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Untergang der Esel?

„Italienische Eselsalami steht seit jeher für herausragende Qualität.“ Das kann man über eine Feinschmecker-Empfehlung im Internet lesen, die von einem traditionellen Produkt aus dem Piemont berichtet, das sich der Gourmet auch anderswo gerne zuführt. Man muss die Wurst vor dem Aufschneiden eine halbe Stunde lang bei Raumtemperatur lagern, um den vollen Geschmack zu erreichen, geröstetes Brot und Rotwein dazu servieren, und schon kann man bei seinen Gästen mit einer außergewöhnlichen Überraschung punkten.

 

Man weiß inzwischen längst schon zu genau, dass die Menschheit beim Verzehr der Schöpfung keine Grenzen kennt, und so landet natürlich auch der Esel auf unseren Tellern, bei uns noch als Ausnahme. Aber in China löst der Gedanke an Esel im aufkommenden Mittelstand wahren Heißhunger aus. Eselfleisch gilt in bestimmten Regionen schon als Delikatesse und Eselgelatine für Süßes, Kosmetik und traditionelle Medizin als höchst wertvoll.


Man kann den großen Bedarf aus dem eigenen Land gar nicht mehr decken und importiert Esel aus Westafrika, in solchen Mengen und bei steigenden Preisen, dass der Esel dort vom Aussterben bedroht ist. Nigeria hat bereits einen Exportstopp verhängt. Schließlich ist der Esel, wie es heißt, das Auto Nordnigerias. Wo er fehlt, fehlt das wesentliche Transportmittel. Da sein Preis durch die Nachfrage in die Höhe schnellt, können sich die Bauern die dringend gebrauchten Tiere schon gar nicht mehr leisten.


Auch in Burkina Faso boomt das Geschäft mit den Eseln und in manchen Schlachthöfen habe bereits ein derartiger Hochbetrieb geherrscht, dass sich Anwohner über blutverschmutztes Grundwasser beschwerten, berichten die Medien. So weit ist es schon gekommen.
Dass man die Esel inzwischen sozusagen zum Fressen gern hat, ist das eine Unglück der armen und sensiblen Grautiere. In Griechenland sinkt die Eselpopulation mittlerweile dramatisch, weil man sie als Arbeitstiere nicht mehr braucht. Jahrhunderte lang trugen sie Menschen und Waren und halfen beim Pflügen der Felder. Doch ihr Feind ist hier der Fortschritt, sie werden ein Opfer der Modernisierung und durch Maschinen ersetzt.


In den vergangenen 15 Jahren ist in Griechenland die Zahl der Esel um 96 Prozent gesunken, erklärt ein Forscher. Jetzt versucht man ihnen ein neues Image zu verpassen. Sie sollen ein Symbol für Freizeit und Erholung werden. Dann bietet man eben Eselreiten auf Santorin an. Etwa 360 Esel und Mulis, schätzt man, stehen auf der Insel den Urlaubern zur Verfügung.
Die Lage der Esel bleibt prekär und schafft viel Leid. Trotzdem gibt es einen Hoffnungsschimmer. Das Problem ist von den Zuständigen erkannt, was der Ausfuhrstopp und die touristische Bewerbung der Esel zeigen. Damit ist das Problem zwar nicht gelöst, aber eine Entschärfung scheint möglich. Wir werden das Geschehen weiterhin beobachten. Schon deshalb, weil uns die vielen geretteten Aiderbichler Esel täglich daran erinnern.

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