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Internetverbot für Tierbanditen

Im Mai tritt in Österreich das neue Tierschutzgesetz in Kraft

 

Wenn Tiere zur Ware werden, sind sie nicht mehr zu allererst Lebewesen, sie haben jetzt ihren Preis. Das macht sie nicht etwa wertvoll, vielmehr werden sie sehr häufig zu Opfern des Preiskampfs: Kampf dem Preis! Geiz ist geil! Zahl eins, nimm zwei! Selbst so manch gutsituierter und auch informierter Mitbürger gesteht einem überraschend hinter vorgehaltener Hand, dass sein süßer Weimaraner aus Osteuropa stammt: ein ganzer Hund zum halben Preis! Natürlich gibt es auch dort manch anständigen Züchter, aber eben besonders diese Banden. Banditen des Tierhandels.

 

Besonders in Osteuropa werden tausende Welpen unter furchtbaren Bedingungen gezüchtet. Ihre Mütter werden als Gebärmaschinen verbraucht, und man nimmt ihnen die Babys zu früh. Die Welpen sind dann meistens schon krank, bevor sie mit gefälschten Impfpässen quer durch Europa transportiert werden, womit man ihnen weitere Qualen zufügt. Wer die realen Verkaufsplätze der Tierbanditen zum Beispiel in Ungarn, gleich hinter der österreichischen Grenze, observieren wollte, tat gut daran, sich glaubwürdig als Verkäufer zu tarnen. Alles andere wäre ganz und gar ungesund gewesen, wie Kenner warnten.

 

Inzwischen hat der Handel im Internet Verkaufsplattformen wie Ebay Kleinanzeigen, oder Deine-Tierwelt.de gefunden. Dort werden die angeblichen Rassewelpen angeboten, die aus den sogenannten Vermehrerstationen Osteuropas stammen, in denen die Tiere unbeschreiblich leiden müssen. Die Welpen werden gerne in sauberen Wohnungen übergeben, die man anmietet, um Vertrauen zu erwecken, oder eiskalt auf Parkplätzen, sogenannte Wühltischhunde. Wie auch immer, in allen Fällen verbirgt sich dahinter organisierte Kriminalität.

 

Jetzt hat man diesem tierquälerischen Schwarzmarkt den Kampf angesagt. Wenn in diesem Monat das neue Tierschutzgesetz in Österreich in Kraft tritt, dürfen Tiere von Privatpersonen nicht mehr über das Internet vergeben werden. Dafür haben sich im Vorfeld Vertreter der Landwirtschaft genauso wie Tierschutzorganisationen und Amtstierärzte aus allen Bundesländern verständigt. Schließlich sei das Internet ein öffentlicher Marktplatz. Und das Verkaufen und Verschenken von Tieren auf öffentlichen Plätzen ist verboten. Nur gewerbliche Anbieter wie Zoohandel, Züchter oder Tierheime dürfen Tiere weiterhin im Internet annoncieren.  Einen guten Platz für ein kleines Kätzchen über das Internet suchen – das ist jetzt natürlich auch nicht mehr möglich.

 

Auch auf Gut Aiderbichl leben bereits gerettete Ebay-Tiere wie unsere Kuh Helga, das Kalb Zeus oder Esel Ninu. Er wurde zu einem Preis angeboten, über den sich selbst ein Metzger gefreut hätte. Seine Verkäufer waren einfach verzweifelt, weil Ninu alle, die nicht zum Hof gehörten, jagte, biss und trat. Er war eine Gefahr für Mensch und Tier. Und warum? Nicht, weil er ein böser Esel ist, er ist ein Herdenschutzesel und bewacht seine Herde, also auch die Familie auf dem Hof. Jetzt hat er sich bei uns, vorsichtshalber auf einem nicht besuchbaren Gut, eingelebt und wir tun so, als müsse er uns alle bewachen. Happy Ninu!

Die Geschichte dieses Esels zeigt, dass jedes Tier unverwechselbare Eigenschaften hat, Persönlichkeit und Geschichte. Sie taugen nicht zur Ware, auf keinem Marktplatz dieser Welt. Auch deshalb gibt es Gut Aiderbichl, einen Ort der Liebe, des Respekts und des einander Verstehens.

 

 

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