A A A
Mein Aiderbichl | login

Passwort vergessen

Passwort vergessen Registrieren / Pate werden Infos zur Patenschaft

Schließen

Gedanken zum Welt-Hepatitis-Tag


Heiligt der Zweck die Mittel?


Für viele wahrscheinlich unbemerkt ging am vergangenen Sonntag der Welt-Hepatitis-Tag ohne groß von sich reden zu machen über die Bühne. Am 28. Juli 2019 sollte global auf die Risiken sowie die Schutz- und Behandlungsmöglichkeiten von Hepatitis-Infektionen informiert werden. Doch was hat dies mit Gut Aiderbichl zu tun? Auf den ersten Blick gesehen, natürlich rein gar nichts. Bei genauerem Hinsehen jedoch erstaunlich viel, denn die 34 ehemaligen Labor-Schimpansen, die sich im Gut Aiderbichl Affen-Refugium in Gänserndorf jeden Tag ein Stückchen mehr in einen ganz normalen Schimpansen-Alltag zurückkämpfen, wurden seinerzeit neben der Aids-Forschung auch für die Hepatitis-Forschung eingesetzt. So haben Wissenschaftler einige der Schimpansen mit den für den Menschen so gefährlichen Viren infiziert. Die nicht infizierten Affen dienten als Kontrollgruppe. Allerdings brechen die Krankheiten bei den uns Menschen so ähnlichen Tieren nicht aus.

Jetzt beruhen experimentelle Versuche an Tieren jedoch auf dem Prinzip, diese im ersten Schritt krank zu machen, um an ihnen im zweiten Schritt potenzielle Wirkstoffe zu testen. Bei den Schimpansen funktionierte allerdings schon der erste Schritt nicht. Dennoch wurde an den Schimpansen, die sich heute unter unserer Obhut befinden, 20 lange Jahre und mehr geforscht. Erst im Jahr 1997 wurden die Versuche ohne Ergebnis eingestellt.

Die offensichtliche Ergebnislosigkeit der Experimente an fühlenden Individuen, die schwerst traumatisiert von einem auf den anderen Tag ihren Nutzen für die Menschheit verloren hatten, bildet hierbei jedoch nur einen Aspekt. Denn auf der anderen Seite stellen sich nicht nur erklärte Tierversuchsgegner immer wieder die Frage nach der ethisch-moralischen Vertretbarkeit für derartige Experimente. Dazu können wir von Gut Aiderbichl auf jeden Fall eines sagen: Jeder, der Gabi, die Denkerin; Pünktchen, die Künstlerin oder Anton, den Kletterkönig einmal persönlich – wenn auch durch eine Panzerglasscheibe getrennt – kennengelernt hat, kann diese Frage ganz klar mit NEIN beantworten. Alleine, wenn man ihnen in die Augen sieht, weiß man, das geht einfach nicht. Dieses Leid ist nicht zu rechtfertigen und hier heiligt auch nicht der Zweck die Mittel. Und weil Michael Aufhauser damals, vor nunmehr 10 Jahren, der Schimpansin Martha in die Augen blickte und von ihrem Schicksal gefangen war, dürfen die ehemaligen Versuchstiere heute ein Leben in Würde führen. Bitte unterstützen Sie uns weiter dabei, dieses einmalige Projekt im Sinne der geretteten Tiere und im Sinne des Gründers von Gut Aiderbichl weiterzuführen.

PS: Auf dem Bild oben ist Anton während seiner Zeit im Versuchslabor zu sehen.

Werden Sie symbolisch Pate von Anton und damit ein echter Aiderbichler!

Ja, ich möchte jetzt Pate werden! Unsere Tiere brauchen Ihre finanzielle Unterstützung, damit Sie ein unbeschwertes Tierleben haben können.
Informieren Sie sich hier, wie Aiderbichl finanziert wird. >>
<< Zurück