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Die goldene Mitte

 

Neulich an der Ampel: Als das, ob der deutlichen Minustemperaturen mit Mütze, Schal und Winterjacke dick eingemummelte Frauchen, ihrem Hunde andeutete, sich zu setzen, antwortete dieser mit einem fragenden Blick. „Sitz“, wiederholte sie in deutlich resoluterem Tonfall. Der zitternde Vizsla mit der angegrauten Schnauze drängte sich dicht an das Bein seines Frauchens und deutete mit seinem gute zehn Zentimeter über dem gefrorenen Boden schwebenden Hinterteil die Sparvariante des Kommandos an. Mit einem verlegenen Lächeln wendete sich das Frauchen an die Mitwartenden. „Das ist nicht sein Wetter“, schob sie immer noch lächelnd hinterher. „Warum trägt er denn keinen Mantel?“, fragte eine Ampelnachbarin. „Offensichtlich ist ihm doch kalt, oder?“

Frauchen zuckte mit den Schultern und war froh, als das grüne Männchen signalisierte, dass sie endlich die Straße überqueren durfte.

Hundemantelverweigerer trifft man immer wieder. Genauso wie die zu gut gemeinte Variante. Das  sind die Hundebesitzer, die ihren Schäferhund, weil er ein gewisses Alter erreicht hat, vorsorglich mit zwei Hundemänteln übereinander ausstatten. Angesichts der immer wieder auftretenden Extreme in der Hundeszene sehnt man sich zu Recht nach der goldenen Mitte. Sprich, nach den Hundebesitzern, die nach den individuellen Bedürfnissen ihres Vierbeiners entscheiden. Dazu gehört natürlich, dass man deutliche Anzeichen nicht einfach ignoriert und sich, anstatt auf sein eigenes Gefühl zu hören, lieber auf die Meinung der die Weisheit mit Löffeln verkonsumierten Hundeplatzfraktion verlässt. Denn eins ist mal klar. Fast nirgendwo treffen so gegensätzliche Standpunkte und Wahrheiten aufeinander wie in der Hundeszene. Die einen sind Tierquäler, weil sie ihrem Hund ein Halsband anziehen, die anderen sind von allen guten Geistern verlassen, weil ihr Hund ein Geschirr anhat. Die einen machen ihren Hund krank, weil sie barfen, die anderen, weil sie nicht barfen. Die einen lassen ihren Hund frieren, weil er ja ein Fell hat und sonst verweichlicht, die anderen verpassen ihrem jungen, mit ordentliche Unterwolle ausgestatteten Tier einen Mantel, weil das so niedlich aussieht.

Tatsache ist, dass vor allem ältere Hunde und Hunde mit wenig oder überhaupt keiner Unterwolle, dafür aber mit kurzem Fell durchaus frieren können. Gerade diese Tiere kann man mit einem gut sitzenden Mantel aus wasserabweisendem, atmungsaktiven Material bei Minusgraden sehr gut unterstützen. Außerdem gilt es zu bedenken, dass Kälte und Zugluft oder das Sitzen und Liegen in kalter Umgebung zu Erkrankungen wie einer Blasenentzündung oder anderen Infektionen führen kann. Und das möchte das Frauchen an der Ampel sicherlich ebenso wenig, wie alle anderen Hundeliebhaber.

Gut Aiderbichl hat es sich zum erklärten Ziel gemacht, artgerechte Haltung der Tiere vorzuleben, auf spezielle Bedürfnisse von Tieren einzugehen und den Tieren ein liebevolles Zuhause bis an ihr natürliches Lebensende zu geben. Gerade in der momentanen Situation mit den kaum zu bewältigenden Massen an Schnee ist dies eine Herausforderung. Bitte unterstützen Sie uns in unserer Arbeit mit einer Spende oder einer symbolischen Patenschaft.

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