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Nachruf Kuh Spezi

Kuh Spezi schaffte den Weg auf die Alm nicht mehr 

Spezi hat in ihrem Leben 16 Kälber geboren und wurde nun, mit fast 20 Jahren, nicht mehr trächtig. Die Besitzer fragten bei der Tiernotfallstelle von Gut Aiderbichl an, ob wir Spezi aufnehmen könnten, denn es war ihr nicht mehr möglich, die anderen Kühe aus ihrem Stall über den Sommer auf die Alm zu begleiten. Ihre Beine hätten die Strapaze nicht mehr mitmachen können.  
Spezi wurde auf den Gut Aiderbichl Tiertransporter verladen und begann ihre Reise von Tirol nach Henndorf in Salzburg.

Spezi war eine große Sanfte 

Spezi gewöhnte sich nach einigen Tagen an ihre neue Umgebung auf Gut Aiderbichl in Henndorf. Von Anfang an waren die Tierpfleger davon überzeugt, dass es sich bei der betagten Spezi um eine sehr sanftmütige Kuh handelte, die signalisierte, dass sie die Menschen mochte.
Das gesundheitliche Problem, dass sie mitbrachte, waren ihre Hinterbeine und die Klauen, die ihr sichtlich zu schaffen machten. Ihre Stalltür blieb offen und auch das gefiel ihr. Da kam Bernadette, ein freilaufendes Schwein und legte sich neben Spezi. Lisa, unsere Eselin und Patrick, eine Ziege, wurden blitzschnell Spezis Freunde.  

Spezi war ihr Leben lang Mama  

Die Tragzeit einer Kuh beträgt zwischen 9 und 10 Monaten. Wenn das erste Kalb geboren ist, gibt die Kuh Milch, die eigentlich für die Ernährung des Kalbes dient. Nach etwa sieben Wochen erreicht die Menge der produzierten Milch den Höhepunkt und hält diesen ungefähr zwei Monate. Von Natur aus würde die Milchproduktion der Kuh nach wenigen Monaten nachlassen. Damit Kühe immer Milch geben können, werden sie wenige Monate nach der Geburt künstlich besamt.
Während der gesamten Schwangerschaft gibt die Kuh Milch. Man kann also davon ausgehen, dass Spezi eine große Menge an Milch produziert hat und „eine profitable Kuh“ abgegeben hat. Ob sie von ihren Kälbern gleich nach dem Kalben getrennt wurde, wissen wir nicht und Spezi hat darüber geschwiegen.  

Dankbarkeit und Sanftmut bis zum Schluss 

Spezi verließ ihren Stall und stand gerne unter den Ponys, Eseln und Schweinen beim Tierbuffet. Da konnte sie sich an den Stroh- und Heuballen ein wenig anlehnen und wiederkäuen.
Vorsichtig berührten sie Menschenhände und streichelten ihren Bauch, ihren Hals und Spezi genoss es.  

Die kranken Hinterbeine machten Probleme und Spezi lahmte 

Spezis Zustand hat sich in den letzten Tagen verschlechtert und Schmerzen und Lähmungen in den Beinen nahmen uns die unausweichliche Entscheidung ab. Im Team der Tierpfleger wurde mit dem Tierarzt besprochen, Spezi zu erlösen.
Heute schlief sie in ihrem Stall ein: ganz friedlich und mit einem leisen Seufzer hat Spezi ihr Lebenslicht ausgelöscht.  

Liebe Spezi, 
gestern konnten wir dich noch streicheln und bei dir im Stroh sitzen. Heute ist dein Stall leer. Wieder einmal konnten die Menschen erleben, wie sanftmütig und klug Kühe sind, wenn sie respektiert werden. Hab es gut am anderen Ende der Regenbogenbrücke und genieße deine neue Zeit ohne Schmerzen und ohne Leistungsdruck. Wir werden dich vermissen, mach’s gut, liebe Spezi.  

In den Augen eines Tieres sieht man die unendliche Verbundenheit und Freundschaft.

– Unbekannt 

 

Von: Gisela Pschenitschnig, Gut Aiderbichl 

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