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Berührend, wie damals bei den Schimpansen...

Rupert Everett legt sich zu den Füchsen

Sie kennen seit Generationen nur Leid und enge Drahtgitterkäfige, 80 x 80 cm groß. Jetzt durften fünf Füchsinnen das erste Mal den Boden des Planeten berühren, auf dem sie geboren wurden. Das erste Mal gehen. Wir haben diesen Moment fotografiert und gedreht. Erst mit diesen Bildern wird der Umfang der unermesslichen Qualen nachvollziehbar. Doch haben Sie keine Angst vor diesen Bildern. Sie sind berührend und zum Weinen schön. Ein kleiner Clip ermöglicht Ihnen, diesen Moment so zu erleben, als wären Sie dabei gewesen...

Der große Sündenfall der Menschheit...

Der berühmte britische Filmstar Rupert Everett (Sherlock Holmes) kam Michael Aufhauser besuchen, mit dem ihm die Liebe zu allen Tieren verbindet. Doch damit, was er auf Gut Aiderbichl Gänserndorf erleben sollte, hatte er nicht gerechnet. Demütig legte er sich in den Staub vor der Pelztierfarm-Füchsin Merle, als möchte er sie persönlich um Vergebung bitten. Im Namen aller Menschen, die diesen Tieren namenloses Leid zufügen. Doch bevor diese Begegnung stattfinden konnte, gab es eine aufregende Vorgeschichte.

Als wir die drei Polarfüchsinnen und die drei Silberfüchsinnen zum ersten Mal sahen, lebten sie in einem Käfig, der für sie die ganze Welt bedeutete. 80 x 80 cm groß, ohne Boden. Bei den Füchsinnen handelt es sich um Tiere für die Pelzindustrie, die für Nachwuchs sorgten. Wir kauften sie frei und holten sie zu uns. Nach einer Zeit in unserer Quarantänestation kam jetzt, am 24. April, jener Tag, an dem fünf der sechs Füchsinnen das erste Mal echten Boden berühren durften. Melissa muss noch etwas warten, sie hat bei uns sechs Babys das Leben geschenkt.
Behutsam lässt Karol im Beisein von Fuchsmutter Anna und Frau Dr. Spielvogel die erste Polarfüchsin in der Nähe eines Holz-Fuchsbaus frei.

Wir erschrecken zunächst. Um noch mehr Geld mit den armen Kreaturen zu verdienen, hat man sie so gezüchtet, dass sie fast die doppelte Menge an Fell tragen, wie es die Natur vorgesehen hatte. Die Füchsin weiß nicht, wie ihr geschieht. Doch sie verfügt irgendwie über Instinkte, die ihr der Mensch nicht abzüchten konnte. Nimmt mit ihrer Zunge etwas Erde auf. Die hätte sie niemals kennengelernt. Im besten Fall, wenn ihr nackter, fellloser Körper auf dem Müll entsorgt worden wäre. Nun lassen wir alle frei. Erleben Sie die ersten Sekunden:

Was muss das für ein Gefühl sein festzustellen, dass man laufen kann? Doch das macht doch eigentlich jeden Fuchs aus. Diese Füchse blicken auf ein Leben in nicht artgerechter Haltung und absoluter Unterdrückung ihrer angeborenen Instinkte zurück. Zunächst sehen wir Aufregung und dann das Gefühl, was wir Menschen mit Glück beschreiben.

Wir haben ihnen Fuchsbauten vorbereitet, aber damit können sie noch nichts anfangen. Stunden später entdecken sie diese natürlichen Rückzugsmöglichkeiten.

Dieser wichtigste Moment in ihrem Leben verlangt den Füchsinnen viel ab. In der unterschiedlichen Fellfarbe sehen sie kein Problem. Doch ganz wichtig, und das empfinden sie instinktiv, ist die rasche Herstellung einer Rangordnung. Fauchen konnten sie auch im Käfig und das probieren sie jetzt, weil sie unsicher sind und Angst haben, im Direktkontakt. Mit Eiern kann die eine gar nichts anfangen. Aber die Silberfüchsin versteht, dass es sich lohnt, sich das Ei näher anzusehen. Mit feuchten Augen beobachten die Menschen, die in diesem Moment Zeugen sind, wie eine Füchsin das Ei vergräbt. Niemals hat ihr das jemand beigebracht.
Das Tierschutzgesetz schreibt vor, dass zwei Füchse über 300 qm verfügen müssen. Daran muss sich Gut Aiderbichl halten. Setzt man zwei weitere dazu, müssen es 330 qm sein. Die Sinnlosigkeit des Tierschutzgesetzes zeigt sich darin, dass es in Europa erlaubt ist, Füchse auf 80 x 80 cm dann zu halten, wenn es sich um sogenannte Pelztiere handelt. In Österreich sind Pelztierfarmen schon seit mehr als einem Jahrzehnt verboten. Überall jedoch ist der Kauf von Pelz von diesen armen Kreaturen erlaubt.


Mit großer Freude durchschneidet die Sponsorin Kathrin Glock das Band, und übergibt 4.000 qm geschützte Fläche den Füchsen. Unser großer Dank gilt auch allen Aiderbichlern. Mit einer Plus-Patenschaft für das Gut Aiderbichl Gänserndorf ermöglichen sie uns, auch diese Fuchsanlage nachhaltig zu betreiben. Dafür gibt es eine limitierte Gründer-Urkunde (ab € 10,- monatlich, zusätzlich zur normalen Patenschaft). Bitte schließen Sie sich uns an, werden Sie Gründer-Pate von Gut Aiderbichl Gänserndorf.

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