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Mehlwürmer-Nudeln mit Heuschrecken

„Klatsch“ und „Psss!“, Fliegenklatsche und Sprühdose, das waren früher unsere Antworten auf die Existenz von Insekten. Sie waren nie besonders beliebte Lebewesen und sind es wohl auch heute noch nicht.

Wenn man an Tierschutz dachte, dachte man bestimmt nicht an Insekten. Aber seit sie die Windschutzscheiben unserer Autos nicht mehr verkleben, weil sie weg sind, fällt uns auf, dass wir sie brauchen. Sie gehören zum Ökosystem und das Insektensterben, unter anderem durch hohe Pestizid Einsätze, hat fatale Auswirklungen. Insekten bestäuben Pflanzen und dienen Tieren als Nahrung. Sie sind für viele die Nahrungsgrundlage. Da müssen wir nur die Vögel fragen. Aber die hat unser Verhalten auch schon dezimiert. Tierschutz wird immer notwendiger.

Apropos Nahrungsgrundlage. Ernährungsexperten raten zum Insektenverzehr. Dass die Insekten verschwinden spiel in diesem Fall keine Rolle, weil Sie zum Kochen nicht der Natur entnommen, sondern gezüchtet werden sollen, da sie sonst Krankheitserreger übertragen oder mit Schwermetallen belastet sein könnten. Allerdings ist auch so eine rundum gesunde und frisch gezüchtete Heuschrecke in unseren Breitengraden nicht auf allen Tellern gern gesehen. Obwohl seit Januar 2018 der Markt für Insekten-Food innerhalb der EU einheitlich geregelt und die proteinreiche Kost auch in Deutschland zugelassen ist. Man testet bereits, wie der Verbraucher reagiert, wenn er Nudeln aus gemahlenen Mehlwürmern und Salat-Croutons auf Basis von Insektenprotein in den Regalen seiner Einkaufsmärkte findet.

Experten schätzen, dass derzeit weltweit 2,5 Milliarden Menschen Insekten essen, vor allem in Asien, Afrika und Lateinamerika. Bei ansteigender Zahl der Weltbevölkerung, sollen Insekten die Nahrung der Zukunft sein. Die Aufzucht dauert nur wenige Wochen, verbraucht weniger Wasser und Futter und verursacht weniger Treibhauses. Angeblich hätten Insekten auch ein anderes Schmerzempfinden als andere Tiere. Was Vitamine, ungesättigte Fettsäuren und Mineralstoffgehalt angeht, gelten Insekten als gesunde Ernährung. Ein paar Lokale gibt es schon, die das Super-Food auf der Karte haben. Aber von der Mutprobe zur Gewohnheit ist es noch weit.

Es ist sehr wichtig, dass wir an die Umwelt denken und Verantwortung übernehmen für die Zukunft auf diesem Planeten und auch für unsere persönliche Gesundheit. Auch unser Essen sollten natürlich gesund sein und Tieren kein Leid bringen. Aber der Jahreszeit entsprechend müssten schon ein paar Nudeln ohne Mehlwürmer und statt mit einer Insekteneinlage einem Bärlauch-Pesto gestattet sein. Wir müssen tatsächlich an die Zukunft denken, sollten aber die  Chancen der Gegenwart nicht ganz vergessen. Nichts gegen sinnvolle neue Ernährungsmethoden! Aber es wird eine Zeit brauchen, bis man auf den Geschmack kommt.

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