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Aus der Sicht einer Aiderbichlerin

Sammy und sein Harem

 

Die Natur schenkt uns so viele wunderbare Fauna und Lebewesen, dass ich immer wieder in die Knie gehe und voller Ehrfurcht helfen möchte, ihre Geschenke an uns Menschen zu erkennen, zu lieben, zu pflegen und all ihre Wunder in die Menschen zu „beamen“. Wir empfangen täglich so viel Liebe, allein, wir erkennen es meistens nicht. Jedes Iah, jedes Blöcken, jedes Bellen, Wiehern und Muh-Sagen, jeder Baum, Strauch und jede Blume, sind ein Geschenk der Natur an uns Menschen. Kommen Sie wieder mit auf einen Spaziergang über Gut Aiderbichl in Henndorf…

Wenn die Besucher die Allee hochspazieren, erreichen sie linkerhand einen offenen Rinderstall. Hier wohnen Sammy, ein schwarzes schottisches Hochlandrind, Heike, Sarah und Bambi. Imposant und mit ruhigen, geschmeidigen Bewegungen schaut Sammy mit seiner riesigen Hornanlage unter seinen schwarzen Zottelhaaren den Besuchern entgegen. Er ist eine beeindruckende Erscheinung – und ehrlich gesagt, er weiß es auch, denn ich begrüße ihn täglich mit „Hallo, mein Schöner“. Die Antwort Sammys ist ein langsames Drehen seines mächtigen Kopfes in meine Richtung, das sagen soll „Hi!“.

Als Sammy vor 12 Jahren auf einem Hof in Österreich geboren wurde, hatte er keinen leichten Start ins Leben, denn er musste von seinen Besitzern mit der Flasche großgezogen werden. Kein leichtes Unterfangen, aber es sollte den Tierfreunden gelingen, dass Sammy kräftiger wurde und zu einem stattlichen Stier heranwuchs. Sammy wurde schließlich viele Jahre als Zuchtstier eingesetzt. Aufgrund der Gefahr der Inzucht konnte man ihn nicht behalten. Aber eines hatten sie Sammy versprochen: er sollte auf keinen Fall zum Schlachter kommen! Er wurde kastriert und führt nun ein ruhiges, zufriedenes Leben auf Gut Aiderbichl. Als er ankam staunten nicht nur alle Kühe ob seiner Schönheit und seines Stolzes, auch alle Esel, Ziegen und Schafe, kamen zu seinem Stall und begrüßten den Neuankömmling. Der sanfte Riese, der uns sehr an unseren verstorbenen Garfield erinnert, hat sich rasch eingelebt. Besondere Freundschaft hat er mit den Rindern Heike, Sarah und Bambi, geschlossen.

Ich erzähle Sammy manchmal von seinem Vorgänger auf unserem Hof – Garfield. Er war ein rotes schottisches Hochlandrind, der in einem Zirkus aufgetreten war. Dort hatte man ihm beigebracht, zu Walzermusik zu tanzen. Wie oft sagen wir „Du dumme Kuh?“ - wie hätte jemals ein Mensch einem „dummen schottischen Hochlandrind“ das Walzertanzen beibringen können?

Immer wieder erstaunt mich die Fähigkeit zu verzeihen– sie sind nicht nachtragend, das beweisen die Tiere auf unseren Gnadenhöfen tagtäglich. Als Garfield noch gemütlich über den Hof spazierte und mal bei den Schweinen, den Ziegen und Schafen vorbeischaute, wenn ich ihm mit den Gästen im Hof begegnete, staunte ich jedes Mal über das kleine Schauspiel, dass er uns lieferte. Ab dem Moment, wo er meine Stimme hörte, kam er langsam und gemächlich des Weges und blieb dann stehen. „Hallo meine Lieben, ich bin’s. Garfield. Keine Angst, meine Hörner tun euch nichts!“. Ein herrlicher Anblick. Stolz, aufrecht, er schaute langsam nach links und nach rechts. „Schaut mich an, bin ich nicht eine Augenweide? Ihr müsst vor mir keine Angst haben.“ - Als er 2013 verstarb, flossen viele Tränen. Ich dachte damals: er gleitet in einem Tränenmeer über die Regenbogenbrücke in ein anderes Leben.

Nun also streichelt Sammy unsere Herzen.

Sammy und seine Freundinnen Sarah, Heike und Bambi …

Das Fleckvieh Sarah war eine gute Milchkuh auf einem kleinen Bauernhof in Österreich. Sarah hielt sich im Sommer auf den Weiden auf und stand nicht ausschließlich im Stall. Sarah war verunsichert als sie zu uns gebracht wurde, weil sie mit Pfauen, Lamas oder Ponys nicht wirklich Erfahrung in ihrem Leben am Bauernhof gemacht hatte. Die stolze Heike wurde ihre Freundin, und das Leben wurde einfacher. Sammy, unser Charmeur, schleckt Sarah morgens am Kopf ab, besonders hinter den Ohren. Dabei schließt Sarah genüsslich die Augen, legt den Kopf leicht zurück und genießt seine Liebkosungen.

Sarah (links) und Heike (rechts) gemeinsam auf der Weide

Auch Heike war in der Milchwirtschaft und brachte 2008 ihren Sohn Skippy zur Welt. Sie sollte geschlachtet werden, weil sie an Mastitis, einer chronischen Euterentzündung, litt und somit für die Milchwirtschaft wertlos war. Der Schlachthof wäre Heikes Endstation gewesen. Heike und Sarah wurden „dicke“ Freundinnen.

Dann kam Sammy – Heikes wunderschöne große Kuhaugen mit unendlich langen Wimpern „verschlangen“ den Schönen – Sie verliebte sich in den schönen Schotten und nun ist sie Sammys erste und wichtigste Frau. Er liebt sie über alles! Sie schleckt er rundum ab. Manchmal stehen sie Maul an Maul, schauen sich an, schließen die Augen und genießen – wie zwei Verliebte. Ja, auch derlei Gefühle gibt es bei den Tieren.

Bambi, eine wunderschöne Kuh, auch hornlos wie Heike, wurde gemeinsam mit ihrem blinden Kalb Susi aufgenommen. Bambi hat ein herrlich weiches, seidiges Fell, immer traurige Augen. Leider ist Susi, ihre Tochter, verstorben und Bambi fand Trost bei Sammy und Sarah.

Bei den Führungen erzähle ich, dass es die Natur nicht gewollt hätte, den Kühen ihre Kälber wegzunehmen. Vieles, was mit Tieren passiert die wir essen, wissen Konsumenten gar nicht. Sie stehen da, schütteln den Kopf und werden traurig.

Bambi in ihrem Stall auf Gut Aiderbichl Henndorf

Eine Kuh ist 9 Monate trächtig. Nach dem Kalben erfolgt die Trennung und das Kalb wird meistens mit Milchersatz großgezogen. Die Milch wird verkauft. Die Kuh gibt nur Milch, wenn sie ein Kälbchen hat, also muss sie immer trächtig sein. Wieviel Milch wird weggeschüttet, wieviel Butterberge werden entsorgt, wie gedankenlos gehen wir mit der Natur um? Ein Kälbchen braucht im Schnitt 10 Liter Milch, um gesund aufwachsen zu können. Ihre Mama produziert am Tag zwischen 30 und 40 Liter. Es würde also genug für den Verkauf bleiben.

Wenn wir eine trächtige Kuh bekommen, darf die Kuh ihr Junges behalten. Manchmal ist sie darüber erstaunt: „Komisch, warum darf ich hier mein Kälbchen behalten?“ Weil die Mutter-Kind-Haltung eines der Gesetze auf Aiderbichl ist, und die natürlichste Sache der Welt sein sollte.

Sehr oft sitze ich bei Sammy im Stroh, kraule ihn zwischen den Hörnern und erzähle:
Die Natur hat sich etwas dabei gedacht, dass Rinder ihre Hörner haben sollen. Es sind ihre Sprachrohre und auch jede Kopfbewegung signalisiert dem anderen Rind etwas. Die Hörner sind hohl und bis zur Mitte stark durchblutet und da werden auch die Hormone für den Stoffwechsel des Rindes produziert.

Sammy hört aufmerksam zu und kaut sein Heu, wenn ich weitererzähle:
Seit ewigen Zeiten gehen die Rinder im Sommer auf die Alm zur Sommerfrische. Nun kommt es noch soweit, dass die Rinder dort nicht mehr hinsollen, weil sie Menschen überrennen. Sammy schaut mich entgeistert an „aber hallo, was ist denn das?“ scheint er mich zu fragen.

Ich habe schon als Kind gelernt, dass ich einer Kuhherde ausweiche, dass ich sie in Ruhe lasse. Wenn die Kühe Kälber haben, wollen sie diese natürlich beschützen. Jede Menschen-Mutter verteidigt ihr Kind, warum sollte es eine Kuh-Mutter nicht dürfen? Also rennt sie los, sie hat Angst um ihr Kalb und rennt und rennt – und verletzt Menschen, die sich nicht an die Regeln halten, weil sie es vielleicht auch gar nicht wissen?

Manche Wanderer nähern sich Rindern auch mit Hunden. Selbst ein lieber kleiner Dackel wird von den Rindern mit dem Wolf assoziiert und macht sie ängstlich und somit aggressiv.

Sammy und sein Harem sagen mir immer wieder: „Erzähle den Menschen, worauf sie achten sollen. Erzähle ihnen auch, dass sie weniger Fleisch essen sollen. Erzähle ihnen, welch Stress die Fahrt zum Schlachthof für uns Tiere bedeutet. Erzähle ihnen, dass man seine Freunde nicht essen soll…….“

Ich freue mich auf eine Führung mit Ihnen, herzlichst, Gisela

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