und viele Ponys, Esel, Ziegen sowie die großen Rinder Sammy, das schottische Hochlandrind, seine Heike, Sarah und Bambi. Bei Sammy hat man manchmal das Gefühl, dass er sich denkt: „Na schau mal, die Kleine ist auch schon unterwegs. Und mit Tobi muss ich mal muhen, er ist ihr zu ergeben, auch wenn er es verstecken will“.
 
 
Bei Tobi ist zu beobachten, dass er selbst am Tierbuffet immer schützend im Hintergrund bleibt. Es kann vorkommen, dass Zebulinchen frisst, aber Tobi nicht zum Futter kommt. Wenn ich das sehe, bringe ich ihm Heu und Zebulinchen schaut sofort ums Eck: „Das ist meiner!“.

Es kommt auch vor, dass Zebulinchen Tobi austrickst und einen Alleingang über den Hof startet. Tobi läuft suchend und leicht aufgeregt herum, bis er sie gefunden hat. Wer nun auch noch denkt, dass Tiere keine Gefühle haben, dass sie „nur“ tierische Instinkte wie Fressen und Fortpflanzung spüren, der kann sich gerne durch Beobachtungen vom Gegenteil überzeugen. – Bei Zebulinchen und Tobi ist es jedenfalls wie im Film: „I will always love you!“.

Wie kamen das Zebu, die Esel und die Ziegen Bärli und Schwänli nach Henndorf?
Eine junge Familie wollte sich der Landwirtschaft widmen und startete ihr Glück mit zwei Zwergziegen, zwei Eseln und einem Zwergzebu. Die Jahre gingen ins Land, das Glück schien perfekt.
Die anfängliche Euphorie endete mit der Kündigung des Pachtvertrages. Die Familie zog zu den Eltern – samt den Tieren natürlich. Leider ging die Beziehung in die Brüche, die monatliche Kostenübernahme für die fünf Tiere überstieg die finanziellen Möglichkeiten. Ein Schuldenberg, von dem sie nichts wusste, blieb an der jungen Frau hängen. Sie bat Aiderbichl um Hilfe und so kamen also Zebulinchen, die beiden Esel und die Zwergziegen nach Henndorf und können dort bis an ihr natürliches Lebensende glücklich sein.
 
Bei Ihrem nächsten Besuch erzähle ich gerne weitere Geschichten über besondere Freundschaften auf unserem Hof in Henndorf, herzlichst, Gisela
 
Nur dank Ihrer Unterstützung, liebe Aiderbichler, können wir helfen und den in Not geratenen Tieren ein sicheres und liebevolles Zuhause bis an ihr natürliches Lebensende geben. Mittlerweile leben 6.000 gerettete Tiere unter dem Schutz von Gut Aiderbichl. Darunter auch viele Esel und Rinder, die aus den unterschiedlichsten Lagen gerettet werden konnten. Bitte unterstützen Sie uns weiterhin mit einer symbolischen Patenschaft oder einer Spende. Vielen Dank!

Werden Sie symbolisch Pate von Zebuli und damit ein echter Aiderbichler!

Ja, ich möchte jetzt Pate werden! Unsere Tiere brauchen Ihre finanzielle Unterstützung, damit Sie ein unbeschwertes Tierleben haben können.
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