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19.3.2021 – Der Tag des Geflügels

Aus der Sicht einer Aiderbichlerin

(erzählt von Gisela Pschenitschnig)

Der Tag des Geflügels gehört gedanklich den Hühnern, Gänsen und anderen Vögeln, die ein Teil der Natur sind. Geflügel ist der Oberbegriff für Vogelarten, die als Nutztiere oder Haustiere gezüchtet werden, und die dem Menschen auch als Nahrungsmittel dienen. Gezüchtet wird das Geflügel hauptsächlich für den Konsum von Fleisch und Eiern. Verkauft werden aber auch Handtaschen aus Straußenleder oder Anoraks mit Daunenfüllung.

Der Mensch ist zwar der letzte Schrei, aber nicht das letzte Wort der Schöpfung (Konrad Lorenz)

Seit zwanzig Jahren gibt es Gut Aiderbichl, Europas größten Tiergnadenhof. Die Mitarbeiter und die zu betreuenden Tiere sind einander sehr vertraut geworden. Immer besser lernen wir die Körpersprache der Katzen, der Hunde, der Esel, der Schweine oder der Hirsche zu deuten. Immer mehr verstehen wir auch die Sprache der Pferde, der Ponys, der Ziegen und Schafe.

Auf unserem Schroffnergut, am Hof in Henndorf und auf einigen anderen unserer Gnadenhöfe leben zahlreiche Hühner, Enten und Gänse sowie Pfaue. Konrad Lorenz hätte hier seine Freude gehabt und hätte sich in unsere Maxime, eine schöne Höckergans, verliebt.

Auch unsere Pfaue dürfen bei uns stressfrei ihr Leben genießen.

Die Federtiere sind intelligent und wir sind weit entfernt vom Spruch des dummen Huhnes. Hühner haben ein ausgeprägtes Sozialverhalten, sie sprechen mit ihren ungeborenen Kindern, ihre Sprache verfügt über zahlreiche „Gackertöne“ und diese Signale wirken für die Artgenossen ähnlich wie menschliche Worte.

Hühner sind intelligent wie Säugetiere. Sie lieben Musik – manche mögen es rockig, manche klassisch. Es gibt Hühner, die die Gesellschaft des Menschen schätzen, andere wiederum sind schüchtern, reserviert und können auch aggressiv werden. Jedes Huhn, jede Gans und jeder Pfau beweisen uns immer wieder, dass auch in ihren kleinen, bunt gefiederten Körpern eine ausgeprägte Persönlichkeit steckt.

Hühner haben so vielfaltige Persönlichkeiten wie Menschen.

Die glücklichen Hühner auf den Höfen von Gut Aiderbichl

In den letzten Jahren wurden auch zahlreiche Biohühner vor der Schlachtung gerettet, so auch im August 2020. Erst 18 Monate alte Hühner brachten die Legeleistung nicht mehr und sollten geschlachtet werden. Hühner sind keine Wegwerflebewesen. Eine derartige Denkweise widerspricht der Aiderbichler Tierschutz-Grundeinstellung. Eine Tierschützerin und Gut Aiderbichl gemeinsam verhinderten die Schlachtung der Junghühner. Sie konnten an private „Hühnerliebhaber“ vergeben werden und eine große Schar lebt auch auf unserem Hof.

Diese Rettung war ähnlich dramatisch als jene der Rosa, einem Huhn aus einem Bodenhaltungsbetrieb. Rosa war in einem erbärmlichen Zustand zu uns gekommen: keine Federn, viele Pickverletzungen, gebrochene Federn, verbogene Krallen und vieles mehr. Anita Hartner war bei der Tierrettung dabei und ließ den nackten Hühnern Pullover stricken, damit sie nicht froren. Rosa bekam wieder Federn und sie gackerte fröhlich und legte ihre Eier. Leider ist sie dieses Jahr im Jänner verstorben. Sie war ein ganz besonderes Tier und sie überzeugte uns von ihrer Intelligenz und Liebenswürdigkeit. Wir werden dich nicht vergessen, liebe Rosa. 

Rosa musste einiges durchmachen, doch bei uns konnte sie noch schöne Jahre verbringen.

Glückliche Hühner und Ostern

Rosa war auf Gut Aiderbichl ein glückliches Huhn geworden. Ich kenne glückliche Hühner vor allem aus dem Hühnerstall meiner Großmutter. Da gab es keine „Turbolegehühner“. Jedes Huhn hatte einen Namen und sie erkannten die Großmutter auch an der Stimme. Abends hüpften sie auf die Stange an der Decke und schliefen, bis in der Früh der Hahn wieder alle aufweckte.

Artjom und Franz-Josef, zwei Hähne, die in Henndorf leben, krähen am Hof den ganzen Tag vor sich hin. Ihr schönes Krähen stört niemanden. Vor allem Artjom hat eine Stimme wie ein junger Tenor. Dort, wo er gelebt hat, störte sein freudiges Krähen die Nachbarn, deshalb musste er weg.

Ostern rückt langsam näher… Seit Wochen kann man in den Supermärkten bereits gefärbte Eier kaufen. Esse ich nun das Ei einer glücklichen oder einer „gestressten“ Henne? Diese Frage ist eine Überlegung wert.

Wer trägt zum Leid der Hühner bei?

Nicht der Mensch, der die Hühner in der Freilandhaltung, Bodenhaltung oder Käfighaltung hält. Es ist der Konsument, der entscheidet. Ein Blick sollte genügen, um zu wissen, wie die Henne das Ei gelegt hat. Glücklich und entspannt in der Freilandhaltung oder gestresst in der Boden- bzw. Käfighaltung.
Ein Ei mit den Symbolen AT für Österreich und 1 für Freilandhaltung ist ein Ei, das von einer entspannten, österreichischen Henne gelegt wurde.

Herzlichst, Ihre Gisela

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