
Veröffentlicht: 18.07.25
Hund im Sommer abkühlen: So schützen Sie Ihren Vierbeiner vor Hitze
Wenn die Temperaturen steigen, ist es besonders wichtig, Ihren Hund richtig abzukühlen, um Stress und Gesundheitsrisiken zu vermeiden. In unserem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie Ihrem Hund effektiv und sicher Erfrischung verschaffen, einem Hitzschlag vorbeugen und den Sommer entspannt genießen können. Lesen Sie jetzt weiter und seien Sie bestens vorbereitet!
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Fruchtiges Erdbeersorbet im Becher, die Füße im Teich. Ich liebe den Sommer, meine persönliche Lieblingsjahreszeit. Morgens rein ins luftige Leinenkleid und man ist fertig für den Tag, alles ist so schön unkompliziert. Doch nicht alle lieben die warmen Temperaturen so sehr wie ich, denn für viele Tiere bedeutet die Hitze Stress und kann lebensgefährlich werden. Während ich mittags gemütlich auf dem Liegestuhl im Garten im Schatten liege, wählt mein Hund Lucky Govinda, ein spanischer Ratonero Bodeguero-Galgo Mischling aus dem Tierschutz, gerne das kühle Plätzchen auf dem Sofa im Wohnzimmer. Auch die vormittägliche Gassirunde lässt er gerne einmal kürzer ausfallen. Spielen? Erst wieder ab 17 Uhr. Wie wir den Sommer gemeinsam verbringen, unseren Hund richtig abkühlen und vor der Hitze schützen können, ist Thema dieses Blogartikels.
Sommerhitze vermeiden: Schutzmaßnahmen für Ihren Hund
Damit Lucky und alle anderen Hunde gut und sicher durch den Sommer kommen, sind ein paar Vorsichtsmaßnahmen unverzichtbar – von der richtigen Gassi-Zeit über ausreichend Trinkwasser bis hin zu kleinen Abkühlungstricks, die Hitzschlag und Stress vermeiden helfen.
- Optimale Gassi-Zeiten bei Hitze: Viele Hundeexperten empfehlen im Sommer kürzere und langsamere Gassi-Runden frühmorgens und spätabends. Da Hunde kaum schwitzen können – lediglich an den Pfoten – und ihre Körpertemperatur hauptsächlich übers Hecheln regulieren, ist es wichtig, sie vor Überhitzung zu schützen. Idealerweise geht man deshalb im schattigen Wald oder entlang eines Gewässers spazieren. Radfahren oder Laufen mit dem Hund sollte auf kühlere Tage verschoben werden. Bitte bedenken Sie, dass der Asphalt sehr heiß werden kann, selbst wo es schattig ist. Machen Sie den Selbsttest und legen Sie Ihren Handrücken auf den Asphalt. Selbst bei angenehmen 25 °C hat der Asphalt 52 °C. Bei hochsommerlichen 31 °C Lufttemperatur bereits heiße 62 °C. Natürlich dürfen wir dann unserem Hund kein Sitz- oder gar Platzkommando an der Ampel abverlangen.
- Hund abkühlen mit ausreichend Wasser: Denken Sie auch unbedingt daran, Wasser für Ihren vierbeinigen Freund mitzunehmen! Eine wichtige Methode, um den Hund abzukühlen, ist regelmäßiges Trinken. Im Handel gibt es sehr praktische mobile Trinkflaschen zu erwerben, die gleich ein Trinkgefäß dabeihaben. Sie lassen sich leicht in jedem Rucksack oder am Gürtel bei den Hundeleckerli verstauen. Manche Hunde lernen schnell Sie anzustupsen, wenn sie Durst haben. Ausreichend sauberes Trinkwasser in einem sauberen Gefäß muss dem Hund immer zur Verfügung stehen. Bieten Sie Ihrem Fellfreund immer wieder frisches Wasser an, denn viele Hunde trinken im Sommer zu wenig. Am besten aus einem Keramiknapf, denn Plastik löst bei manchen Hunden allergische Reaktionen aus. Dies gilt natürlich für alle Haustiere, auch kleinere Gartentiere freuen sich über ein flaches Trinkgefäß wie beispielsweise eine Vogeltränke mit Stein darin, damit kleine Tiere nicht ertrinken.
- Hundetraining im Sommer – fit und kühl bleiben: Das Hundetraining sollte vormittags, abends oder in einer kühlen Hundesporthalle absolviert werden. Geeignet sind auch kurze Trainingseinheiten für den Kopf, beispielsweise eine Gehorsamsübung im Wald, falls Ihr Hund noch nicht 100%ig abrufbar ist, gern an einer Schleppleine. Sie lassen den Hund absitzen, legen in etwa 1,5 oder 2 m Entfernung ein Leckerli vor ihn. Dann gehen Sie wieder zurück zum Hund und entfernen sich so, dass Sie, der Hund und das Leckerli ein Dreieck bilden (die sog. Dreiecksübung). Erst auf Ihr Zeichen hin, beispielsweise „Hols dir!“, darf der Hund los und sich die Leckerei holen.
- Fütterung bei Hitze: Ferner empfiehlt es sich, dem Hund über den Tag verteilt kleinere Futter-Portionen anzubieten. Wir Menschen essen im Sommer auch nicht so viel.
No-Gos! Hitzschlag beim Hund vorbeugen
Auch wenn man es nicht oft genug betonen kann. Hunde darf man im Sommer selbst bei milden Temperaturen nie im Auto lassen. Auch nicht für 10 Minuten! Das Fahrzeug heizt zu schnell auf und wird zur tödlichen Falle. Leider liest man in den Medien immer wieder von im Auto zurückgelassenen Hunden (gilt für alle Lebewesen!), die dort elendig sterben. Bei einer Außentemperatur von 29 °C wird es nach 60 Minuten im Auto über 50 °C heiß. Selbst bei leicht geöffnetem Fenster sind das Temperaturen, die kein Tier lange aushält. (Es sei an dieser Stelle der Hinweis erlaubt, dass manche Fahrzeuge heutzutage über eine Standklima-Anlage verfügen).
Deswegen: Lassen Sie Ihren Hund beim Einkaufen lieber zuhause, am besten mit Zugang zu einem kühlen Raum. Viele Hunde legen sich in der warmen Jahreszeit gerne ins Bad oder in den Flur auf die kalten Fliesen, wo sie sich abkühlen können.
Vorsicht ist auch beim Betrieb von Klimaanalagen im Auto geboten. Das Gebläse sollte während der Fahrt dem hechelnden Hund nicht direkt ins Gesicht blasen. Dann kann es, wie ich aus eigener Erfahrung von meinem Hund weiß, schnell zu Halsschmerzen oder einer Bronchitis kommen. Unser Hund Lucky ist auf Elba schwer erkrankt und wir wussten zunächst gar nicht, woher der Husten kam. Es war schwer, eine Diagnose zu stellen und – leider war auch noch Wochenende – einen Tierarzt zu finden. Dieser fand heraus, dass Lucky Govinda „nur“ Halsweh und Husten hatte, und nicht – wie wir vermuteten – einen Fremdkörper im Hals oder eine Allergie.
Hitzschlag beim Hund: Eine unterschätzte Gefahr
Ein Hitzschlag ist die Überhitzung des Körpers auf über 40 °C durch Wärmestau. Das kann für Hunde lebensgefährlich werden, denn der Flüssigkeitshaushalt, das Herzkreislaufsystem und damit weitere Organe können geschädigt werden. Auch akutes Nierenversagen kann auftreten. Dr. Marianne Wondrak ist es besonders wichtig, Folgendes zu betonen:
„Ein Hitzschlag kann natürlich auch passieren, wenn es gar nicht so heiß ist, zum Beispiel bei sportlicher Anstrengung wie ungewohntes Bergwandern, lange Strcken mit dem Rad oder sogar sehr wildes Ball spielen.“
Ich denke, dass das vielen Hundehaltern gar nicht bewusst ist. Deswegen wollen wir die Menschen für dieses Thema sensibilisieren. Dabei sind ältere, übergewichtige, kurznasige (brachyzephale) Hunde, Hunde mit langem, dichtem Fell sowie solche mit Kreislaufproblemen besonders gefährdet.

Gut Aiderbichl Tierärztin Dr. Marianne Wondrak
Symptome eines Hitzschlags beim Hund – Warnzeichen ernst nehmen!
Ein Hitzschlag ist ein akuter Notfall! Diese Anzeichen deuten darauf hin, dass Ihr Hund dringend Hilfe benötigt. Wenn eines oder mehrere dieser Anzeichen auftreten, sollten Sie Sofortmaßnahmen zur Abkühlung einleiten und umgehend einen Tierarzt kontaktieren.
- Starkes Hecheln mit weit heraushängender Zunge
- Flache Atmung
- Beschleunigter Puls, rasender Herzschlag
- Tiefrote Zunge, blasse Schleimhäute
- Glasiger Blick
- Erbrechen
- Speicheln
- Bewusstseinsstörungen bis hin zu Bewusstlosigkeit
- Taumeln, Zittern, Krämpfe
- Körpertemperatur über 40 °C
Sofortmaßnahmen beim Hitzschlag – schnell und richtig handeln
Folgende Sofortmaßnahmen sollten Sie schnellstmöglich ergreifen, um den Körper Ihres Hundes behutsam und sicher abzukühlen und weitere gesundheitliche Schäden zu vermeiden:
- Hund von dem heißen Ort (Auto!) wegbringen an einen kühlen, schattigen Ort
- Lauwarmes Trinkwasser anbieten
- Beine abkühlen, evtl. ins Wasser stellen, aber nicht in den kalten Bergsee
- Langsam abkühlen! Nie Wasser über den Hund kippen
„Wie bei jedem Notfall gilt: Ruhe bewahren. Den Hund nicht noch zusätzlich aufregen. In Ruhe und so schnell wie möglich einen kühlen, schattigen Ort aufsuchen. Den Hund keinesfalls mit kaltem Wasser abduschen oder gar in den See oder Bergbach stellen! Hier besteht die Gefahr eines Kreislaufkollapses! Besser ist es, handwarmes Wasser über die Pfoten laufen zu lassen. Sobald der Hund im Schatten grundversorgt ist, unbedingt den Tierarzt oder die nächste Tierklinik kontaktieren! Dort wird man je nach Zustand des Hundes die entsprechenden Maßnahmen begleiten.“ (Dr. Marianne Wondrak).
Pflege des Hundes im Sommer
- Kurzhaarrassen: Während Menschen im Sommer gerne leichte Sommerkleidung tragen, luftig und kurz, müssen wir dafür sorgen, dass das Fell unserer Hunde „hitzetauglich“ ist. Viele Fellnasen bekommen eine Sommerfrisur. Geschulte Hundefriseure kürzen das Fell langhaariger Hunde, trimmen, schneiden oder scheren mit der Maschine. Oft geht es dabei gar nicht primär um eine schöne Optik, vielmehr hat die Fellpflege oft gesundheitliche Gründe. Unproblematisch ist es, wenn man einen kurzhaarigen Hund hat. So habe ich im Sommer mit meinem kurzhaarigen Mischling Lucky-Govinda keine Probleme, während er im Winter freilich ein Mäntelchen tragen muss und will.
- Langhaarige Hunde: „Langhaarigen Rassen wie beispielsweise Havaneser, Malteser und Bichon Frisé kann man im Sommer helfen, indem man sie schert oder ihr Langhaar kürzt. Somit kann die Haut des Hundes atmen. Auch das schützt Tiere vor Überhitzung.“, sagt Hundefriseurin Christine Eberl aus Oberammergau. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Hund nach einem Bad schneller trocknet.
- Hunde mit Unterwolle und Stockhaarhunde: Nicht geschoren werden dürfen Hunde mit zweierlei Haarstruktur, also Unterwolle (schützt vor Kälte und Wärme) und Deckhaar, beispielsweise Australian Shepherd, Spitze und viele Hütehunde. Unterwollhunde müssen täglich gebürstet werden. So kann man sie – im Fellwechsel – unterstützen. Das alte Fell muss, inklusive Haarwurzeln, ausgebürstet werden. Werden solche Hunde geschoren, kann das fatale Folgen haben. Es kann zu Hautirritationen kommen. Entweder das Fell wächst nicht mehr nach und der Hund bekommt kahle Stellen oder es kommt zu einer Überproduktion von Fell. Der Hund wird „plüschig“, die Haut kann nicht mehr atmen und der Hund überhitzt. „Auch Stockhaarhunde wie Schnauzer und Dackel werden nicht geschoren, da muss man die Haare zupfen. Stockhaar ist das schützende Haar an der Oberfläche, das sogenannte Stockhaar, das ist dichter als die Unterwolle. Das Wasser prallt bei Regen ab. Das funktionale Haar ist also an der Oberfläche. Wenn das nicht rauskommt, kriegt der Hund Probleme. Er fängt an sich zu scheuern, zu kratzen und zu beißen“, betont Hundefriseurin Christine Eberl aus Oberammergau.
Wir sehen also, dass die richtige Pflege des Hundes gerade im Sommer nicht so einfach ist, deswegen macht es durchaus Sinn, einen Hundefriseur oder eine Hundefriseurin um fachlichen Rat zu fragen. Denn in der heutigen Zeit können unsere domestizierten Haushunde, die oft im Haus oder in der Wohnung leben, diese abgestorbenen Haare nicht mehr loswerden. Und falsche Behandlung kann die Fellstruktur kaputt machen.
Abkühlungsmöglichkeiten für den Hund – Spiel und Spaß im Sommer
Wie kann ich meinen Hund im Sommer mit Wasser abkühlen? Hundepools, Hunde-Kühlmatten und vieles mehr!
Vielleicht hat Ihr Hund am kühlen Nass ja genauso viel Spaß wie Sie. Wer die Möglichkeit hat, macht seinem Vierbeiner an heißen Tagen mit einem Hundepool eine große Freude – entweder auf dem Balkon oder im Garten. Im Handel gibt es viele günstige, robuste Pools zu kaufen, manche haben sogar lustige Funktionen und spritzen nach oben.

Hunde Buddy und Natcho kühlen sich am liebsten im Hundepool ab © Simone Hübner
Oder Sie verfügen über eine Gassirunde, die Ihrem Fellfreund die Möglichkeit bietet, sich in einem Bächlein oder in einem See zu erfrischen. Während mein kleiner Lucky Govinda nur sehr vorsichtig ins Wasser geht und gerade mal seine Beinchen erfrischt, lieben andere das kühle Nass und schwimmen voller Freude mit ihren Besitzern im See. Andere wiederum sitzen stolz auf den SUPs, dritte springen so routiniert ins Wasser, dass es eine eigene Hundesportart gibt (Dog Diving, oder DockDiving). Freunde dieses Sports können ihrem Lieblingssport im Hundesporthotel Wolf in Oberammergau frönen. Dort gibt es einen eigenen Hundepool.
Achten Sie aber unbedingt darauf, dass Ihr Liebling nicht ertrinkt. Ich empfehle dringend Hundeschwimmwesten. Einige Tiere überschätzen sich und ihre Kräfte, jagen den Enten nach oder fallen vom SUP.
In der Stadtwohnung eignet sich auch die Badewanne oder Dusche für eine kurze Abkühlung. Bitte nur kühles und nicht kaltes Wasser nehmen. Man kann die Pfoten und den Nacken auch mit einem feuchten Tuch befeuchten. Bei meinem Hund sprühe ich die Beine gerne mal mit der Sprühflasche ein. Die Verdunstungskälte kühlt den Hund ab. Manche Hunde freuen sich auch über Kühlmatten. Achten Sie aber darauf, dass der Hund diese nicht zerstören kann (Kühlgel ist giftig)! Am besten Sie lassen ihn damit nicht unbeaufsichtigt.
Wie kann ich meinen Hund im Sommer kulinarisch verwöhnen und erfrischen?

Eine leckere Abkühlung: Lucky wartet auf sein Hundeeis © Simone Hübner
So mancher Hund – und auch Kaninchen – freuen sich über einen erfrischenden Schnitz Wassermelone. Wer es etwas kreativer mag, kann auch leckeres Hundeeis selbst zubereiten. Hier ein schnelles Rezept, das ich besonders empfehlen kann (am besten gleich die doppelte Menge machen):
Man nehme:
- 1 EL Leberwurst oder Gemüsecreme (gibt es auch vegan)
- EL Körniger Frischkäse oder veganer Joghurt
- 1 Schuss hochwertiges Öl
Leberwurst und Frischkäse in eine Schüssel geben und vermengen, dann mit dem Öl vermischen und pürieren. Anschließend geben Sie die Masse in eine Eiswürfelform oder Ähnliches. Dann für einige Stunden im Gefrierfach kühlen. Schon nach wenigen Stunden hat Ihr kleiner Freund eine erfrischende Belohnung. Wenn Ihr Hund zum Schlingen neigt, können Sie die Masse auch in einen Kong geben. Oder einfach den Kong mit etwas Frischkäse oder Joghurt – das geht auch mit veganen Produkten – ins Kühlfach legen. Im Netz, etwa auf den Seiten von Zooplus oder Fressnapf, gibt es viele weitere tolle Rezepte für Hundeeis und Sommer-Snacks.
Andere Tiere im Sommer abkühlen
Alles, was wir gerade gehört haben, trifft in ähnlicher Weise natürlich auch auf unsere anderen (Haus-) Tiere zu. Unser Freigänger-Kater sucht sich im Sommer ein kühles Plätzchen unter dem Holunderbusch, die Kaninchen haben ein riesiges Gehege an der Nordostseite des Hauses. Dort liegen sie im Sommer gerne ausgestreckt auf den kühlen Steinfliesen oder graben sich eine Mulde ins Erdreich oder in den Kies. Gerne entspannen meine Fellnasen auch auf der Wiese, oft im natürlichen Schatten eines Baumes. Unsere Pferde sind im Hochsommer tagsüber in der Box und dürfen nachts auf die Weide.
Ausblick: Mit dem Hund in den Urlaub – die schönste Zeit des Jahres mit dem geliebten Vierbeiner genießen
Schön ist es, wenn der beste Freund des Menschen mit in den Urlaub darf. Auch hier gilt es einiges zu beachten. Wo verbringen Sie Ihre freien Tage? Eher im Norden oder im Süden, wo Sie Ihren Hund wieder vor der Hitze schützen müssen.
Schon vor dem Urlaub gibt es viel zu organisieren. Hat der Hund alle Impfungen? Wie sieht es mit Parasiten aus. Im Süden gibt es fiese Parasiten, die gefährliche Krankheiten übertragen (Mittelmeerkrankheiten). Nehmen wir das Beispiel Sandmücken: man kann seinen Hund dagegen mit Repellent Halsbändern oder Spot on Präparaten schützen (z.B. Advantix). Zusätzlich sollte der Hund während der Dämmerung und nachts (Sandmücken sind gerade dann aktiv) nicht im Freien sein. Im Süden sind auch Herzwürmer verbreitet. Auch dagegen gibt es Medikamente (z.B. Wurmkuren). Grundsätzlich ist es sinnvoll, vor einer Reise mit Hund das Urlaubsziel mit dem Tierarzt zu besprechen und sich zu passenden Schutzmaßnahmen beraten zu lassen.
Ferner sollten Sie überlegen, wie lange Ihr Hund Auto fahren mag? Oder nehmen Sie den Zug oder gar das Flugzeug? Mittlerweile gibt es ja sogar Flußkreuzfahrten für Mensch und Hund. Vielleicht freut sich Ihr Hund über einen Wanderurlaub in Südtirol mehr als über einen Badeurlaub in Costa Rica oder Elba? Diese Fragen muss der Hundefreund und die Hundefreundin ehrlich beantworten.
Wir fahren immer gern in den Süden ans Meer. Dabei reisen wir in mehreren Etappen, die nicht länger als vier Stunden Autofahrt bedeuten, und schauen, dass es dem Hund nicht zu anstrengend wird. Regelmäßige Pausen mit Wasser und kleinen Abkühlungsmöglichkeiten sind dabei unverzichtbar. Wenn er und wir dann aber unbeschwert am Strand spielen und im Meer baden, wissen wir, dass wir alles richtig gemacht haben. Glücklicher Hund, glücklicher Mensch.
Oder Sie machen einfach einen Kurzurlaub und besuchen Gut Aiderbichl Iffeldorf, Deggendorf oder Henndorf. Ihr Liebling ist bei uns herzlich willkommen. Sicher wird er sich auf unseren Hundewiesen bestens amüsieren.
Ich wünsche Ihnen einen schönen Sommer!

Hund Natcho im Hundezelt auf Gut Aiderbichl Iffeldorf © Simone Hübner
Häufig gestellte Fragen
Hunde können nicht wie Menschen schwitzen. Sie regulieren ihre Körpertemperatur fast nur durch Hecheln. Bei hohen Temperaturen reicht das oft nicht aus. Ohne Abkühlung steigt die Gefahr von Überhitzung und Hitzschlag, was lebensbedrohlich sein kann. Deshalb sind Abkühlung und Schatten überlebenswichtig.
Besonders gefährdet sind ältere Hunde, übergewichtige Tiere, kurznasige Rassen wie Mops oder Bulldogge sowie Hunde mit dichter Unterwolle. Auch langhaarige Rassen leiden schneller unter Hitze. Diese Tiere sollten besonders geschont werden, da ihr Kreislauf und ihre Atmung durch hohe Temperaturen stark belastet werden.
Die beste Zeit für Spaziergänge ist am frühen Morgen oder späten Abend, wenn die Temperaturen angenehm sind. Spaziergänge in der Mittagshitze sollten vermieden werden, da Asphalt und Beton sehr heiß werden können. Wählen Sie lieber Schattenwege, Wiesen oder kühle Waldstücke für Ihren Hund.
Mit der Handrückenprobe: Legen Sie Ihren Handrücken für fünf Sekunden auf den Boden. Halten Sie die Hitze nicht aus, ist der Asphalt auch für Ihren Hund zu heiß. Schon ab 25 Grad kann er sich die empfindlichen Pfoten verbrennen, daher besser schattige Wege nutzen.
Nein, niemals! Schon bei milden Temperaturen steigt die Hitze im Auto innerhalb weniger Minuten auf lebensgefährliche Werte. Auch ein leicht geöffnetes Fenster reicht nicht. Hunde überhitzen extrem schnell – daher gilt: Lass deinen Hund nie allein im Auto zurück.
Anzeichen sind starkes Hecheln, beschleunigter Puls, blasse Schleimhäute, Taumeln, Erbrechen oder sogar Bewusstlosigkeit. Ein Hund mit Körpertemperatur über 40 °C ist in Lebensgefahr. Ein Hitzschlag ist ein Notfall und erfordert sofortige Erste Hilfe und tierärztliche Behandlung.
Bringen Sie ihn sofort in den Schatten, bieten Sie lauwarmes Wasser an und kühlen Pfoten, Bauch und Achseln sanft mit feuchten Tüchern. Vermeiden Sie unbedingt eiskaltes Wasser, da es Kreislaufprobleme verschärfen kann. Kontaktieren Sie schnellstmöglich einen Tierarzt, da ein Hitzschlag immer lebensgefährlich ist.
Stellen Sie Ihrem Hund mehrere Näpfe mit frischem Wasser an verschiedenen Stellen im Haus und Garten bereit. Unterwegs eignen sich mobile Trinkflaschen mit Napfaufsatz. Viele Hunde trinken lieber aus Keramik- oder Edelstahlnäpfen als aus Plastik, da sie geschmacksneutraler sind.
Ja, große Portionen belasten den Kreislauf. Füttern Sie lieber kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt. Auch die Futtermenge sollte angepasst werden, wenn Ihr Hund sich im Sommer weniger bewegt, um Übergewicht zu vermeiden. Leichte Kost und gefrorene Snacks wie Hundeeis sind zudem erfrischend und gesund.
Neben Hitze spielt Parasiten-Schutz eine wichtige Rolle. Sandmücken und Herzwürmer sind in südlichen Ländern verbreitet. Sprechen Sie vor der Reise mit Ihrem Tierarzt über Schutzmaßnahmen. Planen Sie Pausen im Schatten ein, sorgen Sie für frisches Wasser und vermeiden Sie Fahrten in der Mittagshitze.

