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11.11. Gansltag

Aus der Sicht einer Aiderbichlerin

11.11. – Beginn des Faschings und der Tag, an dem jährlich Unmengen an Gänsen mit Blaukraut und Knödeln serviert werden.
Ich werde mich an diesem besonderen Tag der Martinsgänse zu den Gänsen in Henndorf begeben, und mit ihnen um die Wette schnattern.

Die Bräuche um die Gans

Einige Jahrhunderte zurück war es so, dass der Martinstag in der orthodoxen Religion der Beginn der Fastenzeit war. Alle Tiere, die nicht über den Winter gefüttert werden konnten, wurden „reduziert“. Auch Eier, Schmalz und Fette wurden einen Tag vor Beginn der Fastenzeit verspeist.
Der Martinstag war auch das Ende des bäuerlichen Wirtschaftsjahres. Das Vieh wurde von den Almen heruntergeholt, denn es war das Ende des Weidejahres. Ebenfalls wurden die Steuern bezahlt, damals in Form von Naturalien: mit Gänsen beispielsweise. Der Martinstag ist auch als Zinstag bekannt, weil an diesem Tag Dienstverhältnisse beendet wurden. So waren die Dinge bis Ende des 18. Jahrhunderts. Im 19. Jahrhundert und Lauf des 20. Jahrhunderts wurde der 11.11. der Tag des Faschingsbeginns.
Viele Legenden gibt es um den Martinstag. Eine Tatsache ist geblieben: die Gänse lassen ihr Leben an diesem besonderen Tag. Wie der Heilige Martin heute wohl darüber denken würde?

Schon seit Jahrhunderten müssen Gänse für unsere Bräuche ihr Leben lassen.

„Schnatter, schnatter“ meinen dazu die Gänse auf Gut Aiderbichl

Niemals könnte ich Gänsestopfleber essen, weil ich weiß, wie die Tiere gequält werden. Niemals könnte ich Gänsefleisch essen, weil ich weiß, wie sie gemästet werden.
Auf den Gütern von Gut Aiderbichl gibt es ein paar sehr besondere Charaktere von Gänsen, von denen ich Ihnen nun erzählen möchte.

Es war einmal

großes Tierleid, wo das Veterinäramt eingreifen musste und die Tiere wegholte. Von diesem Hof übernahmen wir unter anderem Gänse: die Karin, den Andreas und den Gustav, die nun ihr Leben auf Gut Aiderbichl Deggendorf verbringen.
Zu unseren vielen Gänsen gehört auch die grau-braune Schwanengans Linda. Ein stolzes, sehr schönes Tier. Eine Aiderbichlerin fand Linda mit einem gebrochenen Flügel und brachte sie zum Tierarzt. Für den Flügel gab es keine Rettung mehr, er musste mit großem finanziellen Aufwand amputiert werden. Linda lebt nun halt mit einem Flügel. Eines ist aber sicher: sie ist glücklich und schnattert mindestens genauso laut wie die anderen Gänse.

Interessanterweise haben auf Gut Aiderbichl auch zwei Gänse mit Namen Martin und Martha Unterschlupf gefunden. Sie waren als Martinigansl bestimmt, hatten aber Glück. Martha war in einem Mastbetrieb, was leider Spuren hinterlassen hat. Wegen Vitaminmangels hat die Mast ihre Gelenke krank gemacht. Bedingt durch dieses Handicap kann Martha nur sehr langsam gehen, aber Martin ist ein Gentleman und geht mit ihr langsamer über den Hof in Maria Schmolln.

Martin und Martha wackeln gemütlich über Ihre Weide.

Symbolisch für das große Leid, das Gänsen in der Mast zugefügt wird, wurden Martha und Martin, sowie unsere wunderschönen Lockengänse Cinderella, Dornröschen und Rapunzel, Maxime, die graue Höckergans und viele mehr gerettet und Leben nun auf den Höfen von Gut Aiderbichl.

Ich sitze in der Sonne, um mich herum eine Gänseschar. Heute am 11.11. schimpfen sie nicht mit mir. Maxime hält das Köpfchen schief und sieht mich an: „Sage den Menschen, sie sollen uns nicht essen, nicht zwangsfüttern, sag es ihnen...“

Einfach zum Nachdenken… herzlichst, Gisela

Werden Sie symbolisch Pate von allen Gänsen und damit ein echter Aiderbichler!

Ja, ich möchte jetzt Pate werden! Unsere Tiere brauchen Ihre finanzielle Unterstützung, damit Sie ein unbeschwertes Tierleben haben können.
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