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Persönliche Einblicke in die Rettung von Mr. Grey

Wenn aus Angst Liebe wird

(Eindrücke von Klaus Spielbüchler)

Bei unserem Aufenthalt im Hundeshelter in Glina/Rumänien hatte uns die Tierschützerin Joana von einem Hund erzählt, dem Schlimmes widerfahren war und der jetzt in einem Shelter in der Nähe der rumänischen/bulgarischen Grenze ausharrte.

Sie hat uns erzählt, dass der Hund mit aufgeschnittener Kehle auf der Straße liegend gefunden wurde. Schon diese Aussage lässt einen schauern… Joana hat den Hund gerettet und – obwohl sein Zustand mehr als kritisch war – in eine Tierklinik gebracht. Wie durch ein Wunder hat der Schnitt durch seine Kehle nur um Millimeter die Halsschlagader verfehlt und so konnte er erfolgreich in der Tierklinik operiert werden. Joana hatte für eine Nachbehandlung leider keinen Platz für den Hund, den sie schon auf Grund seines Äußeren „Mr. Grey“ genannt hatte und hat ihn mit ihrer Freundin in ein Shelter nahe der bulgarischen Grenze gebracht.

Wir haben Dieter Ehrengruber von diesem Hund erzählt und er war sofort davon überzeugt, dass wir diesen Hund retten müssen. Wenn dieser Hund so einen starken Willen hat zu überleben, hat er es verdient wohlbehütet und gut versorgt weiterleben zu dürfen.

So entspannt sieht Mr. Grey heute aus...

Diese Argumente waren für uns natürlich nachvollziehbar und doch waren wir uns so unsicher, ob sich dieser Hund auch wirklich wieder in ein normales Leben integrieren lässt. Er ist ein großer, Hund, ähnlich einem Schäferhund, verträgt er sich überhaupt mit anderen Hunden, hat er – und was noch viel wichtiger ist – kann er wieder Vertrauen zum Menschen aufbauen…? All unsere Bedenken wurden mit einem Satz von Dieter Ehrengruber entkräftigt: „Ich bin mir sicher, ihr schafft das schon…“

Wir machten uns also mit Joana auf den Weg zur Grenze, abgelegen und weit weg der Zivilisation kamen wir beim Shelter an. Joana hatte schon ihre Freundin informiert, dass wir Mr. Grey zu uns nehmen würden. Sie hat uns erklärt, dass nur sie Mr. Grey in die Hundetransportbox geben kann und nur sie das Brustgeschirr anziehen kann… Unsere Bedenken wurden dadurch nicht weniger.
Durch einen Türspalt konnte ich kurz einen Blick auf Mr. Grey werfen – er war so ängstlich, so vorsichtig, unsicher was jetzt wohl mit ihm passieren wird… Gemeinsam haben wir Mr. Grey dann mit der Hundetransportbox in den Kofferraum gestellt und nur ein Blick auf ihn hat gereicht, dass er aus tiefster Kehle knurrte…

In Glina wieder angekommen, mussten wir Mr. Grey natürlich auch einmal aus der Transportbox lassen. Leider hatte er die Leine, die vorher noch aus der Box geragt hat, während des Transportes zu sich hineingezogen – also musste einer von unsm um die Leine zu halten, in die Box greifen. Langsam öffnete ich die Türe und Mr. Grey knurrte wieder aus tiefster Kehle, noch langsamer streckte ich meinen Arm in die Transportbox, bekam die Leine zu fassen und im selben Moment sprang Mr. Grey aus der Box. Er wollte nur flüchten, kein Anzeichen, dass er mich beißen oder angreifen möchte, er wollte einfach nur weg. Ich näherte mich ihm langsam ohne ihn anzusehen und konnte ihn zum Glück beruhigen. Ich merkte, dass er sich etwas entspannte und er sich auf mich einließ. Ich versuchte ihn zu berühren und er hob die Pfote, legte sie mir auf meinem Arm… Ein Zeichen – DAS Zeichen – das er uns vertraute, das er mit uns gehen möchte.

Mr. Grey hat sogar einen eigenen Geburtstagskuchen zu seinem 3. Geburtstag bekommen und diesen natürlich mit seinen Freunden geteilt.

Zu Hause in Maria Schmolln angekommen gönnten wir Mr. Grey in den ersten Tagen einfach nur Ruhe. Wir haben mit ihm gesprochen und ihn zu den Gassi-Runden auf der Wiese begleitet. Schritt für Schritt haben wir uns angenähert uns kennengelernt und der endgültige Schritt, dass das Vertrauen da ist, kam von Mr. Grey. Er hat uns gezeigt, dass er angekommen ist, dass er ein neues Leben in Sicherheit und Zufriedenheit annehmen wird und er mehr von uns wissen möchte. Wir konnten ihn in eine Hundegruppe eingliedern, er hat darin seinen Platz gefunden, hat die Wohnung als sein neues Zuhause akzeptiert, schläft gerne auf der Couch und beobachtet alles ganz genau.

Nur dank Ihrer Unterstützung, liebe Aiderbichler und Tierfreunde, können wir so vielen Hunden in Not helfen, und ihnen ein liebevolles Leben bis an ihr natürliches Lebensende ermöglichen. Bitte unterstützen Sie uns weiterhin mit einer symbolischen Patenschaft oder einer Spende. Wir und unsere Tiere danken Ihnen von Herzen.

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