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In Begleitung der großen T.rex Ausstellung auf Gut Aiderbichl Henndorf stellen wir Ihnen in sieben Folgen und immer freitags vom Aussterben bedrohte Tiere vor, die auf unseren Gütern leben.

Heute: Rinderrassen

Alle 500 Hausrinder-Rassen stammen vom Auerochsen ab. Es soll die Auerochsen schon vor zwei Millionen Jahren gegeben haben. 1620 starb der letzte Auerochs-Stier. In den 1920er Jahren begann man mit der Rückzüchtung, an der die Brüder Lutz und Heinz Heck einen wichtigen Anteil hatten, weshalb man auch von Heckschen Rindern spricht.

Auf Gut Aiderbichl Kilb leben 21 Auerochsen, auf dem Henndorfer Gut vier. Dass es sie bei uns gibt, ist das Ergebnis einer Rettungsaktion des Jahres 2015. Die Herde, in der sich auch hochträchtige Kühe befanden, wäre ansonsten schon am nächsten Tag vom Metzger abgeholt worden. Gottseidank konnten wir die Tiere freikaufen.

 

Die Tux-Zillertaler-Rinder sind hochgefährdet. Sie erreichten 19. Jahrhundert im Tiroler Unterland ihre weiteste Verbreitung, berühmt für ihre Genügsamkeit und Leistungsfähigkeit bei kargsten Futterverhältnissen. Auch der russische Zar war von diesen positiven Eigenschaften begeistert, weshalb die Tiere des Öfteren nach Russland exportiert wurden. 3000 Kilometer mussten sie und ihre Hirten dafür zu Fuß zurücklegen.

Dass für die verbreitete dörfliche Tradition des „Kuhstechens“ nur Tux-Zillertaler verwendet wurden, bei denen man eine Selektion auf ihre Kampfeigenschaften vornahm, hatte dann schwerwiegende Folgen. In den 70er Jahren lebten nur noch 30 Tux-Zillertaler Rinder. Dank einiger Idealisten konnte die Rasse gerettet werden. Auf Gut Aiderbichl Henndorf leben fünf Tux-Zillertaler.

 

Die Pustertaler Sprinzen sind extrem gefährdet. Zur Zeit der k.u.k Monarchie wurden diese Rinder, ursprünglich beheimatet im gleichnamigen Tal in Süd- und Osttirol, als beste Rinderrasse bezeichnet. Durch die Krise des Viehhandels nach dem Ersten Weltkrieg und dem Anschluss Südtirols an Italien senkte sich die Zahl der Pustertaler drastisch. Schon 1999 wurde ein Generhaltungsprogramm für die Rasse in Österreich gestartet. Drei Pustertaler Sprinzen leben auf Gut Aiderbichl Henndorf, zwei auf dem Kilber Gut.

 

Auch das Kärntner Blondvieh ist hochgefährdet. Diese Rinder dienten über Jahrhunderte als Zugtiere und für die Milch- und Fleischversorgung, Blütezeit vor mehr als 60 Jahren. Das war die Zeit, bevor die Landwirtschaft technisiert und industrialisiert wurde. Auf Gut Aiderbichl Henndorf leben zwei Tiere dieser Rasse.

 

Die Pinzgauer waren in früheren Zeiten wegen ihrer Marschtüchtigkeit und ihrer Robustheit sehr beliebt. Inzwischen muss man auch sie als gefährdet betrachten. Vier von ihnen leben auf Gut Aiderbichl Henndorf, zwei auf dem Deggendorfer Gut.

 

Das Tiroler Grauvieh diente als Milch- und Fleischlieferant und wurde in den kleinen Höfen im Oberland auch als Arbeitstier eingesetzt. Die besten Flächen nutzte man zum Getreideanbau und die meist wenigen Rinder wurden auf Grund der geringen Futterernte über den Winter in muffigen Ställen durchgehungert. Vier Tiere dieser Rasse leben auf Gut Aiderbichl Henndorf.

 

Die Auerochsen, die Tux-Zillertaler, die Pustertaler Sprinzen, das Kärnter Blondvieh, die Pinzgauer und das Tiroler Grauvieh würden sich über symbolische Patenschaften sehr freuen!

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