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Jagdgesellschaften

Unter „Jagd“ versteht man das Aufsuchen, Fangen, Erlegen und Aneignen von Wild durch Jäger. Am Anfang war diese Jagd Arbeit und lebensnotwendig für die Menschen, damit sie Fleisch zum Essen oder Felle zum Wärmen hatten. Jagen und Sammeln sicherten das Überleben, denn erst vor 7000 Jahren begann der Mensch mit Ackerbau und Viehzucht.

In der Antike gab es Göttinnen, die Patroninnen der Jagd waren, Artemis bei den Griechen, Diana bei den Römern. Im Mittelalter war die Jagd auch feudale Freizeitbeschäftigung für den Adel und den gehobenen Klerus, und das Wildbret wurde zur Delikatesse. Im 20. Jahrhundert und bis heute geht es den Jägern besonders um die Bestandsregulierung, die Erhaltung des biologischen Gleichgewichts und den Ersatz fehlender natürlicher Feinde wie Bären und Wölfe. Denn professionelle moderne Jäger verstehen sich als Heger und Pfleger, auch der Forst- und Landwirtschaft. Als romantische Figur, die auch den Wilderer jagt, kann man den Jäger nur in alten Heimatfilmen bewundern. So weit, so gut, könnte man sagen.

Gäbe es da nicht Jäger wie den ältesten Sohn von Donald Trump, dessen Jagdleidenschaft seit Jahren für Negativschlagzeilen sorgt. Für ihn scheint das Töten ein männlicher Sport zu sein, bei dem er sich so richtig ausleben kann. So etwa wie 2012, als er gemeinsam mit seinem Bruder nach einer Jagd auf geschütztes Großwild in Afrika mit den Jagdtrophäen – erlegte Löwen. Leoparden, Wasserbüffel – posierte.

Natürlich hatte er die hohen Abschussgebühren bezahlt und handelte somit nicht illegal, auf jeden Fall aber ethisch bezweifelbar, auch wenn er behauptet, mit dem vielen Geld könne man die Tiere vor dem Aussterben retten. Da bleibt dann am Ende vom Abschuss nur noch ein Schuss Zynismus übrig. Und ein tiefes Schaudern, wenn man an die Fotos denkt, die Trumps Söhne mit einem abgeschnittenen Elefantenschwanz zeigen.

Wer heute die Jagd nur als Statussymbol und Trophäenjagd betreibt, gehört nicht zu den Nachfahren jener Jäger, die einst unsere Kultur mitbegründeten. Die Jagd ist ein Handwerk und Jäger ein anerkannter Ausbildungsberuf. Dieser Jäger führt jagdliche, aber immer zugleich hegerische Tätigkeiten aus, welche die ihm anvertraute Natur zugleich schützen und pflegen.

Bei uns auf Aiderbichl leben Wildtiere genauso wie alle anderen geretteten Tiere auch: in Sicherheit und bis an ihr natürliches Lebensende. Überzeugen Sie sich selbst davon!

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