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20. Februar: Liebe-dein-Haustier-Tag

Aus der Sicht einer Aiderbichlerin

Anlässlich dieses besonderen Tages, an dem es um die Liebe der Menschen zu ihren Tieren geht, habe ich meine Gedanken in der Mensch-Tier-Kapelle gesammelt. Hier schauen sie mich von liebevoll gestalteten Fotos an: Martha, die Schimpansin, Yvonne, die berühmte Kuh, viele Ziegen, Stilla, meine Lieblingskuh, Heike, Ernstl, das Lama, Snoopy, Garfield, das schottische Hochlandrind, der Burli als Dreißig-Ender, und der Janko.
Wir haben über 6.000 geliebte Tiere – alle sind tief in den Herzen unserer Paten und Mitarbeiter verankert.

Täglich erzähle ich die Lebens- und Leidensgeschichten der geretteten Tiere von Gut Aiderbichl. Sehr oft gehe ich mit ihren Schicksalen in meinem Kopf nach Hause. Wenn eines der Tiere krank oder verstorben ist, versuche ich meine Traurigkeit zu verarbeiten. Wer hilft mir, wenn ich traurig bin? Seit vielen Jahren ist es die Liebe zu den Tieren, die mich wieder auf die Spur bringt.

Meine Tiere zu Hause helfen mir über die Traurigkeit hinweg: meine Hunde: Donald, der Cocker Spaniel, Celine, meine Epagneul Breton, Wambo, ein charmanter Collymix und Leopold, ein verwunschener griechischer Gott mit treuen, liebevollen Hundeaugen.
Wenn ich traurig bin, setze ich mich in den riesigen Hundekorb im Wohnzimmer und meine Hunde kuscheln sich dazu. Acht wunderbare Hundeaugen schauen mich fragend an: „Frauli, wie können wir dir helfen?“ Das Streicheln beruhigt mich und, so wie ich es hier am Hof mache, spreche ich auch zu Hause mit meinen Tieren.

So erzähle ich meiner kleinen Hundebande:

Hunde waren lange Zeit beliebter als Katzen

Heute ist die Katze das beliebteste Haustier und hat damit den Hund überholt – sagt man.

Interessanterweise waren Hunde, Papageien und Wellensittiche als Haustiere beliebter als Katzen, obwohl diese weit weniger aufwändig in der Betreuung sind. Bis weit ins 19. Jahrhundert hinein wurde die Katze als böses, betrügerisches Wesen gedeutet und somit auch weniger als Haustier gewählt. – Heute hat sich das gewandelt. Gerade in städtischen Haushalten werden Katzen bevorzugt, weil sie in einem Wohnblock noch lieber gesehen werden, als bellende Hunde.

Kater Bailey im Katzenwohnzimmer

Katzen lieben es zu kuscheln, verstecken sich unter einer Decke, um dort in Ruhe und unentdeckt schlafen und von Mäusen träumen zu können. Die Katzen im Henndorfer Katzenwohnzimmer können sich auf verschiedenen Ebenen bewegen oder durch den Tunnel ins Gehege hinauslaufen.
Katzen machen nur, was sie wollen! Sie haben einen starken Charakter und ich setze mich gerne auf die Couch und warte ab, wer sich von den Katzen zu mir gesellt.
Der erste Kater, der immer auf meinen Schoß kommt, ist Bailey, dessen Geschichte ich gerne erzähle. Bailey ist als Babykatze bei strömendem Regen und Kälte auf dem Aiderbichler Parkplatz hinter einer Mülltonne entdeckt worden. Wer hat ihn nicht mehr geliebt? Wer hat ihn ausgesetzt? Wir werden es niemals erfahren, und ich denke, Bailey möchte es auch nicht wissen. Er ist ein wunderschöner Kater geworden und lebt mit all unseren Samtpfötchen im Katzenwohnzimmer auf Henndorf.

Der Hund ist für viele Menschen der treueste Gefährte

Wenn einen alle Menschen verlassen haben, einer bleibt immer da, der Hund. Wenn Menschen in Katastrophengebieten all ihr Hab und Gut verlieren, so sind es meist Tiere wie Hunde und Katzen, die sich zu ihnen gesellen und ihnen seelischen Beistand geben.

Der Hund gilt seit Tausenden von Jahren als treuester Gefährte des Menschen. Er ist sein wohl ältestes Haustier, wird geschätzt für seine Anpassungsfähigkeit, bedingungslose Liebe und Anhänglichkeit.

Viele Menschen in der Stadt halten sich Tiere, um einen Bezug zur Natur zu haben – aber auch als Partner- oder Kindersatz, das letzte Stück Natur in der Stadt.

Das Aufkommen der neuen Haustier-Mode fiel zusammen mit der Industrialisierung. Diese führte schon bald zu einem Verschwinden der Nutztiere und Pferdefuhrwerke aus dem Stadtbild und zeitgleich zu einer Auslagerung der Schlachthöfe. Menschen zogen vom Land in die Städte wo sie Arbeit fanden und nahmen als quasi letztes Stück Natur ein Tier zu sich ins Wohnzimmer.

Wir wollen mit unseren Haustieren sprechen, oft sind sie die einzigen Vertrauten. Hund und Katze widersprechen dem Menschen nicht, sie geben einem das Gefühl, dass sie unsere Menschenseele verstehen.  Die Verbundenheit zu unseren Lieblingen ist einzigartig.

Was geben uns die Tiere? Sie hören zu – sie lieben es, wenn wir ihnen Aufmerksamkeit geben – sie lassen sich ein auf die Kommunikation mit uns Menschen: die Pferde und Esel beginnen mit ihren Lippen zu reden, wenn ich mit ihnen spreche – Schweine, wenn ich sie streichle, beginnen wohlwollend zu grunzen, Hunde kommen auf mich zu, wedeln mit dem Schwanz, halten das Köpfchen ein wenig schief und ihre Augen laden mich zum Streicheln ein. Was machen die Tiere mit uns?

  • Sie beruhigen uns Menschen.
  • Sie haben Geduld mit uns Menschen.
  • Sie haben Vertrauen und lassen sich streicheln, auch, wenn sie geschlagen wurden.
  • Sie möchten unser Freund sein.

Kinder und Haustiere

Die wichtige Frage bei einem Kindergeburtstag ist „Wollt ihr die Hunde besuchen?“. Da sollten Sie die leuchtenden Augen der Kinder sehen – nur manchmal wispert ein Kindchen: „Ich habe Angst“. Diese kleinen Persönchen nehme ich an die Hand, setze mich mit ihnen hin und erkläre den Kindern, worauf man achten muss, bevor man sich einem Tier nähert.
Die Hunde freuen sich immer über Besuch und bellen vor Freude und wedeln mit ihren Schwänzchen. Kinderaugen und Hundeaugen leuchten um die Wette. Die Jugend kann man nicht früh genug den Umgang und die Liebe zu den Tieren erleben und fühlen lassen.

Die geliebten und irgendwann ungeliebten Tiere

Wenn ich nun weiß, wie viele Tiere – in den ersten Wochen der Anschaffung geliebte Hunde, Katzen, Kaninchen – ausgesetzt oder abgegeben werden, krampft sich das Herz zusammen.

Wir leben in einer Gesellschaft, die geprägt ist von allem: Armut, Reichtum, Liebe, Hass, Hilfe, Verwahrlosung, Sensationslust, Gleichgültigkeit, Verrat usw. Im Grunde kann jeder Mensch alles haben. Man kann sich (fast) alles kaufen. Auch Tiere – doch: ein Hund, eine Katze, ein Kaninchen, ein Kanarienvogel – sie alle haben ein Herz und Organe zum Leben wie wir Menschen, sie haben Gefühle, sie erleben Freude und auch Leid, sie haben Vertrauen aber auch Angst. Wir enttäuschen die Tiere, sie überwinden die Trauer und verzeihen dem Menschen immer wieder.

Ich denke an die vielen Kaninchen, die nach den Osterfeiertagen abgegeben werden oder womöglich noch schlimmer, in der freien Natur ausgesetzt werden. Der Mensch wollte sie lieben, aber dann doch nicht?

Unsere Kaninchen beim gemeinsamen Kuscheln

Ich denke an die vielen Hunde, die vor den Ferien plötzlich nicht mehr geliebt werden? Weiß ich erst heute, dass ich morgen in den Urlaub fahre oder fliege? Wie schafft es der Mensch, seinen geliebten Hund an der Autobahn zurückzulassen – was passiert da? Wenn man ihm, Mr. Grey, in die Augen geschaut hätte, könnte man einen Verrat am Tier niemals durchhalten.

Mr. Grey - er wurde in Rumänien mit aufgeschnittenem Hals an einer Bushaltestelle gefunden

... „wenn sie mich anschauen, die Tiere, bin ich verloren“

So habe ich oft Michael Aufhauser sprechen gehört, wenn es um die Tiere ging.

Was meinte er? Was wollte Michael Aufhauser uns zu verstehen geben mit seinem unermüdlichen Wunsch, den Tieren, die keiner mehr wollte, zu helfen?

Ich hoffe, dass ich Sie mit meinen Gedanken erreichen konnte. Lassen Sie sich ein auf die Mensch-Tier-Symbiose und hören Sie niemals auf, unsere Mitgeschöpfe in Tiergestalt zu lieben.

Ich freue mich auf eine nächste Führung über den Hof von Gut Aiderbichl Henndorf, herzlichst, Gisela

Nur dank Ihrer Unterstützung, liebe Aiderbichler, können wir helfen und den in Not geratenen Tieren ein sicheres und liebevolles Zuhause bis an ihr natürliches Lebensende geben. Mittlerweile leben 6.000 gerettete Tiere unter dem Schutz von Gut Aiderbichl, darunter auch viele Katzen, Kaninchen und Hunde. Bitte unterstützen Sie uns weiterhin mit einer symbolischen Patenschaft oder einer Spende. Vielen herzlichen Dank!

Werden Sie symbolisch Pate von allen Tieren und damit ein echter Aiderbichler!

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