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Schwein im Glück: Elli

Gut Aiderbichl setzt sich auch für bedrohte Tierrassen ein. Zu ihnen zählen auch die Schwäbisch-Hällischen-Landschweine, deren besonderes Merkmal der schwarze Kopf und die schwarzen Hinterbeine sind. Elli (2) ist eines dieser seltenen Tiere, von denen es weltweit noch ca. 300 Exemplare gibt. Eine Schulklasse hatte sie als Ferkel gerettet, doch nun musste Elli ihren Platz verlassen und war wieder in Gefahr. Wir konnten helfen...

Endlich in Sicherheit: Schweine-Dame Elli

Zu unseren Zielen gehört es auch, dass wir uns für bedrohte, alte Haus- und Nutztierrassen einsetzen. Mit ihrer Anwesenheit auf unseren Gütern möchten wir die Menschen für einen bewussten Umgang mit ihnen sensibilisieren und können anhand der Schicksale aufzeigen, wie sich die Industrialisierung in der Tierhaltung durchgesetzt hat. Alte Tierrassen verschwinden und werden durch Hybriden ersetzt: Tiere, die "optimiert" sind. Dieses Schicksal ist auch den Schwäbisch-Hällischen-Landschweinen widerfahren.

Besonderes "Markenzeichen": der schwarze Kopf und die schwarzen Hinterbeine

1820 führte der württembergische König Wilhelm I. chinesische Maskenschweine ein. Durch Kreuzungen mit einheimischen Rassen entstand schließlich das Schwäbisch-Hällische-Landschwein, dessen besonderes Kennzeichen der schwarze Kopf & Hals, sowie die schwarzen Hinterbeine sind. 1940 gab es im Landkreis Schwäbisch Hall fast ausschließlich Schweine dieser Rasse. Doch der zunehmende Wunsch der Konsumenten nach magerem Fleisch, wurde dem Schwäbisch-Hällischen-Landschwein zum Verhängnis.
Obwohl die menschenbezogenen Tiere besonders robust und langlebig sind, galten sie Ende der 70-er Jahre als ausgestorben! Engagierte Landwirte wollten dies nicht einfach hinnehmen. Sie konnten noch einige wenige reinrassige Tiere finden und begannen 1984 mit nur einem Eber und sieben Sauen die Nachzucht.
Heute gibt es weltweit wieder etwa 300 Tiere dieser alten Rasse, deren Hauptverbreitungsgebiet Süddeutschland ist. Nach wie vor gilt das Schwäbisch-Hällische-Landschwein als stark gefährdet (1987 Nutztierrasse des Jahres) und steht auf der Roten Liste.

Ein wahres Glücks-Schwein: Elli

Zu dieser besonders seltenen Rasse gehört auch Elli (ca. 2). Als ihr  2015 die Schlachtung drohte, hatte sie besondere Fürsprecher: eine ganze Schulklasse der Montessori Schule Inning setzte sich für ihr Leben ein. Es wurden Spenden gesammelt, um Elli freizukaufen und ihr ein Leben in Sicherheit zu ermöglichen. Und die Schüler, allen voran die junge Laila, sollten Erfolg haben. Elli konnte im Oktober 2015 von der Schulklasse freigekauft werden. Und: es fand sich sogar ein Platz bei einem Hobby-Landwirt, der versprach, Elli zu versorgen. Die Schüler und Schülerinnen waren überglück. Immer wieder sahen sie nach Elli, brachten ihr Futter oder kraulten der Schweine-Dame einfach den Bauch.

Elli (2) wurde von der Schulklasse gerettet und liebt den Kontakt zu Menschen...

Alles schien in bestern Ordnung, doch dann kam Ende 2016 die Hiobsbotschaft. Der Bauer gab seinen Betrieb auf und Elli musste weg. Ein Schock für die Schulklasse. Wo sollten sie nun das ausgewachsene Schwein unterbringen? Sie versuchten alles mögliche, um ein neues Zuhause für Elli zu finden. Sie wollten auf jeden Fall verhindern, dass Elli nun doch geschlachtet werden würde.

Laila setzte sich besonders für Elli ein...

Als die Zeit schließlich knapp wurde und sich immer noch kein geeigneter Platz für Elli gefunden hatte, meldete sich die Klasse bei Gut Aiderbichl und bat um Aufnahme der Schweine-Dame.
 
Kinder sind die Tierretter von morgen und gehen unbefangen und ohne Vorurteile auf Tiere zu - ganz natürlich. Und gerade diesen natürlichen Umgang mit Lebewesen möchten wir auf Gut Aiderbichl vermitteln. Diesen unglaublichen Einsatz der Kinder für ein sogenanntes Nutztier, denen in unserer heutigen Zeit so viel Leid geschieht, wollten wir unbedingt unterstützen. Wir konnten der Aufnahme von Elli zusagen und Laila begleitete sie, als Elli auf Gut Aiderbichl Iffeldorf einzog.

Doch im Gespräch mit Gutsverwalter Hansi Süß stellte sich dann heraus, dass Elli noch Familie hatte. Elli war trächtig gewesen und hatte im Juli 2016 einem Dutzend Ferkeln das Leben geschenkt. Zwei Ferkel suchten noch einen Platz.
 
Da wir auf Gut Aiderbichl keine Familienverbünde trennen entschlossen wir uns dazu, Elli ihre beiden Kinder, die Ferkel Elena und Niko, zurück zu geben und am 27. Dezember, anlässlich unseres Patentreffens auf Gut Aiderbichl Iffeldorf, fand die Familien-Zusammenführung statt.

Am 27. Dezember wartete eine besondere Überraschung auf Elli...

Elli war auf der Weide, als Hansi Süß mit Elena und Niko im Hänger vorfuhr. Elli schien zu spüren, dass nun ein besonderer Moment gekommen war. Nervös lief sie immer wieder auf der Weide auf und ab. Dann war der große Moment gekommen. Wie würde Elli reagieren? Schließlich hatte sie ihre Ferkel schon lange nicht mehr gesehen. Gespannt öffneten wir den Hänger...

Elena schaute zuerst neugierig aus dem Hänger...

Elena blickte zuerst hinaus, um dann freudig über die Wiese zu tollen. Ihr Bruder Niko war etwas zurückhaltender und wartete erst einmal im Hänger, während Elena stürmisch auf ihre Mutter zurannte. Dann traute sich auch Niko heraus.

Elena & Niko genießen den Auslauf auf der Wiese und wälzen sich erst einmal...

Mama Elli waren die beiden ungestümen Ferkel zu wild und sie versuchte gleich, sie zur Raison zu bringen. Doch die beiden Geschwister zeigten pure Lebensfreude. Sie liefen, ja sprangen regelrecht über die Wiese, erkundeten ihre Umgebung, um dann zu graben und sich zu wälzen.
Die junge Tierretterin Laila, die an diesem Tag auch vor Ort war, sah bewegt dieser besonderen Familienzusammenführen zu. Sie hatte extra Leckerlis für "ihre" Schweine mitgebracht und ließ es sich auch nicht nehmen, Elli ihre gewohnten Streicheleinheiten am Bauch ausreichend zukommen zu lassen.
Elli, Elena und Niko genießen nun ihr Leben bei uns auf Gut Aiderbichl Iffeldorf. Ihr Schicksal zeigt, wie wichtig junge Menschen sind, die in Tieren fühlende Mitgeschöpfe sehen und sich für diese einsetzen!
Täglich erreichen uns zwischen 60 bis 100 Anfragen mit Tieren in Not. Jedes Tier hat ein besonderes Schicksal, doch leider sind auch unsere Kapazitäten, gerade in den Wintermonaten, begrenzt. So sehr es uns auch das Herz bricht, wir können nicht immer helfen. Wir wissen, dass unsere Tierrettungen immer nur symbolisch sind und die bei uns anwesenden Tiere stellvertretend für das unzählige Leid der Tiere weltweit stehen. Doch in der Anwesenheit der geretteten Tiere sehen wir die Chance, Menschen für unsere Mitgeschöpfe zu sensibilisieren und vielleicht sogar zum Nach- oder Umdenken zu bewegen. Nur so können wir nachhaltig etwas für die Tiere verändern!

 

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