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Bildung & Aufklärung

Veröffentlicht: 22.08.25

Haustierwissen kompakt: Artgerechte Schildkrötenhaltung

Schildkröten sind faszinierende Haustiere – von ihrer Evolution über den einzigartigen Panzer bis hin zu den vielfältigen Arten. Erfahren Sie, wie Sie diesen besonderen Tieren ein sicheres und gesundes Zuhause bieten können und erhalten Sie wertvolle Tipps von Gut Aiderbichl.

Mitarbeiterin Gisela steht neben einem Pferd

Gisela Pschenitschnig

Gisela Pschenitschnig arbeitet seit 20 Jahren auf Gut Aiderbichl. Mit herzerwärmenden Tiergeschichten und Gutsführungen gibt sie den Tieren eine Stimme. Ziel ist es, die Menschen zum Umdenken zu bringen und Tiere als Mitgeschöpfe zu respektieren.

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Inhalt

Schildkröten auf Gut Aiderbichl

Die Anzahl der Schildkröten, die nach Gut Aiderbichl gebracht werden, wächst und deshalb haben wir diesen geheimnisvollen Tieren mit großem Charakter ein tolles, modernes Schildkrötengehege gegenüber vom Kaninchenhaus aufgebaut und mit vielen Holzhäuschen, Steinen, Sandplätzen und sicherem Gehegezaun ausgestattet. Sie haben hier Schatten und viel Sonne – alles, was das Herz einer Schildkröte begehrt.

Schildkröten tragen das Geheimnis der Evolution unter ihrem Panzer

Seit 220 Millionen Jahren bewohnen die reptilienartigen Tiere die Erde. Genauer gesagt, zählen Schildkröten zu den wechselwarmen Reptilien und sind ovipar, d.h. sie legen Eier. Die geheimnisvolle Schildkröte lebte gemeinsam mit den Dinosauriern und sie haben überlebt, weil sie von Natur aus nicht nur langsam, sondern auch extrem an Veränderungen in ihrer Umwelt anpassungsfähig sind.

Evolutionäre Anpassungen der Schildkröte – Von der Urzeit bis heute

Die Schildkröte hat sich immer ihrer Umgebung angepasst und hat so überlebt. Die Vielfalt der Arten der Schildkröte ist enorm und einzigartig. Aktuell zählt man 341 Schildkrötenarten mit insgesamt 200 Unterarten (Quelle: Deine Tierwelt Magazin, 2021). Auf allen Kontinenten der Erde, mit Ausnahme des Nord- und Südpols, leben die unterschiedlichsten Rassen von Schildkröten.

Arten von Schildkröten und ihre nächsten Verwandten

Die den Menschen geläufigen Schildkröten sind die Meeresschildkröten und die Wasserschildkröten. Weiters gibt es Schildkröten, die in der Wüste leben und Schildkröten, die in Flüssen leben. Es gibt Riesenschildkröten und Lederschildkröten, sowie Weichschildkröten und Schlangenhalsschildkröten.

Hier einige Beispiele, wo die oben genannten Schildkrötenarten anzufinden sind:

  • Mediterrane und tropische Landschildkröten kommen in Europa, in Afrika und in den USA vor
  • Wasserschildkröten finden wir in Nordamerika und in Südostasien
  • Flussschildkröten in Südamerika
  • Weichschildkröten leben in Asien
  • Schlangenhalsschildkröten findet man in Australien
  • Riesenschildkröten leben auf den Galapagosinseln im Pazifischen Ozean
  • Meeresschildkröten findet man in allen Meeren der Erde

Gut Aiderbichl Schildkröte Leonardo, eine Russische Landschildkröte

Die Veränderung der Anatomie und der Sinnesorgane der Schildkröte im Laufe der Jahrmillionen

Wenn man nun eine Schildkröte vor sich sieht, erkennt man einen Panzer, Beinchen und einen Kopf, den die Schildkröte ausstreckt und in den Panzer zurückziehen kann. Simpel erklärt, aber hinter der Körperkonstruktion der Schildkröte verbirgt sich ein wahres Wunderwerk der Natur. Der Panzer besteht aus dem Rückenpanzer und dem Bauchpanzer, welche die Organe der Schildkröte schützend ummanteln. Es gibt auf der Erde kein weiteres Wirbeltier, das einen ähnlichen Körperbau besitzt. Ein stabiles Architekturgebilde aus verschiedenen Schildern ergibt das Bild des Schildkrötenpanzers.

  • Aufbau des Carapax (Rückenpanzer):
    Das erste Hornschild ist das Nackenschild. Daran schließen sich fünf Wirbelschilde. Die Wirbel- und Rippenschilde sind von 24 Randschilden umgeben und am hintersten Ende des Panzers befindet sich das Schwanzschild.
  • Aufbau des Plastrons (Bauchpanzer):
    Der Bauchpanzer besitzt keine Randschilde. Es gibt zwei Kehlschilde, zwei Armschilde, Achselschilde und Brustschilde. Weiters zeigt der Bauchpanzer zwei Brustschilde, zwei Bauchschilde, zwei Hüftschilde, zwei Beinschilde und zwei Afterschilde.

Natürlich unterscheidet sich der Aufbau des Panzers bei den verschiedenen Schildkrötenarten. So hat beispielsweise die Höckerschildkröte Höcker auf ihrem Panzer (Quelle: Reptilien und Terraristik Blog, 2012). Generell schützt der Panzer seit Millionen von Jahren vor Fressfeinden. Im Falle einer drohenden Gefahr kann die Schildkröte ihren Kopf, ihre Beine und ihren Schwanz in den Panzer zurückziehen.

Die Einzigartigkeit des Schildkrötenpanzers und wie er die Atmung beeinflusst

Der Panzer ist es also, der die Schildkröte so einzigartig macht. Die Atmung der Schildkröte musste sich im Laufe der Evolution der Stabilität und der Festigkeit des Panzers anpassen. Durch Bewegungen der Arme und Beine und mit Hilfe von starken Muskelpaketen, praktiziert die Schildkröte ihre Atmung.

Durch Umwelt- und Naturveränderungen hat sich auch die Anatomie der Schildkröte verändert und so wird es für zukünftige Schildkröten-Halter immer wichtiger, sich mit den Anforderungen der „Urgestein“-Tiere auseinanderzusetzen.

Die Anatomie der Schildkröte:

  • Panzer:
    Der besteht aus einem Rücken- und einem Bodenpanzer. Sie sind miteinander verwachsen und hochempfindlich.
  • Haut:
    Die Haut der Schildkröte besteht aus der Oberhaut, die die Schildkröte vor dem Austrocknen und vor Verletzungen schützt. Anders als der Mensch, hat die Schildkröte keine Schweißdrüsen und daher meiden sie die Mittagssonne, weil sie sonst überhitzen würden.
  • Zähne:
    Auch wenn Schildkröten heute ohne Zähne auskommen, war dies vor rund 160 Millionen Jahren noch anders. Bei Ausgrabungen wurden Schildkröten gefunden, die noch Zähne haben (Quelle: Focus Online, 2024). Wenn Sie in den Mund einer Schildkröte schauen, werden Sie dort keine Zähne finden. Die Nahrung wird mit Hilfe der Ober- und Unterkiefer zerkleinert. Die Kiefer bestehen, wie beim Menschen, aus Knochen. Der Unterschied ist nur, dass Menschen in diese Knochen von Natur aus eingesetzte Zähne haben, die aber bei Schildkröten fehlen. Die Zähne wurden von einer Art Schnabel abgelöst, der bei der Nahrungszerkleinerung hilft.

 

Die Sinnesorgane – Schildkröten brauchen keine Brille und sind stumm

Die Funktion der Sinnesorgane ist ähnlich jenen des Menschen: Schildis sehen besser als der Mensch, sie riechen, sie hören und fühlen und sie haben hervorragende kognitive Fähigkeiten.

  • Die Schildkröte verfügt über Farbrezeptoren in den Augen. Meeresschildkröten haben zusätzlich eine spezielle Linse im Auge, damit sie Feinde und Nahrung unter Wasser gut erkennen können.
  • Auch der Geruchssinn ist besser ausgebildet, als beim Menschen. Im gesamten Tierreich haben sie den „besten Riecher“, mit dem sie Nahrung, einen geeigneten Platz für die Eiablage oder einen Geschlechtspartner finden können.
  • Die Schildkröte hat kein Außenohr, aber ein Innen- und ein Mittelohr, mit dem sie Schallwellen von 100 bis 1000 Hertz wahrnehmen kann. Tiefe Vibrationen (Tritte des Menschenfußes) oder Fressgeräusche von Artgenossen werden schnell „geortet“.
  • Die Schildkröte ist ein wechselwarmes Tier und kann Temperaturunterschiede rasch fühlen.
  • Die Umgebung in ihrem Gehege wird kognitiv wahrgenommen und eingeprägt. Sie merkt sich die Futterstelle oder auch den Fluchtweg.

Eine Schildkröte gibt keine auffälligen Laute von sich (Quelle: Focus Online, 2024). Wenn sie sich erschrickt, zieht sie blitzschnell den Kopf in ihren Panzer zurück und dabei entsteht ein Luftstoß, der mit einem Zischlaut verglichen werden kann. Wasserschildkröten können drohend fauchen und Forschungsergebnisse zeigen, dass Schildkröten untereinander durch tiefe Töne miteinander kommunizieren.

Das Aussterben der Schildkröten

Wie eingangs erwähnt, hat die Schildkröte so lange Zeit überlebt, weil sie in der Lage war, sich verändernden Umweltbedingungen anzupassen. Aktuell verändert sich die Umwelt auf den Kontinenten so schnell, dass selbst die anpassungsfähige Schildkröte vielleicht bald nicht mehr mithalten kann. Die meisten freilebenden Schildkrötenarten sind vom Aussterben bedroht, weil der Mensch zu stark in den Lebensraum der Tiere eingreift. Trotz der Bedrohung werden sie weiterhin eingefangen, um in Zoohandlungen verkauft werden zu können.

Schildkröten als Schmuggelware

Gesetze sind geduldig, ob sie eingehalten werden, ist eine andere Frage. Immer wieder fliegen großangelegte Schmuggelaktionen auf. In Malaysien wurden rund 400 Tiere im Wert von 750.000 Euro im Jahr 2024 von Polizei und Vertretern der Wildtierbehörde beschlagnahmt (Quelle: Stuttgarter Zeitung, 2024). Die Schildkröte wird in Asien als Glücksbringer gesehen und der Bestand der Tiere kommt durch den Schmuggel immer stärker in Bedrängnis. In vielen Ländern zählen die Eier der Schildkröte als Delikatesse. In asiatischen Ländern gilt Schildkrötensuppe oder Schildkrötenfleisch als Gericht, das auf keiner Speisekarte fehlt.

Können gesetzliche Bedingungen für die Schildkrötenhaltung in Österreich dem Aussterben entgegenwirken?

  • Da Griechische Landschildkröten, wie auch viele andere Schildkrötenarten, der EU-Artenschutzverordnung 1997 unterliegen, dürfen diese nur mit entsprechenden EU-Bescheinigungen gehandelt werden. Auf die Entnahme aus der Natur stehen hohe Geldstrafen.
  • Die Haltung aller Reptilien ist nach Art.2 § 25 Tierschutzgesetz, binnen 14 Tagen nach dem Erwerb bei der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde zu melden.
  • Die Gesetzliche Mindestanforderungen sind extrem knapp bemessen und dürfen auf keinen Fall unterschritten werden.
  • Seit Oktober 2013 gilt in Österreich eine Fotodokumentation. Jungtiere müssen dafür jährlich auf weißem Untergrund mit beigelegtem Lineal und Datum fotografiert werden, adulte Tiere alle fünf Jahre (Quelle: Griechische Landschildkröten, 2025).

Die Schildkröte als Haustier und ihre Haltung

Schildkröten sind bei den Menschen beliebt und werden als Haustier im Garten oder auch in der Wohnung gehalten. Sie scheinen unkompliziert in ihren Haltungsansprüchen zu sein.

Landschildkröten

  • Gehege
    Die Tiere benötigen ein ausreichend großes, ausbruchsicheres und vor Räubern sicheres, immer-feuchtes Freigehege mit einem wärmeisolierten, beheizten Frühbeet. Hügel, Kletter- und Versteckmöglichkeiten, Sonnen- und Schattenplätze sowie Bademöglichkeiten sollten das Gehege strukturieren.
  • Winterstarre
    Bei Temperaturen unter 12 Grad benötigen die Tiere das Frühbeet mit Wärme- und UV-Lampe (tagsüber mind. 20 Grad und nachts mind. 14 Grad) bzw. verbringen sie die kühlen Wintermonate in der Winterstarre. Hierfür wird ein separater Kühlschrank mit 4 bis 6 Grad benötigt, wobei eine tägliche Kontrolle und Frischluftzufuhr notwendig ist.
  • Einzel- oder Gruppenhaltung
    Ob Einzel- oder Gruppenhaltung, hängt von der Schildkrötenart ab. Bei Gruppen ist gleiche Art und ähnliches Alter anzuraten. Auf ein männliches Tier sollten mindestens drei bis vier weibliche Tiere kommen, da letztere sonst zu stark bedrängt werden.
  • Futter
    Schildkröten benötigen frisches, pflanzliches Futter wie Naturwiese mit Wildkräutern und geringe Mengen frisches Gemüse sowie eine Kalkquelle in Form von Sepiaschalen. (Quelle: Tierschutz Austria, 2025).

Landschildkröte mit einem Stück Gurke auf Gut Aiderbichl Henndorf

Wasserschildkröten

Wasserschildkröten sind wechselwarme Tiere, die aus wärmeren Regionen kommen, als es in Europa der Fall ist. Bei einer falschen Haltung der Wasserschildkröte im Aquarium, sind Erkrankungen wie Pilze oder Nierenentzündungen mögliche Folgen, die tödlich enden können.

  • Wasserschildkröten im Aquarium benötigen unabhängig von ihrer Art ausreichend Platz zum Schwimmen und gleichzeitig einen Landbereich mit einem beleuchteten und warmen Sonnenplatz, auf den sie sich immer wieder zurückziehen können.
  • Wie bei Fischen benötigst Du neben dem Aquarium und einer guten Beleuchtung auch einen Filter, der das Wasser säubert und eine Pumpe, die zu Deinem Aquarium für Wasserschildkröten passt.
  • Das Aquarium für eine Schildkröte muss ausreichend groß sein. Du solltest beim Kauf eines Aquariums für eine Wasserschildkröte nicht an den Maßen sparen. Das Aquarium für eine Schildkröte kann nicht groß genug sein!
  • Die EU-Artenschutzverordnung sieht eine Größe vor, die fünfmal so lang und zweieinhalbmal so breit sein sollte wie die Panzerlänge der größten Wasserschildkröte im Aquarium.

Schildkröten sind Ausbrecher und brauchen ein sicheres Gehege

Steffi, Tierpflegerin auf Gut Aiderbichl:
„Schildkröten sind anpassungsfähig und lernen schnell, wie sie Hindernisse überwinden. Mit ihren Krallen können sie graben und durch eine Schwachstelle im Zaun aus dem Gehege gelangen. Ihr Orientierungssinn ist gut und wenn man Glück hat, kommen sie auch wieder ins Gehege zurück.

Wie muss ein sicheres Schildkrötengehege aufgebaut sein?
„Der Zaun sollte mindestens 30 cm hoch und nicht bekletterbar sein und mindestens 20 cm tief in die Erde reichen, damit die Schildkröte nicht darüber klettern oder darunter durch graben kann. Man sollte auch darauf achten, dass keine Gegenstände in der Nähe des Zauns liegen, die als Steighilfe dienen. Das Gehege braucht Schattenplätze, damit die Schildkröte sich vor der Hitze schützen kann. Man sollte auch für ausreichend Wasser sorgen, damit die Schildkröte nicht dehydriert. Das Gehege sollte abwechslungsreich gestaltet sein, mit verschiedenen Pflanzen, Steinen oder Höhlen. So kann die Schildkröte ihre natürlichen Bedürfnisse ausleben und langweilt sich nicht“.

Tierpflegerin Steffi kümmert sich in Henndorf unter anderem um die Schildkröten

Gut Aiderbichl gilt auch als Auffangstation für Schildkröten

Derzeit leben auf Gut Aiderbichl Henndorf 27 Landschildkröten. Die jüngste Schildkröte ist 3 Jahre alt und die älteste ist rund 70 Jahre alt. Schildkröten werden abgegeben, weil sich die Wohnsituation verändert oder weil der Halter verstirbt. Bei der letzten Aufnahme von griechischen Landschildkröten handelte es sich um fünf Schildkröten aus München. Fundplatz war ein Sammelplatz für Glasflaschen (siehe unsere Tiergeschichte: Gerettet vom Glassammelplatz) und wir wissen nicht, warum sich der ehemalige Besitzer der Tiere auf derart grausame Weise entledigt hat. Die Aiderbichler Tierpflegerinnen und unsere Tierärztin Dr. Marianne Wondrak untersuchen die aufgenommenen Schildis behutsam nach eventuellen Krankheiten. Neu hinzukommende Tiere werden dann mit jenen, die schon länger am Gut leben, langsam vergesellschaftet. Bitte bedenken Sie vor der Anschaffung einer Schildkröte, wie alt sie werden können. Eine Landschildkröte kann zwischen 80 und 150 Jahre alt werden und überlebt den Menschen.

Wenn exotische Schildkröten gefährlich werden

Arbeiter fanden im norddeutschen Bundesland Schleswig-Holstein eine riesige, 12 kg schwere, gefährliche Geier-Schildkröte während einer Schachtreinigung (Quelle: msn, 2025). Der Kiefer der Geierschildkröte ist so stark, dass er sogar einen Besenstiel zerbeißen kann. Ein menschlicher Finger ist für die Geierschildkröte wie eine Salzstange. Für Vögel und kleine Haustiere besteht die Gefahr, von der Geierschildkröte getötet und gefressen zu werden (Quelle: WDR, 2025).
Die Geierschildkröte ist in den USA beheimatet und stammt von der Familie der Alligatorschildkröten ab. Sie gilt als eine der größten Süßwasserschildkröten der Welt (Quelle: Animalia, 2025). Geierschildkröten können bis zu 100 Kilogramm schwer werden und wirken mit ihrem höckerigen Panzer, den Hautanhängen am Kopf und dem krokodilartigen Schwanz wie Relikte aus der Urzeit. Die gefundene, ausgesetzte Geierschildkröte befindet sich in einem guten Gesundheitszustand und wird nun artgerecht versorgt.

Mehr zum Wissen über die Schildkröte

Im Augsburger Naturmuseum ist seit 7. Mai d.J. bis zum 1. Februar 2026 die Sonderausstellung „Von Schildkröten und Menschen“ zu sehen. Weiters informiert die Ausstellung über Haltung und Schutz von Schildkröten (Quelle: Stadt Augusburg, 2025). Die Ausstellung zeigt in einem interessanten Rahmen, wie mit dem Beginn der Neuzeit und der modernen Seefahrt ein unvergleichlicher Raubzug auf Schildkröten begonnen hat. Die Ausbeutung der Tiere sollte sich bis in die Gegenwart fortsetzen.

Häufig gestellte Fragen

Was macht Schildkröten als Reptilien so besonders?

Schildkröten leben seit rund 220 Millionen Jahren auf der Erde. Sie sind wechselwarme Reptilien, deren Panzer aus Rücken- und Bauchschale ihre Organe schützt. Diese einzigartige Anpassung macht sie zu einer der ältesten Tiergruppen.

Welche Arten von Schildkröten gibt es?

Es existieren viele Schildkrötenarten weltweit: mediterrane und tropische Landschildkröten, Wasserschildkröten, Flussschildkröten, Weichschildkröten, Schlangenhalsschildkröten, Meeresschildkröten und Riesenschildkröten. Jede Art hat besondere Ansprüche an Haltung und Lebensraum.

Wie atmen Schildkröten trotz Panzer?

Da der Panzer die Brustkorbbewegung verhindert, atmen Schildkröten durch Muskelbewegungen an Armen und Beinen. So wird die Luft in die Lungen gepumpt – eine spezielle Anpassung, die ihnen trotz starrem Panzer das Überleben ermöglicht.

Haben Schildkröten Zähne?

Nein, Schildkröten haben keine Zähne. Stattdessen nutzen sie einen harten, hornartigen Schnabel, um Nahrung abzuschneiden und zu zerkleinern. In der Evolution wurden ihre Zähne durch diesen Schnabel ersetzt.

Wie gut sind die Sinne von Schildkröten?

Schildkröten sehen farbig, haben einen ausgeprägten Geruchssinn und nehmen Vibrationen sowie tiefe Schallwellen über ihr Gehör wahr. Sie besitzen zudem ein gutes räumliches Gedächtnis und erkennen Futterstellen oder Wege zuverlässig wieder.

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