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Der Käfig ist kein Ort, sondern ein Zustand

50 geschundene Legehennen konnten aus den Folgen der Bodenhaltung gerettet werden

50 Legehennen wurden aussortiert zur Schlachtung. Eigentlich können Hühner bis zu sieben Jahre alt werden, aber nach einem Jahr lässt ihre Leistung nach. Ausgezehrt vom täglichen Eierlegen schaffen sie keine sieben Stück mehr pro Woche, vielleicht gerade fünf und sind dann schon für den Betrieb nicht mehr rentabel. Wer gedacht hat, es gehe bei der Eierproduktion zu allererst auch um Hühner, hat den Zeitgeist nicht verstanden. Es geht um Höchstleistungen von Legemaschinen, nicht um das Lebewesen. Nur die Leistung zählt, und so kam es dann, wie es kommen musste: 50 Hühner, die sich lange Zeit verausgabt hatten, wurden als Minderleister aussortiert zur Schlachtung.

Gut Aiderbichl konnte die 50 Tiere übernehmen. Bevor nun der Eindruck aufkommt, man hätte hier eine Horrorfarm entdeckt, einen ganz bösen Sonderfall, ist ganz deutlich festzuhalten, dass es sich um eine vorschriftsmäßig kontrollierte Hühnerproduktionsstätte mit Bodenhaltung handelt.

Nach Ankunft auf dem Gut wurden die Tiere einzeln von unserer langjährigen Tierärztin Frau Dr. Spielvogel untersucht und behandelt. Mindestens ein Viertel der Tiere hatte gar keine Federn mehr an der dünnen Haut. Überall Pickverletzungen, auch am Kamm. Die Schwanzfedern abgebrochen oder ausgerissen, die Krallen verbogen oder überlang. Alles mit Kot verkrustet und verschmiert. Die Hölle ist eben kein Ort, sondern ein Zustand.

 

Dazu Frau Dr. Spielvogel:

„In meiner langen Berufserfahrung habe ich leider auch viel Tierleid erlebt. Oft war Geldgier schuld, oft war man einfach überfordert oder kenntnislos. Aber in diesem Fall war ja alles sozusagen vorschriftsmäßig. Bodenhaltung! Die Tiere hatten keine mutwilligen Verletzungen, die Schnäbel waren nicht abgebrannt, die Kröpfe waren gut gefüllt und dennoch – was für ein Anblick!“

 

Die Schrecken und Qualen der Käfighaltung waren bis zu den Verbrauchern gedrungen, da war nicht mehr viel zu retten für die Produzenten. Die Bodenhaltung als Alternative aber entpuppt sich allmählich als Augenwischerei. Erlaubt sind neun Tiere pro Quadratmeter. Wer zählt das nach? Und sind diese vollen Ställe, die die Tiere nicht verlassen können, artgerecht? Man bedenke auch, welche Antibiotika-Gaben dabei notwendig werden. Die Verbraucher haben die Wahl und können bestimmen, wie es weitergeht: Sowieso kein Ei mit Ziffer drei (Käfighaltung), aber auch kein Ei mit Ziffer zwei (Bodenhaltung). Den schwarzen Peter schiebt man gerne den Farmern zu. Aber liegt es nicht an der Landwirtschaftspolitik überhaupt? Unser Huhn Rosa stammt aus dem zitierten Bodenhaltungsbetrieb, ist eines der 50. Wenn man den ausgemergelten, federlosen Körper dieser Legehenne sieht, kann man kaum glauben, dass sie erst ein Jahr alt ist. Auf Gut Aiderbichl hat man ihr einen Pullover übergezogen, damit sie nicht mehr so nackt und ungeliebt in der Welt dastehen muss. Nach allem, was sie geleistet und erduldet hat. Wer Rosa sieht, sagt automatisch: Nein, solche Eier ess ich nicht!

Alle guten Vorsätze aber kommen für Rosa zu spät. Wir können ihr nur noch aus ihrem Unglück helfen. Übernehmen Sie eine Patenschaft für Rosa und ihre Leidensgenossen.

Werden Sie symbolisch Pate von Rosa und damit ein echter Aiderbichler!

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