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Tag der Artenvielfalt

 

Aktiv den Erhalt der Arten und unserer Natur zu schützen, bedeutet nicht zugleich Verzicht. Man muss nicht unbedingt Liebgewonnenes aufgeben oder spenden, oder sich persönlich aktiv einsetzen. Recyceltes Papier zu benutzen, ist zum Beispiel eine von vielen Möglichkeiten, der Zerstörung unserer Erde und ihrer Artenvielfalt entgegenzuwirken. Oder aber, auf überdimensionale und überflüssige Verpackungen zu verzichten. Denn oft steht der Schaden, den die Herstellung einer Verpackung anrichtet, in keinem Verhältnis zum Nutzen.

 

Die Ausrede „Das habe ich nicht gewusst.“ ist eigentlich gar nicht mehr möglich, vielmehr muss es heißen „Das wollte ich nicht wissen – hatte Wichtigeres zu tun.“ Jeder hat die Möglichkeit, sich im Fernsehen oder im Internet darüber zu informieren, wie sich unser Verhalten auf die Tier- und Pflanzenwelt, somit letztendlich auch auf uns selbst, auswirkt. Auch viele Printmedien bieten den Lesern immer wieder ihre Erkenntnisse an.

 

Man muss auch gar nicht so alt sein, um miterlebt zu haben, wie sich das Klima bei uns in den letzten Jahren geändert hat. Erleben wir das Resultat unserer sorglosen Zerstörungswut bewusst mit?

Wir Menschen handeln manchmal sehr merkwürdig und nicht wirklich nachvollziehbar. So ist Coltan ein gefragtes „Erz“, aus dem ein Metall gewonnen wird, um Handys zu bauen. Heiß begehrt, erzielt es unglaubliche Preise. Als Menschen ein Vorkommen in einem Schutzgebiet für Gorillas in Zentralafrika fanden, wurde nicht lange gefackelt und die ohnedies vom Aussterben bedrohte Menschenaffenart dramatisch verringert, indem man mehr als hundert von ihnen erlegte, um ungestört mit planlosen Bergbauaktivitäten das Erz zu gewinnen. Diese Tierart lebte dort seit über 4 Millionen Jahren, wie lange unser Herz an Handys hängen wird, ist nicht voraussehbar. Vielleicht gibt es bereits in weniger als einem Jahrzehnt schon was anderes.

 

Ähnlich ergeht es den Schimpansen, unseren nächsten Verwandten. Auch sie geraten durch die schonungslose Abholzung ihres natürlichen Lebensraumes immer mehr in Bedrängnis. Wenn nicht ein Umdenken stattfindet, wird auch diese Menschenaffenart in wenigen Jahren restlos verschwunden sein.

 

Auf unseren Gütern leben mehr als 30 verschiedene Tierarten, darunter einige bedrohte Haus- und Nutztierrassen, wie zum Beispiel die Tux-Zillertaler-Rinder, die Zackelschafe, die Österreichisch-Ungarischen-Barockesel oder die Noriker-Pferde. Nicht zu vergessen die Ex-Labor-Schimpansen in unserem Affen Refugium in Gänserndorf.
Mit der Anwesenheit all dieser geretteten Tiere möchten wir auf das Artensterben hinweisen und hoffen, bei unseren Besuchern ein Nach- oder sogar Umdenken zu erzielen, damit auch noch die nachfolgenden Generationen die bunte Artenvielfalt erleben können.

 

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