A A A
Mein Aiderbichl | login

Passwort vergessen

Passwort vergessen Registrieren / Pate werden Infos zur Patenschaft

Schließen

Von Zeit zu Zeit


Geschenkte Stunden und direkte Auswirkungen


Über Sinn oder Unsinn der Zeitumstellung wird seit Jahren munter diskutiert. Die einen möchten sich die langen, hellen Abendstunden im Sommer keinesfalls nehmen lassen, die anderen sorgen sich um ihren Biorhythmus, der Ende März und Oktober mit dem Vor- oder Zurückstellen der Uhren regelmäßig in Unordnung gerät. Was sich hier ein wenig scherzhaft anhört, hat jedoch durchaus einen ernsten Hintergrund. So haben Studien ergeben, dass die Umstellung auf die Sommerzeit durch die fehlende Stunde das Herzinfarktrisiko erhöht.
Aber nicht nur dem Menschen macht die 1980 in Deutschland und Österreich sowie 1981 in der Schweiz eingeführte Sommerzeit zu schaffen. Auch Tiere tun sich mit der Umstellung oftmals schwer. Besonders Milchkühe, die es gewohnt sind, immer zur gleichen Zeit gemolken zu werden, geraten durch die Verschiebung um eine Stunde gerne in Stress, was sich kurzzeitig sogar auf die Milchproduktion auswirken kann. Um den sensiblen Tieren die Umstellung zu erleichtern, gewöhnen einige Landwirte im Herbst ihre Kühe schon einige Tage vor dem Zurückdrehen des Zeigers von drei Uhr auf zwei Uhr morgens sanft an die neue Melkzeit.
Damit sich die geretteten Tiere auf Gut Aiderbichl möglichst schonend und stressfrei auf die neuen Zeiten einstellen können, traten unsere Tierpfleger/innen am vergangenen Sonntag ihren Dienst eine halbe Stunde früher an als sonst. Somit profitierten sie von der geschenkten Stunde, auf die sich viele insgeheim seit März diebisch freuen, nur zur Hälfte. Nach zwei Tagen wurden Tätigkeiten wie das Füttern, das Verabreichen von Medikamenten oder Gassi gehen dann zur „politisch korrekten“ Zeit ausgeführt und somit war der "Spuk" fast genauso wieder schnell vorbei wie das bevorstehende Halloween.
Deutlich weniger glimpflich geht die gewonnene Stunde für etliche Wildtiere aus. Geschehen im Oktober ohnehin die meisten Wildunfälle, erhöht sich das Risiko nach der Zeitumstellung einem Reh, Wildschwein, Fuchs oder Igel auf der Straße zu begegnen deutlich. Der Berufsverkehr wurde nämlich von einem Tag auf den anderen in die Dämmerungsstunden verlegt. Genau zu der sogenannten „blauen Stunde“ ist aber auch das Wild vermehrt auf Feldwegen und Straßen anzutreffen. Dass wir Menschen aus ursprünglich ehrenwerten Gründen an der Uhr gedreht haben, können Wildtiere, die sich nur auf ihre innere Uhr verlassen, schließlich nicht ahnen.
Eigentlich erhoffte man sich durch die Zeitumstellung Energie zu sparen, was sie jedoch bald als Trugschluss entpuppte. Dennoch ist die Sommerzeit trotz eindeutiger EU-Abstimmung immer noch da und mit ihr ein zwei Mal im Jahr auftretender „Mini-Jetlag“ sowie Wildtiere, die ungebremst in die „Zeitfalle“ geraten. Deshalb gilt derzeit vermehrt: Runter vom Gas und vorausschauend fahren, vor allem in ausgeschilderten Wildwechsel-Gebieten.
Unser geretteter Rotfuchs Patrick, den Sie auf diesem sensationellen Foto bewundern dürfen, muss den Straßenverkehr hingegen nicht fürchten. Er kann auch zur sogenannten „blauen Stunde“ lebhaft durch sein großes Gehege auf Gut Aiderbichl Gänserndorf streifen.

Werden Sie symbolisch Pate von allen Tieren und damit ein echter Aiderbichler!

Ja, ich möchte jetzt Pate werden! Unsere Tiere brauchen Ihre finanzielle Unterstützung, damit Sie ein unbeschwertes Tierleben haben können.
Informieren Sie sich hier, wie Aiderbichl finanziert wird. >>
<< Zurück