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Raki und Lara

Zwei Hundegeschwister aus der Türkei

Die momentane Zeit fordert die Nerven- und Gefühlskapazität der Menschen. Wenn man sich nun die Geschichte von Raki und seiner Schwester Lara vor Augen hält, kommt man wohl wieder ins Staunen, wozu Tiere in der Lage sind.

Raki und Lara - ein Herz und eine Seele

Nicht alle Geschichten sind Happy End Geschichten

So ist das Leben. So sind gerade die letzten Wochen. Aber jetzt stellen Sie sich vor, wir würden alle nur mehr Schwarz sehen. Aus jeder tiefen Schlucht steigt man auch wieder hinaus. Dann ist da wieder die Sonne, Helligkeit und Lebensfreude.

Lara, eine türkische Hündin, erreichte zuerst Gut Aiderbichl. Bald wurde ihr Bruder Raki gebracht. Liebevolle Tierfreunde haben ihn seiner Schwester „vorgeführt“. Jetzt könnte man sagen: Ja, und nun will mir wer weiß machen, die hätten sich auch noch erkannt? Genauso war es. Unglaublich. Es war ähnlich wie die Geschichte der Wiederzusammenführung von Mariandl und ihrem Fohlen Kathi. Wer hätte geglaubt, dass sich Tiere nach der Trennung wiedererkennen?

Raki, der große Bruder

Raki wurde von seinen Tierfreunden am Flughafen abgeholt und gleich auf Gut Aiderbichl Henndorf gebracht. Die zwei Geschwister schnupperten an den Nasen und wussten „Wir kommen aus der gleichen Familie“. Lara war überglücklich und zeigte ihrem Bruder den Hof: den tollen Hundepfad, die schöne Freilauf-Spielwiese und das gemütliche Zimmer. Raki merkte auch bald, dass es hier viele Menschen und weitere Tiere gibt, die es nur gut mit ihm meinten. Er war sehr zufrieden mit der neuen Situation.

Raki war gesund eingereist, doch seine Beine mussten untersucht werden. An einem Vorderbein gab es eine Behinderung, mit der er zwar schmerzlos leben konnte, jedoch wollten wir nichts unversucht lassen.

Kuscheln ist für die Hundeseele sehr wichtig

Unsere Tierpfleger, die für die Hunde da sind, lassen sich immer wieder abwechslungsreiche Spaziergänge einfallen. Es soll ihnen ja auch nicht langweilig werden. Gassi gehen ist sowieso das Schönste – kommt gleich nach dem Fressen. Sehr wichtig für die Ausgeglichenheit der Hunde ist auch die Pflege, das Streicheln und Kuscheln. Unsere Leute versuchen das regelmäßig mit ihren großen und kleinen Schützlingen zu machen.

Hundezimmer

In unseren Hundezimmern leben die geretteten Hunde so zusammen, wie sie sich verstehen. Dazu trägt vielleicht die Einrichtung ein wenig bei. Es gibt Hundesofas und Hundekörbchen. Die Liegedecken werden regelmäßig gewechselt, der Boden gereinigt usw. Manche Hundezimmer haben sogar einen Balkon dabei – allerdings ohne Meerblick sondern mit Blick zum Wald und zum Hirschgehege. Für manche Hunde geht der Blick auch zum Katzengehege, jedoch ist das Hund und Katz ziemlich egal. Das ist eigentlich auch sensationell ungewöhnlich.

Behinderungen dürfen keine Rolle spielen

Einige unserer Hunde bringen Behinderungen oder auch andere Gebrechen mit. Nachdem wir ein Tiergnadenhof sind und bei uns Tiere leben, die aus verschiedensten Gründen „weggegeben“ oder von lieben Menschen gerettet werden, wie beispielsweise Lara und Raki, werden Gebrechen nicht negativ bewertet. Man versucht zu helfen – durch Spezialbehandlungen oder manchmal durch notwendige Operationen. Das Schöne ist, wenn man nach siesen Aktionen sehen kann, wie sich die Tiere gut erholen und mit großer Lebensfreude auf den Tiergnadenhöfen von Gut Aiderbichl ihr Leben verbringen.

Geduld, Liebe und „gemeinsam schaffen wir es“

Raki ist mittlerweile ein älterer Herr und genießt seinen ruhigen Alltag

Raki und Lara sind nach einiger Zeit nach Gut Aiderbichl Iffeldorf gezogen und hatten dort eine sehr schöne gemeinsame Zeit. Leider ging es Lara plötzlich immer schlechter und keine Behandlung hat geholfen. Schweren Herzens mussten wir sie eines Tages über die Regenbogenbrücke gehen lassen. Raki ist nun ein älterer „Hundeherr“ geworden und geht sein Dasein gemütlich an. Manchmal macht ihm das Laufen schon Probleme und er legt eine Pause ein. Er will stets dabei sein, wenn die anderen Hunde Gassi gehen, wenn es ihm zu viel wird, setzt er sich einfach hin und meint: „Macht mal, ich bin ja nun der Großvater. Ich bleib hier ein wenig sitzen und genieße die Sonne!“.

Von den Tieren kann man lernen, was uns Menschen oft so schwerfällt:

  • Geduld zu haben. Es gibt oft Einschränkungen des Körpers, die man nicht überwinden kann. Wenn das Laufen Probleme bereitet, dann ist das so.
  • Liebe zu empfinden darf einem Tier nicht abgesprochen werden. Sie öffnen ihre Seele und ihr Herz und lassen vieles zu. Die Liebe der Tiere dem Menschen gegenüber ist ein bedingungsloses Geben. Sie wollen unsere Freunde sein und Freunden fügt man keine Schmerzen zu.
  • „Gemeinsam schaffen wir es“ ist nicht nur ein Slogan der Menschen, sondern auch der Tiere. Sie sind rücksichtsvoll miteinander. Konnten Sie das schon einmal beobachten? Tiere jammern nicht, außer, sie wollen uns beispielsweise Schmerzen signalisieren. Mein Cocker Spaniel hat immer besonders gejammert, wenn er ein Leckerli wollte, das kennen Sie sicher auch von ihrem Hund.

Unser Raki und seine Lara haben sich in die Herzen der Tierpfleger verankert. Raki führt ein gutes Leben unter seinen Artgenossen und Pflegern und Lara sieht uns allen von oben zu. Rakis Augen erzählen nun von Weisheit, Ruhe und Gelassenheit.

Bleiben Sie gesund, halten Sie durch und vergessen Sie die Tiere nicht. Herzlichst, Gisela

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