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Vom Ende der Freiheit

 

Mustangs gelten als Symbol für den „American Spirit“. Noch immer umweht die robusten, wildlebenden Pferde der Mythos von grenzenloser Freiheit, und dennoch wird den meisten Mustangs im Westen der USA genau diese auf brutale Art und Weise genommen. Mit Helikoptern zusammengetrieben, landen die Tiere zu Tausenden in staatlich subventionierten Auffangstationen. Dort eingepfercht, haben manche von ihnen das Glück adoptiert zu werden. Ihr freies Leben haben sie jedoch für immer verloren. Schon seit einigen Jahren leben mehr Mustangs in Gefangenschaft als in Freiheit. Eigentlich sind die symbolträchtigen Tiere seit 1971 geschützt, und eigentlich ist das BLM (Bureau of Land Management) mit dem Schutz der Mustangs, wie auch der wildlebenden Esel (Burros), betraut. Da dem BLM aber auch die wirtschaftliche Verwertung des öffentlichen Landes obliegt, vergibt es Konzessionen an die Rohstoffindustrie und Weiderechte für die Viehwirtschaft. Mit anderen Worten: Die Mustangs kollidieren mit wirtschaftlichen Interessen, die, wie so oft auf dieser Welt, mehr Gewicht haben als alles andere. Weil Rinderzüchter das öffentliche Land zu einem großen Teil beanspruchen, sind die Flächen für Mustangs und Burros begrenzt. Das bedeutet wiederum, dass nur eine begrenzte Anzahl an wildlebenden Huftieren „geduldet“ wird. Somit dürfen derzeit 26.000 Mustangs tatsächlich in Freiheit leben. Alles, was über diese Zahl hinausgeht, wird eingefangen. Die Methode, sprich, das Zusammentreiben mittels Helikoptern, wird von Tierschützern schon lange kritisiert, da die erwachsenen Pferde und ihre Fohlen oftmals stundenlang über das Land gehetzt werden. Nicht jedes Tier überlebt die grausame Prozedur.


Damit hat der Wahnsinn jedoch noch lange kein Ende. Die rund 35.000 eingefangen Tiere produzieren natürlich hohe Kosten, die vom Steuerzahler getragen werden. Um diese zu reduzieren, wurde ein Adoptionsprogramm ins Leben gerufen. Wie zu erwarten, gibt es aber viel mehr Pferde als Adoptionswillige.
In solchen Fällen, wird von der Politik gerne das ein oder andere Hintertürchen geöffnet. So auch hier. Seit 2005 dürfen eingefangene Mustangs, die älter als zehn Jahre sind und für die sich kein Adoptant gefunden hat, verkauft werden. Das bedeutet, dass diese Tiere in der Regel in einem ausländischen Schlachthof ihren letzten Atemzug tun. In den USA werden nämlich keine Pferde geschlachtet. Der Mythos der Mustangs bröckelt, und zwar gewaltig. Im Jahr 2018 wurde das für die Verwaltung der Mustangs festgelegte Budget bereits um 20 Prozent gekürzt. Der nächste Tiefschlag folgte im Mai 2018. Bislang durfte ein Händler, oder eine Person, alle halbe Jahr vier Pferde kaufen. Mittlerweile ist die Anzahl auf 24 Pferde gestiegen. Die halbjährige Wartefrist fällt weg. Man möchte sich nicht vorstellen, wie viele Mustangs, die doch eigentlich unter Schutz stehen, in kanadischen oder mexikanischen Schlachthöfen enden. Es heißt, dass sie sogar nach Japan oder Frankreich exportiert werden. Und warum? Weil der Hunger des Menschen auf Fleisch und der Hunger nach Geld den herrlichen Tieren ihr Recht auf ein freies Leben abspricht.


Für uns als tierliebe und pferdeverrückte Menschen klingt das, was hinter dem Großen Teich passiert, fast surreal. Dennoch passiert es. Es passiert jeden Tag und deshalb es ist wichtig, dass wir darüber reden und über den Umgang mit unseren Mitgeschöpfen reflektieren. Und vielleicht auch ein bisschen über unseren Fleischkonsum nachdenken, der wie so oft der Ursprung allen Übels ist. 

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