Helene und Schnucki

Aus der Sicht einer Aiderbichlerin

Aus der Sicht einer Aiderbichlerin

(geschrieben von Gisela Pschenitschnig)

Helene (9 Jahre) und Schuki (6 Jahre), hatten Glück im Unglück. Ihre Lebensgeschichte begann in Niederösterreich. Dort gab es lange Zeit einen Schweinezüchter, der irgendwann dann doch mit dem Züchten aufhören wollte.
Die Tochter des Züchters studierte Landwirtschaft, und wollte nur mehr Ackerbau betreiben. An jenem Tag, als Helene und Schuki, deren Sohn, vom Schlachter abgeholt werden sollten, war sie zu Hause und beobachtete, wie sich die beiden Schweine mit aller Vehemenz dagegen wehrten, auf den Transporter zu müssen.

 

Die Intelligenz der Schweine und das Leiden der Schweine

Im Durchschnitt werden pro Österreicher jährlich rund 36,4 Kilogramm Schweinefleisch verzehrt. Größtenteils kommt das Fleisch aus Betrieben, wo die Haltungsform nicht den natürlichen Bedürfnissen des Schweines entspricht und so, Schweine systematisch krank gemacht werden. In Österreich alleine werden rund 60 % der Schweine auf Vollspaltböden gehalten. Durch die harten und zu kühlen Steh- und Liegeflächen leiden sie unter Gelenkentzündungen, Lungenkrankheiten aufgrund der Ammoniakdämpfe. Die hochintelligenten Tiere sind verhaltensgestört und leiden.
Schweine lieben es, sich mindestens soviel bewegen zu können, wie ein Hund. Zu ihren Grundbedürfnissen zählen auch Körperpflege, soziales Verhalten, Erkundungsverhalten usw. Schweine sind neugierig und mit ihrer Intelligenz sogar den Primaten ähnlich. Nicht artgerechte Haltung macht die hochsensiblen Tiere krank – physisch und psychisch.

Haben Schweine Emotionen?
Helene und Schuki wehrten sich mit lautem Schreien gegen die schonungslose und emotionslose Verladung auf den Schlachttransporter. Für die Tochter des ehemaligen Schweinezüchters waren die Hilfeschreie von Helene und Schucki ausschlaggebend dafür, dass sie den Abtransport auf der Stelle stoppte.
Leider war es dann in Folge so, dass der Vater ein Pflegefall wurde, und sie ihren Ganztagsberuf, die Pflege des Vaters, die Arbeit in der Landwirtschaft und die Pflege der Schweine kräftemäßig nicht mehr schaffen konnte. Ein Tierarzt setzte sich dafür ein, dass Helene und Schuki nun auf Gut Aiderbichl Kärnten ein zufriedenes und sicheres Leben führen können.
Wenn ich in den Gutsführungen erwähne, dass Tiere Gefühle haben wie Trauer und Freude, werde ich manchmal belächelt. Tatsache ist aber, dass Tiere – egal ob Schweine oder Pferde, Hunde oder Katzen – über Emotionen verfügen. Aber Schweine und Emotionen?

Helene und Schuki haben gewonnen
Die Aufgabe von Gut Aiderbichl ist es unter anderem, den Menschen einen veränderten Blick auf das Tier zu ermöglichen. Helene und Schuki sind nicht nur Nutztiere, sondern Mitgeschöpfe und Teil des Systems Natur. Der Blick auf das Tier und der Respekt vor ihm ermöglichen so dem Schwein ein artgerechtes, respektvolles Dasein im natürlichen System der Erde.
Mögen Helene und Schuki noch ein langes, glückliches Leben auf Gut Aiderbichl in Kärnten führen.

Dass es ihnen gut geht, erkennen wir an ihren fröhlichen Augen und den heiteren „Oink“-Lauten.

In diesem Sinne,

herzlichst,

Ihre Gisela

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