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Spächtlis Rettung in vollem Gange

Entflohene Kuh bereits unter dem Schutz von Gut Aiderbichl

Seit über drei Wochen ist die scheue Kuh in den Wäldern von Worb im Schweizer Kanton Bern unterwegs. Die dreijährige Evolènerin war ihrem Besitzer, der sie erst kurz zuvor gekauft hatte, entwischt und ist seitdem auf der Flucht. Nachdem sich um die ausgebüxte Spächtli schnell viele Menschen sorgten, trafen bei Pascale Pineroli vom Schweizer Büro des größten europäischen Gnadenhofverbunds etliche Hilfsanfragen ein. Diesbezüglich gibt es gute Nachrichten: Die entlaufene Kuh ist bereits Aiderbichlerin, auch wenn sie noch nichts von ihrem Glück weiß und sich weiterhin wie ein scheues Reh im Wald versteckt hält. Doch sobald sie eingefangen ist, wird Spächtli ihr Leben ohne Angst und Stress auf Gut Aiderbichl verbringen. Im Gegensatz zu den meisten ihrer Artgenossen, darf das zur Mast gezüchtete Evolèner Rind in Würde alt werden.

Damit die ebenso vorsichtige wie schlaue und willensstarke Kuh baldmöglichst in ihr neues Leben starten kann, ist die Rettungsaktion bereits angelaufen. Der Schlüssel für eine erfolgreiche Rettung von Spächtli lautet nun Ruhe, Ruhe und nochmals Ruhe. „Spächtli ist sehr verwirrt und ängstlich“, sagt Pascale Pineroli. „Umso wichtiger ist es, dass sie Vertrauen aufbaut und nicht durch Passanten gestört wird.“ Zu den nun gefragten Eigenschaften der Tierretter von Gut Aiderbichl sind neben einem behutsamen Vorgehen auch eine große Portion Geduld und viel Erfahrung vonnöten. Beides kann Hans Wintersteller von Gut Aiderbichl vorweisen. Er war bereits bei der Rettung der weltberühmten Kuh Yvonne über Wochen im Einsatz und jüngst an der erfolgreichen Einfangaktion von Büxi beteiligt. Seit dem 8. April 2019 ist er nun vor Ort in der Schweiz und mit Pascale Pineroli auf Spurensuche. Erste Teilerfolge sind bereits zu vermelden: Zum einen haben die Tierretter eine Futterstelle für Spächtli eingerichtet, die sie täglich besucht und zum anderen haben sie ein kleines Netzwerk aus Helfern und Unterstützern aufgebaut, die bei Bedarf sofort zur Stelle sind. Sorgen machen Pascale Pineroli ganz aktuell die derzeit stattfindenden Holzarbeiten nahe Spächtlis Rückzugsortes. Dennoch ist es nun gelungen, die scheue Waldkuh bei Tageslicht zu fotografieren und zwei kurze Videosequenzen von ihr zu drehen.

Derzeit werten die Tierretter von Gut Aiderbichl das gesamte Fotomaterial, vor allem die Bilder der Wildtierkamera, sowie alle anderen Daten und Spuren aus, um ihr weiteres Vorgehen zu planen. Wir halten Sie natürlich auf dem Laufenden und hoffen, dass Spächtli, deren Name eine Koseform von Specht darstellt, bald in Sicherheit ist. Denn eines ist klar: Sobald die Behörden zu der Auffassung gelangen, dass die entflohene Kuh, die in der Schweiz jetzt schon eine kleine Berühmtheit ist, eine Gefahr darstellt, ist nicht nur die Rettungsaktion gefährdet, sondern auch ihr Leben.

 

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Dieses Foto von Spächtli wurde nachts mit der Wildtierkamera aufgenommen

 

 

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Auch wenn Spächtli liegt, ist die scheue Kuh immer auf der Hut

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