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Wer grunzt muss weg!

An den Lärm der Städte sind die Menschen offenbar gewöhnt, an den Verkehrslärm, den Baulärm, die Polizeisirenen, das Ohrenbetäubende überfüllter Lokale, die Musikberieselung überall, die auch leise schon Lärm sein kann, und fallweise Fluglärm dazu. So ist das eben in den Metropolen, sagt sich der Mensch, deswegen kann man ganz und gar nicht den Mietpreis drücken, im Gegenteil, man hat das Gefühl, dass man was draufzahlt dafür. Für die ganzen städtischen Extras wie schlechte Luft, Feinstaub und Stau.

Auf dem Land haben es die Menschen dagegen gerne ganz ruhig. Da sucht man eben Ruhe und Stille und hofft, dass die Natur keinen Mucks macht. Also, das Vogelgezwitscher ist mancherorts für suboptimales Gehör durch die zunehmende Abwesenheit von Vögeln ohnehin kaum noch hörbar. Aber freilaufende Hühner und ihr Gegacker und das Krähen der Hähne – das kann die Ruhe suchende Terrassenbesatzung gegenüber dann schon kräftig stören. Obwohl: freilaufend! Das klingt doch gut! Auch das Muhen von Kühen, das darauf hinweist, dass sie noch nicht alle in Zuchtfabriken verschwunden sind – das müsste einen doch hoch erfreuen. Aber oft ist das Gegenteil der Fall. Auch zu lautes Grunzen kann verheerende Folgen haben.

Das war vor etwa eineinhalb Jahren, als 21 Hängebauchschweine von ihrem Bauern auf dem Dobratsch, einem Bergstock in Kärnten, ausgesetzt wurden, weil er sie auf seinem Bauernhof nicht mehr halten konnte. Zu lautes Grunzen und Quieken hatte die Nachbarn gestört und erzürnt. Die Tiere mussten weg.

Die Schweine fanden sich nun im Wald wieder. Und der Bauer wollte auf dem Dobratsch ein Gehege für sie errichten. Aber es handelt sich bei der Gegend um einen Naturpark und deshalb schon wäre das auch unter strengsten Auflagen nicht möglich gewesen. Schließlich hätte man den Wald, wie es behördlicherseits hieß, für „waldfremde Zwecke“ verwenden müssen. Und das klang natürlich schon wieder gar nicht gut. Der Verein für Tier- und Naturschutz in Österreich / Melcherhof hat die Tiere dann schließlich übernommen und gerettet und ihnen ein Quartier geboten.

Unlängst machte uns eine Tierfreundin auf das Schicksal der kleinen Vinzenza aufmerksam, die zum Nachwuchs eben jener Schweine gehört. Sie ist ein bisschen zurückgeblieben, kleiner als die anderen, an den Hinterbeinen beeinträchtigt, und außerdem fehlt ihr ein Ohr. Ein Risikofall in der großen Gruppe.

Markus Leitner, Gutsverwalter von Gut Aiderbichl Kärnten, machte sich also auf den Weg. Aber ganz alleine wollte er das kleine Schweinchen nicht mitnehmen. Weil wir auf Aiderbichl keine Familienverbände trennen, hielt er Rücksprache mit Dieter Ehrengruber und nahm dann auch Vizenzas Schwester Gusti und die Mutter Big Mama mit. Natürlich dürfen sie bei uns nach Herzenslust grunzen. Sie dürfen leben nach ihrer Art bis zu ihrem natürlichen Ende. Und sie fühlen sich auch schon entsprechend wohl. Das klingt dann wirklich einmal richtig gut.

Bitte unterstützen Sie die kleine Vizenza mit einer Spende, oder übernehmen Sie eine symbolische Patenschaft.

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