A A A
Mein Aiderbichl | login

Passwort vergessen

Passwort vergessen Registrieren / Pate werden Infos zur Patenschaft

Schließen

Aus der Sicht einer Aiderbichlerin

Gisela stellt uns ihre "Kleine Lilly" vor

 

Liebe Aiderbichlerinnen und Aiderbichler,

 

ich möchte Ihnen heute „mein Aiderbichl“ vorstellen. Seit mittlerweile neun Jahren darf ich die Gäste von Gut Aiderbichl über den Hof führen und über die unzähligen Schicksale unserer Tiere erzählen. 

 

Anfangs hing ich an den Lippen des Gründers der Gnadenhöfe – Michael Aufhauser. Mit offenen Ohren, klopfendem Herzen und Tränen in den Augen hörte ich ihm zu, wenn er über den Hof spazierte und den Gästen die vielen Tierschicksale näher gebracht hatte.

 

Michael Aufhauser war mir ein großer Lehrer, ich hätte ihm stundenlang zuhören können. Manchmal fing er eine Führung an und meinte dann „mach mal weiter …“. Zaghaft und schüchtern versuchte ich, die Menschen von der Wichtigkeit eines Gnadenhofes „Gut Aiderbichl“ zu überzeugen.

 

Die Tiere, ihre Schicksale, ihre Klugheit, das Vertrauen, das sie auf unseren Höfen wieder erlangen und ihr Lebensmut halfen mir, die Gehirn-Herz-Achse bei den Menschen zu erreichen. Es ist meine Aufgabe geworden, den Tieren eine Stimme zu geben, die Menschen wachzurütteln und davon zu überzeugen, dass wir wieder neu lernen müssen, die Natur – die Pflanzen, die Tiere und die Menschen – zu respektieren und am Leben zu erhalten. Ein großes Potential an Lernkraft dafür finde ich vor allem dann, wenn Kinder zuhören und Schweine streicheln, in die wunderschönen Augen eines Rindes schauen, unsere kleine Füchsin Stella erleben dürfen.

 

Die Tiere von Gut Aiderbichl sagen mir mit ihren Augen und ihrer Körpersprache, was ich Euch vermitteln soll: „Sag ihnen, dass es nicht nur junge und lustig herumhüpfende Tiere gibt, sag ihnen, dass auch alte Ziegen, Rinder, Pferde oder Schweine gerne am Leben sind. Sag Ihnen, dass wir Tiere dem Menschen treu sind, auch wenn wir oft schlecht gehalten, geschlagen oder ausgesetzt wurden. Sag den Menschen, dass wir sie bedingungslos lieben und alles für sie tun, auch, wenn wir oft ausgebeutet und zum Schlachter oder Einschläfern abgeschoben werden sollen.“ Bedingungslose Liebe spricht aus ihren Augen.

 

Ich möchte Ihnen heute von der „Kleinen Lilly“, einer griechischen Eselin erzählen.

 

Schon am Morgen kommt mir Lilly entgegen, ein leises „Iah“ sagt hallo zu mir. Sie bleibt stehen und lässt sich liebend gerne den Rücken und die schönen langen Eselsohren massieren. Mit einem sanften Stubser ihrer Nase sagt sie „danke“.

 

Lilly kam 2006 mit dem Good Truck von der griechischen Insel Thassos nach Henndorf. In Thassos war sie an einem Olivenbaum angebunden gefunden worden. Das rechte Auge war schwer verletzt und musste entfernt werden. Die „Kleine Lilly“ war schon damals so zart und zerbrechlich und stand auf dünnen wackeligen Beinchen. Niemand glaubte, dass sie den ersten Winter überleben würde. Doch sie überlebte und verliebte sich in unseren Charly, ein hübscher Eselcharmeur und eselhafter Schürzenjäger. Lilly buhlte um seine Zuneigung und irgendwann hat er sie dann doch wahrgenommen. Lilly stellt sich noch heute immer so hin, dass Charly auf der Seite stehen muss, auf der sie sehen kann, also links von ihr. Nun lebt sie schon seit 13 Jahren im Henndorfer Eselstall: zusammen mit ihrem Charly, der sie beschützt und mit ihrer besten Freundin Jaqui, ebenfalls eine griechische Eselin mit großer Geschichte.

 

Die „Kleine Lilly“ ist für mich ein großes Vorbild geworden: sie ist alt, sie ist stolz, wenn ich zu ihr spreche, beginnt sie mit ihren Lippen mitzureden. Diesen Winter war sie sehr schwach und wollte vielleicht nicht mehr leben. Im März kamen die warmen Sonnenstrahlen, und die „Kleine Lilly“ gibt seit damals wieder Gas. Stolz und stark spaziert sie über den Hof und freut sich über ihr Leben und die vielen Streicheleinheiten der Besucher.

 

Hier hab ich wohl den schönsten Job der Welt. Nirgends erfährt man so viel Liebe und Zuneigung, wie von Tieren, die die Chance bekommen weiterleben zu dürfen. Stress, Frust und persönliches Leid werden zugedeckt von der Liebe und Wärme der Tiere, die selbst so viel Leid erfahren mussten. Viele kleine Tierseelen sind die Lehrmeister für uns Menschen geworden.

 

Ich freue mich auf eine Führung mit Ihnen,

herzlichst Gisela

Werden Sie symbolisch Pate von Kleine Lilly und damit ein echter Aiderbichler!

Ja, ich möchte jetzt Pate werden! Unsere Tiere brauchen Ihre finanzielle Unterstützung, damit Sie ein unbeschwertes Tierleben haben können.
Informieren Sie sich hier, wie Aiderbichl finanziert wird. >>
<< Zurück