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9. September - Der Tag des Wienerschnitzels

Aus der Sicht einer Aiderbichlerin

Zahlreiche Rinder und Kälber habe ich den Gästen schon vorstellen und deren Geschichte erzählen können. Ohne Zeigefinger versuche ich stets die Herzen der Menschen zu erreichen und erzähle unter anderem über die Rinder, die aus verschiedensten Gründen nach Gut Aiderbichl kommen können.

„Was wisst denn ihr von mir? Was von dem Schmerz, der mir das Herz zerreißt? Ihr werdet niemals wissen, was es heißt, aus Fleisch und Blut zu sein …“ (Quasimodos Rede an die Steinfiguren von Notre Dame)

Quasimodo war keine Schönheit, vielleicht können Sie sich an den Film erinnern? Was ist Schönheit? Schönheit ist wie vieles im Leben relativ.
Manchmal nehmen wir Kälber auf, die einfach anders sind, die anders aussehen als die Norm. Einen, den ich über alles geliebt habe, war Lilliput, ein zwergwüchsiger Stier und später Ochse. Michael Aufhauser meinte „Lilliput müssen wir nicht kastrieren, er wird keine Kuh „erreichen“. Tja, wie auch immer. Auch wenn die Beine noch so kurz waren, Lilliput zeugte auf Gut Aiderbichl seinen Sohn Amarillo. Lilliput hatte auch einen Seitenausgang wegen der Gase in seinem Bauch. Für mich und für viele andere Menschen war er eine Schönheit und es gab bittere Tränen, als wir ihn erlösen mussten.

Der prächtige Lilliput

Ich erinnere mich an Pamplono, den die Natur als haarloses Rind auf die Welt geschickt hatte. Er war vollkommen nackt, sein Kopf sah ein wenig aus wie der eines Rehes, sein Gebiss war anders als jenes aller Rinder dieser Erde. Sein Name stand symbolisch für all die Stiere, die jährlich durch Pamplona getrieben werden.

Pamplonos Körper war empfindlich, er hatte ja keinen Fellschutz. Pamplono hatte wunderschöne dunkle Augen und er hatte zwei beste Freunde: den Bauern, der ihn nicht töten wollte und Fipsi, ein zwergwüchsiger, braun weiß gefleckter Stier mit elendslangen weißen Wimpern. Die beiden wurden „best friends“ – sie fehlen mir, vielleicht gerade deshalb, weil sie so anders und so dankbar waren, dass sie ein paar Jahre auf Gut Aiderbichl glücklich sein durften.

Pamplono mit dem kleinen Fipsi

Willi – Munti, Max und ihr Adoptivvater Stefan, der Brandstier

Willi war ein Stierkalb und seine Bestimmung war der Schlachthof, bevor sich eine Dame in das Kälbchen verliebt hatte und er in Henndorf einziehen konnte. Sein weiches braun-weißes Fell, seine warmen Augen und die Dankbarkeit, leben zu dürfen, sind seine Begleiter. Munti, Max und Stefan sind nun Willis neue Familie.

Der kleine Willi mit seiner neuen Familie

Das Gratispeeling - die rauhe Zunge der Rinder

Das Gefühl, wenn Liliput oder eines der Rinder, die ich hier erwähnt habe, meine Hand schlecken, ist unbeschreiblich. Die Zunge ist rauh, sie ist warm und vor allem Stefan möchte sie vielleicht hier und da ein wenig „anknabbern“. Mäxchen streckt seinen schönen Kopf her und schaut mich mit verträumten Augen an. Der kleine Willi ist rundum glücklich, dass er leben darf. Beobachten Sie ihn einmal.

Sind Sie Vegetarier?

Diese Frage wird mir als Führerin sehr häufig gestellt. Was soll ich sagen, ja. Ich erzähle über das Schicksal der Tiere, über die Natur und ihre Schöpfung, und ja, ich bin Vegetarierin. Ich denke dabei an Liliput, den Willi, die Schweine Bables und Roberta – ich könnte nicht anders.
Für oder gegen das Wienerschnitzel muss sich jeder selbst entscheiden…

Ich freue mich auf eine nächste Führung mit Ihnen, herzlichst Gisela

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